Endurance-WM • Neu
Marvin Fritz mit Sturz im Q2 von Spa: Warum YART dennoch zufrieden ist
BMW-Werkspilot Markus Reiterberger stürmte bei der Langstrecken-WM in Spa zur Pole und erklärte beim Treffen mit SPEEDWEEK.com, warum er mit seinen Teamkollegen am Samstag voll auf Sieg fahren muss.
BMW jubelte
«Es war ein super Tag für uns», freute sich ein sichtlich erleichterter Reiterberger. «
Eine Ölspur führte zu zahlreichen Stürzen. Nach der Wiederaufnahme der Session legte Reiterberger noch einmal nach. «Ich war mir nicht sicher, ob sich die anderen verbessern. Ich fuhr hinter Hanika und erkannte, dass er sauschnell ist. Ich ließ etwas Abstand zu ihm und habe dann noch einmal nachgelegt. Ich habe ihn eingeholt. Gegen Ende der Runde stand er mir ein bisschen im Weg. Es wäre also noch um einiges schneller gegangen. Doch es war eine super Runde. Wir stehen auf der Pole und das ist das Wichtigste!»
Wie wichtig wäre ein Sieg beim Heimspiel des Teams in Spa nach dem vielen Pech zuletzt beim Saisonfinale 2025 und dem Saisonauftakt in Le Mans? «Sehr wichtig!», so «Reiti». «Das wäre auch wichtig für die Meisterschaft, aber auch für das Team und alle Beteiligten. Wir wollen endlich das Ergebnis einfahren, für das wir schon so lange kämpfen und an dem wir schon so nah dran waren.»
Im Vergleich zu den WM-Leadern YART kann und muss BMW mehr riskieren. «Wir brauchen so oder so einen Sieg für die Meisterschaft. Wir können nicht verwalten. Wir müssen alles mitnehmen, was möglich ist. Natürlich werden wir aber nicht unnötig viel riskieren, denn wenn man auf der Nase liegt, ist wenig los.»
«Wir sind für alle Bedingungen gewappnet. Wir haben ein super Bike für das Trockene, das Nasse und alles dazwischen. Die Strategie müssen wir noch besprechen. Wir müssen klug agieren und das Wetter im Auge behalten. Es wird entscheidend sein, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Reifen auf dem Motorrad zu haben, um möglichst wenig Boxenstopps machen zu müssen», erklärte Reiterberger.
«Natürlich wünsche ich mir ein Trockenrennen. Doch wir sind auch für ein Regenrennen gut gerüstet», kommentierte der Deutsche. Teamchef Werner Daemen lobte am Freitagabend alle seine Fahrer. Im Vergleich zu Le Mans wirkte Steven Odendaal deutlich stärker und war zweitschnellster BMW-Pilot. «Die Pole war das Ziel. Alle drei Fahrer fuhren sehr schnelle Rundenzeiten. Wir sind richtig happy», so Daemen.
«Die Bedingungen waren richtig anspruchsvoll. Für die Fahrer ist es gefährlich, wenn es nasse Stellen gibt. Im ersten Qualifying waren einige Kurven noch etwas feucht», hielt der BMW-Teammanager fest.
Startplatz 2 ging an YART, die Führenden der Meisterschaft. F.C.C. TSR Honda holte Startplatz 3. SERT und Webike-Kawasaki komplettierten die Top-5.
BMW Endurance (Reiterberger, Van der Mark, Odendaal), BMW M1000RR, 2:18,703
YART (Hanika, Fritz, Mercado), Yamaha R1, 2:19,232
F.C.C. TSR Honda (Techer, Perolari, McPhee), Honda CBR1000RR-R, 2:19,390
SERT (Black, Masson, Linfoot), Suzuki GSX-R1000R, 2:19,614
Kawasaki Webike (Ramos, Gamarino, Leblanc), Kawasaki ZX-10RR, 2:19,849
Marc VDS (De Puniet, Marino, Bendsneyder), Yamaha R1, 2:20,028
Autorace Ube Racing (Uramoto, Guintoli, Soomer), BMW M1000RR, 2:20,193
Tati Team AVA6 Racing (Clere, Vinales, Di Meglio), Honda CBR1000RR-R, 2:20,840
ERC Endurance (Schrötter, Foray, Jähnig), BMW M1000RR, 2:21,284
Maxxess by BMRT3D (Sanchis, Tamburini, Gregorio), Kawasaki ZX-10RR, 2:22,353
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