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Red Bull Erzbergrodeo, Prolog 1: Zwei Giganten schneller als Lettenbichler

Der italienische KTM-Werksfahrer Andrea Verona fuhr im 1. Prolog des Erzbergrodeos am Freitag die beste Zeit am Eisernen Giganten. Mit Daniel Sanders und Manuel Lettenbichler folgen Markenkollegen.

Hard-Enduro

Im Artikel erwähnt


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Die mit 13,8 km vergleichsweise kurze Prolog-Strecke des Erzbergrodeos ist traditionell die ideale Bühne für die Fahrer der schnelleren Disziplinen wie Motocross und klassisches Enduro. Der Prolog wird am Freitag und Samstag jeweils einmal von allen 1125 Teilnehmern gefahren. Gute Zeiten am ersten Tag sind eminent wichtig: Erstens, weil sich die Strecke mit jedem Fahrer eher verschlechtert als verbessert, und man daher am zweiten Tag in der Regel wenig Chancen hat, seine Zeit zu verbessern. Und zweitens, weil sich nur die schnellsten 500 für eine der zehn Startreihen des Hauptrennens mit jeweils 50 Piloten am Sonntag qualifizieren. Die erste Startreihe ist dabei ein Muss für die Fahrer, die mit Ambitionen auf das Erreichen des Ziels innerhalb der vier Stunden Renndauer oder gar den Sieg bei dem einen Rennen, das jeder Fahrer einmal gewinnen möchte, in die Steiermark nach Österreich gekommen sind. Dementsprechend wird der Gashahn besonders am ersten Prolog-Tag maximal aufgedreht.

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Manuel Lettenbichler legte vor

Bei äußerst nassen Bedingungen eröffnete Manuel Lettenbichler die technisch weniger anspruchsvolle, aber dafür umso schnellere Strecke. Eine echte Herausforderung für die meist aus dem Trial-Sport stammenden Hard-Enduro-Spezialisten. Nicht umsonst sagt man, dass ein erfolgreicher Fahrer beim Erzbergrodeo ein kompletter Fahrer sein muss, der eben nicht nur die extrem technischen Sektionen beim Hauptrennen am Sonntag, sondern eben auch beim Prolog seinen Speed zeigen kann.

Somit war klar, dass der Italiener Andrea Verona, der im klassischen Enduro bislang neun Weltmeistertitel einfahren konnte, wieder einer der Favoriten auf die schnellste Zeit beim Prolog sein würde. Lettenbichler legte mit 10 Minuten und 42 Sekunden eine bemerkenswert solide Marke vor, die am Ende für den dritten Platz reichen sollte. KTM hatte jedoch eine Reihe von Assen für den Prolog mitgebracht: Neben dem bereits erwähnten Verona war auch der Australier Daniel «Chucky» Sanders am Start, der im vergangenen Jahr Rally-Raid-Weltmeister wurde und die legendäre Dakar gewinnen konnte. Sanders lag im Ziel gut 12 Sekunden hinter Verona und knapp 6 sec vor Lettenbichler. Darüber hinaus wurde der 21-jährige Spanier Edgar Canet mit einer 450er in der Rallye-Ausführung auf die Strecke geschickt, der das größere Bike immerhin auf den 10. Platz in der Tageswertung katapultieren konnte.

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Elektrobikes erneut stark

Die Frage war, ob die elektrischen Bikes, die am Donnerstag den Rocket Ride dominiert hatten, auf der Prolog-Strecke ebenfalls liefern würden. Der Franzose Sébastien Tortelli machte dabei den besten Job und erreichte auf einer Stark Future den 5. Platz. Ikone Graham Jarvis, der auf einem Eigenbauprototyp mit dem Namen Jarv-E angetreten war, hatte einen Sturz, landete auf dem 259. Rang und wird die Chance nutzen, sich am Samstag im 2. Lauf zu verbessern.

Eine sehr gute Leistung zeigte das junge deutsche Talent Lenny Geretzky, der im Nachwuchsteam von Mario Roman unterwegs ist. Der Thüringer landete auf dem 19. Platz und sollte sich somit den Start aus der ersten Startreihe am Sonntag gesichert haben.

Im 2. Lauf am Samstag werden es die Topfahrer eher locker angehen lassen, wenn sie die erste Startreihe mit dem ersten Lauf schon sicher glauben und Stürze vermeiden wollen.

Ergebnisse Prolog 1 Erzbergrodeo/A:

  1. Andrea Verona (I, KTM), 10:26,143 min

  2. Daniel Sanders (AUS, KTM), 10:38,339

  3. Manuel Lettenbichler (D, KTM), 10:42,066

  4. Michael Kratzer (A, Honda), 10:49,068

  5. Sébastien Tortelli (F, Stark), 10:51,988

  6. Carston Brown (USA, KTM), 10:56,885

  7. Chris Gundermann (D, KTM), 11:00,101

  8. Bert Boam (GB, Rieju), 11:01,319

  9. Dieter Rudolf (A, GASGAS), 11:01,888

  10. Edgar Canet, (E, KTM), 11:02,123

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