Euro Moto Sportbike • Neu
Euro Moto Sportbike beginnt am Sachsenring mit einem Protest
Während Lukas Tulovic ab der zweiten Runde für klare Verhältnisse sorgte, ging es hinter ihm heiß her beim Kampf um die restlichen Podestplätze. Schrötter ist im neuen Job angekommen.
Der eine oder andere Euro Moto Superbike-Pilot dürfte sich nach dem Warmup noch ein wenig den Kopf in Sachen Abstimmung fürs Rennen zerbrochen haben. Denn nach dem verregneten Freitag, dem trockenen, aber kühlen Samstag war am Sonntagmorgen bestes Motorradfahrer-Wetter mit trockener Strecke und sonnigen und damit gleich ziemlich warmen Abschnitten. In der ersten Reihe versammelten sich Ducati-Aushängeschild Lukas Tulovic und die beiden BMW-Haudegen Hannes Soomer und Markus Reiterberger. Reihe 2 ging an Florian Alt (Honda), Twan Smits (Yamaha) und Toni Finsterbusch (BMW).
Tulovic und Soomer hatten bereits im Training den Superbike-Streckenrekord unterboten. Den hatte vor zwei Jahren noch Patrick Hobelsberger eingefahren. In diesem Jahr kam Hobelsberger an seine alte Zeit nicht heran. Der Bayer quälte sich bereits die ganze Woche mit einem fiebrigen Infekt und haderte mit der Abstimmung seiner Honda und musste als Letzter los.
Das erste Rennen ging am Sonntag um die Mittagszeit los und alle 17 Teilnehmer waren startklar. Genauso die Fans an der Strecke und den Monitoren. «Die eloxierten Gabelrohre der Ducati machen mich irgendwie wuschig», kommentierte eine Live-Stream-Zuschauer fachmännisch. Alle Fahrer waren mit dem neuen entwickelten SCX-Pirelli-Reifen unterwegs.
Tulovic gönnte sich am Start einen kleinen Hopser, eine Chance die sich Yamaha-Pilot Twan Smits nicht nehmen ließ und erstmal die Führung übernahm. Soomer und Reiterberger schlossen sich dem Führungs-Duo an. Marcel Schrötter und Florian Alt reihten sich auf den Plätzen 5 und 6 ein. Jan-Ole Jähnig bekam eine doppele Long Lap-Strafe aufgebrummt, der GERT56-Mann hatte einen Frühstart fabriziert. Tulovic hatte in Runde 2 das Kommando an der Spitze übernommen und schenkte dem Niederländer in zwei Runden einen 1,8 Sekunden Rückstand ein.
Smits geriet unter Druck vom BMW-Duo Soomer und Reiterberger, doch gegen die mit allen möglichen Schikanen aufgemotzte Yamaha ging mit der BMW aus dem Windschatten raus nichts. Soomer quetschte sich Richtung Omega vorbei. Eine Stelle, die eine Rune später auch Reiterberger nutzte. Kann ich auch, dachte sich Schrötter und kassierte Smits ebenfalls ein.
Tulovic war auf und davon. Bis zur Halbzeit hatte er sich knapp vier Sekunden gegönnt. Dahinter machte es sich das BMW-Trio Soomer, Reiterberger und Schrötter nett. Smits Rundenzeiteng gingen dagegen abwärts und der Niederländer geriet in die Finger von Toni Finsterbusch. Alt hatte es schwer und musste sich noch Kevin Orgis und Lorenzo Zanetti beugen und strandete auf Rang 9. In der 12. Runde kam es zu ersten Duell Schrötter gegen Reiterberger. Der ehemalige WM-Pilot griff tapfer an, musste gegen Reiterberger aber noch zurückstecken. Abschütteln ließ sich Schrötter aber nicht.
An der Spitze cruiste Lukas Tulovic seinem ersten Saison-Sieg entgegen, während das BMW-Trio dahinter eine flotte Show im Kampf ums Podium lieferte. Schrötter hatte schnell gelernt und schnappte sich Ende Start-Ziel erst Soomer und eine Runde später Reiterberger. Den Sieg genehmigte sich wie zu erwarten Lukas Tulovic. Dahinter rauschte eine frech auffahrender Marcel Schrötter als Zweiter ins Ziel. Markus Reiterberger zwängte sich noch beherzt an Hannes Soomer vorbei und rettete sich auf Platz 3 ins Ziel.
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