Fred Vasseur verteidigt die neuen F1-Regeln: «DRS war viel künstlicher»
Einige Fans und auch mehrere GP-Stars beklagen sich darüber, dass die Überholmanöver in der Formel 1 durch die neuen Regeln zu künstlich geworden sind. Ferrari-Teamchef Fred Vasseur sieht das anders.
Die Formel-1-Regeln und ihre Auswirkungen auf das Rennfahren waren auch beim vierten Kräftemessen der Saison in Miami ein Thema im Fahrerlager. Nicht nur, weil die Verantwortlichen des Sports die unfreiwillige Pause im April genutzt haben, um weiter am Reglement zu feilen. Auch weil Mohammed Ben Sulayem die Rückkehr der V8-Triebwerke in Aussicht gestellt hat – wenn es nach dem FIA-Präsidenten geht, soll diese sogar schon 2030 erfolgen.
Doch was sagen die Hersteller und Teamchefs zur Vision von Ben Sulayem? In der Teamchef-Pressekonferenz wurde etwa Fred Vasseur dazu befragt. Und der Ferrari-Teamchef holte zu einem Plädoyer für die aktuelle Renn-Action aus. Er betonte: «Ganz ehrlich, wir haben gute Rennen gesehen, mit vielen Überholmanövern.»
«Einige sagen, dass sie vielleicht das Gefühl haben, dass die Positionswechsel etwas zu künstlich sind, aber für mich sind sie das sehr viel weniger als das DRS, das war viel künstlicher, denn man musste nur einen Knopf drücken. Heute geht es darum, das Energie-Management richtig hinzubekommen, und das wird von den Fahrern und den Teams festgelegt. Das ist überhaupt nicht künstlich», begründete der Franzose seine Ansicht.
«Und natürlich müssen wir weiter am Reglement feilen, wir müssen es anpassen. Wie James (Vowles, Williams-Teamchef, Anm.) zuvor schon gesagt hat, dank der FIA hatten wir die Möglichkeit, nach jedem Rennen darüber zu sprechen und zu versuchen, das System zu verbessern. Es ist alles andere als einfach, das zu tun, während die Saison läuft, aber wir alle ziehen da an einem Strang», fügte Vasseur stolz an.
Mit Blick auf die Zukunft ergänzte der Ingenieur: «Wir haben verschiedene Optionen und ich denke, bald kommt die Zeit, um diese zu diskutieren. Von Anfang an wird ein Faktor im Hinterkopf sein, der eine Rolle spielen wird. Wir wollen die verrückten Budgets für die Motoren verringern. Das hilft den Herstellern, aber auch den Kundenteams, und die Formel 1 profitiert auch davon. Wir können nun über alle Möglichkeiten sprechen und ich denke, wir werden bald die Zeit dazu finden.»
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