«FastFreddie» Spencer: Über 40 Jahre nach Doppelsieg in Le Mans am Gas
Honda präsentiert sich in Le Mans nicht nur im Sinne der MotoGP-Neuzeit. Ausgestellt und bewegt wurden auch berühmte Renner aus der Vergangenheit. Auf der NSR 500 nahm «Fast Freddie» Spencer Platz.
Im Sommer 1985 triumphierte der Amerikaner Freddie Spencer beim französischen Motorrad-Grand-Prix in Le Mans. Dabei gelang «Fast Freddie» etwas, das in den Frühzeiten der Motorräder beinahe Standard war, heute undenkbar wäre: Spencer siegte zunächst auf der 250er-Werks-Honda und später in der Königsklasse.
Die Darbietung des damaligen US-Superstars – Spencer hatte bereits 1983 als jüngster Pilot der Geschichte den Titel in der Königsklasse gewonnen – blieb kein Einzelfall. Der Racer aus dem Bundesstaat Louisiana beendete seine WM-Mission zwei Jahre später mit einem Doppelschlag. Sowohl in der mittleren WM-Klasse als auch in Halbliter-WM hieß der Champion nach elf Veranstaltungen Freddie Spencer.
Die Maschinen stammten jeweils aus der florierenden Honda-Rennabteilung HRC und trugen die Bezeichnungen NSR 250 und NSR 500. Bei Bikes sind im Besitz der Honda Collection Hall und die große Ausgabe fand auch den Weg zum Frankreich-GP 2026. Honda hatte sich entschieden, den Triumph vor 41 Jahren noch einmal aufleben zu lassen. Im Vorprogramm des Events ließ Spencer seine alte Werks-Honda in der Boxengasse warmlaufen. Abends folgten dann Showruns auf der Zielgeraden. Auch einige komplette Runden drehte Spencer mit der perfekt erhaltenen Zweitakt-Rakete.
Um die Historie weiter aufzuwerten, ging ein weiteres historisch außergewöhnliches Rennmotorrad mit auf den Kurs – Spencers Bol d`Or-Superbike, mit dem der Ausnahmepilot in jenem Superjahr 1985 auch die 200 Meilen von Daytona gewonnen hatte An der breiten Segelstange des tosendenden Vierzylinders hing in Le Mans die zierliche Honda-Pilotin Ana Carrasco. Komplett wurde das Spektakel der Honda-Klassik-Mannschaft mit dem Auftritt der legendären Sechszylinder-250er-Typ «RC166» aus den Händen des französischen Genie-Technikers und Tech3-Mitbegründers Guy Coulon.
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