Marco Bezzecchi (2.) wunderte sich: Warum führte er in Le Mans so lange?
Marco Bezzecchi führte fast das ganze MotoGP-Rennen in Le Mans an – zum Schluss wurde er von Teamkollege Jorge Martin überholt. Dabei rechnete Bezzecchi nicht damit, so lange an der Spitze zu fahren.
Entgegen vieler Wetterprognosen blieb die Strecke in Le Mans trocken – das klassische Le-Mans-Regenrennen blieb trotz weniger Tropfen diesmal aus. Aprilia-Werksfahrer Marco Bezzecchi erwischte aus der ersten Reihe den besten Start und holte sich die Führung von Polesetter «Pecco» Bagnaia. Über 23 Runden lang führte der Italiener das Feld an, fuhr sich zwischenzeitlich einen Vorsprung von 1,5 Sekunden heraus und schien dem Sieg entgegenzufahren. Doch Teamkollege Jorge Martin, der von der dritten Startreihe ins Rennen gegangen war, kam Runde für Runde näher. Drei Runden vor Schluss schlug der «Martinator» in der ersten Schikane zu und übernahm die Führung.
Fast das ganze Rennen geführt – Bezzecchi wundert sich darüber
Während Martin seinen ersten GP-Sieg im Aprilia-Leder feiern konnte, geriet Bezzecchi in der Schlussphase auch noch unter Druck von Ai Ogura (Aprilia), der einen phänomenalen Endspurt hinlegte. Wirklich gefährlich wurde es für den Italiener nicht mehr. Am Ende fehlten Ogura drei Zehntel auf Platz zwei.
Nach dem Rennen zeigte sich «Bezz» trotz der knappen Niederlage erleichtert: «Es war ein sehr langes und zähes Rennen. Ich wusste, dass ich nicht der Stärkste war. Ich weiß nicht einmal, wie ich es geschafft habe, drei Viertel des Rennens zu führen, denn meine Pace war nicht gut, ich habe mich nicht wohlgefühlt.»
Aprilia baut WM-Führung weiter aus – Werksteam auf Titelkurs
Das ganze Wochenende habe er mit dem Bike gekämpft: «Das war das Maximum, was ich herausholen konnte. Ich habe alles gegeben, um dieses Ergebnis zu holen. Glückwunsch an Jorge.» Der Blick richtet sich für den Italiener bereits auf Barcelona, wo in der kommenden Woche das sechste Saisonevent stattfindet.
Bezzecchi verteidigt mit 128 Punkten weiter seine WM-Führung, doch der Vorsprung auf Martin ist auf einen einzigen Zähler geschmolzen. Erleichterung mit dem weiteren Blick auf die Tabelle – beide Aprilia-Piloten haben einen komfortablen Vorsprung von über 40 Punkten auf ihre nächsten Verfolger Fabio Di Giannantonio (Ducati) und Pedro Acosta (KTM). Der Vorsprung auf Marc Marquez (WM-Siebter, 57 Punkte) dürfte in Barcelona wachsen, da der neunfache Weltmeister verletzungsbedingt pausieren muss.
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