Marc Marquez (Ducati) zum Highspeed-Crash: «War komplett mein Fehler!»
Marc Marquez fuhr im MotoGP-Zeittraining in Austin die Bestzeit. Im FP1 hatte er einen heftigen Crash mit fast 200 km/h, der auf seine Kappe gehen würde. Die Auslaufzone in Kurve 10 sei am Limit.
Das MotoGP-Wochenende in Austin begann für Champion Marc Marquez alles andere als gut. Im ersten freien Training am Freitagvormittag hatte er zu Beginn der Session in Kurve 10 einen Highspeed-Crash mit 192 km/h. Er schlitterte über den Asphalt und den Kies und krachte in die Airfences, worauf die rote Flagge geschenkt wurde. Marquez konnte danach zwar wieder aufstehen, er war aber sichtlich gezeichnet. Als er in seine Box zurückkam, wartete bereits MotoGP-Arzt Dr. Angel Charte auf ihn. Einige Minuten später folgte die Entwarnung: Marquez hatte sich beim Crash «nur» Schürfwunden im rechten Arm und an der linken Hand zugezogen – und keine Frakturen. Marquez stieg auf sein Ersatzbike und fuhr dann noch auf Rang 4.
Am Nachmittag im Zeittraining war dann alles wieder normal – Marquez erzielte mit 2:00,927 min die Bestzeit und lag damit nur um rund sechs Hundertstel über dem Rundenrekord.
«Es war komplett mein Fehler», meinte Marquez zu seinem Crash im FP1. «Ich liebe die Kurve 10, denn dort kann ich meine Stärken hinsichtlich meines Fahrstils ausspielen. Wenn du dich dann daran erinnerst, dass du eine Kurve in einer gewissen Art und Weise fährst… in den Runden drei und vier versuchte ich die Kurve zu nehmen wie immer. Ich war aber nicht vorsichtig genug, denn auf dieser Strecke gibt es von einem auf das nächste Jahr mehr Wellen», erklärte der 33-Jährige. «In dieser Kurve haben wir viele brenzlige Situationen gesehen. Bevor man das Bike umlegt, gibt es dort viele Wellen. Am Nachmittag habe ich dann meine Linie etwas angepasst. In den ersten Runden war ich einfach zu optimistisch. Am Ende habe ich diesen Crash gut überstanden, aber ich werde das gesamte Wochenende etwas mehr zu kämpfen haben – ich bin mit hoher Geschwindigkeit in die Streckenbegrenzung gekracht.»
Marquez hat überall Schmerzen
Wo hat Marquez Schmerzen? «Im Arm, in den Fingern, einfach überall», schmunzelte der neunfache Weltmeister. «Aber am schlimmsten ist es im Rücken und im Nacken. Wir werden sehen, wie ich morgen aufstehe.» Wichtig ist, dass er in seiner rechten Schulter, die er sich beim Crash im Indonesien-GP 2025 verletzt hatte, keine Schmerzen hat. «Die Schulter ist okay. Nach diesem Crash fühle ich in meiner Schulter weniger Schmerzen – diese konzentrieren sich jetzt auf andere Punkte», lachte Marquez.
Ist die Auslaufzone in Kurve 10 zu klein? «Es ist ein wenig am Limit, weil wir dort mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind – wie man sehen konnte, mit 200 km/h», betonte MM93. «Sie haben gesehen, dass ich mit hoher Geschwindigkeit reingekracht bin. Wenn sie dort die Auslaufzone etwas erweitern würden, wäre es besser. Klar, nächstes Jahr haben wir die 850er-Bikes, aber ich bin mir sicher, dass man dort auch mit dem Moto2-Bike in die Begrenzung krachen kann.»
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