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Maverick Vinales in der Sackgasse: Sportlich Letzter, verbal kämpferisch

Sportlich läuft für Maverick Vinales derzeit kaum etwas zusammen. Nach Platz 19 im Sprint sprach der KTM-Pilot über seine Probleme – und bekräftigte seinen Wunsch, mit dem Thema KTM abzuschließen.

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Für Maverick Vinales entwickelt sich die laufende MotoGP-Saison immer mehr zu einer Enttäuschung. Der Tech3-KTM-Pilot fand auch am Samstag auf dem Sachsenring kein Mittel gegen seine anhaltenden Probleme. Nach Startplatz 21 – lediglich LCR-Ersatzpilot Cal Crutchlow war im Qualifying langsamer – kam der Spanier im Sprint nur als 19. und Letzter ins Ziel. Selbst Crutchlow, der nach seiner langen MotoGP-Pause kurzfristig für den verletzten Johann Zarco eingesprungen war, überquerte die Ziellinie noch vor Vinales. Der Rückstand auf Sieger Marc Marquez betrug mehr als 31 Sekunden.

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Während Vinales zuletzt mit seinen öffentlichen Aussagen zur Zukunft bei KTM für Schlagzeilen sorgte, bleibt der sportliche Aufwärtstrend weiter aus. Der Spanier hatte behauptet, KTM habe ihm zunächst einen Vertrag angeboten und diesen später wieder zurückgezogen. Motorsportchef Pit Beirer widersprach dieser Darstellung jedoch deutlich und betonte zugleich, dass die Tür für Vinales weiterhin offenstehe. Der 31-Jährige zeigte sich davon auf dem Sachsenring jedoch unbeeindruckt.

Zweifel im Paddock: Ist Vinales tatsächlich fit genug?

Auch nach dem Sprint drehte sich zunächst alles um die Probleme auf der Strecke. Vinales sieht die Ursache eindeutig im mangelnden Vertrauen zur Front seiner KTM. «Ich kämpfe mehr mit dem Motorrad als körperlich. Wir müssen das verstehen und weiterarbeiten. Die Saison ist wegen eines Rennens noch nicht vorbei. Es ist wichtig, dem Team gutes Feedback zu geben», erklärte er.

Besonders mit neuen Reifen fehle ihm das nötige Gefühl für das Vorderrad. «Ich habe extrem wenig Grip an der Front. Vor allem mit neuen Reifen ist das Gefühl überhaupt nicht da. Das Motorrad lenkt nicht ein, ich komme immer weiter nach außen. Ich habe ständig das Gefühl, dass das Vorderrad einklappen könnte. So ist es wirklich schwierig zu fahren, weil ich keine Kurvengeschwindigkeit mitnehmen kann. Deshalb bin ich einfach sehr langsam.»

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Für den massiven Rückstand im Sprint macht Vinales Fahrfehler verantwortlich. «Ich bremste sehr spät, verpasste dadurch zwei oder drei Kurven und war einmal sogar kurz davor, von der Strecke abzukommen. Wir haben verschiedene Dinge ausprobiert, um das Motorrad zu verbessern, aber am Ende hatte ich immer das gleiche Untersteuern. Egal was ich versuche, ich bekomme das Motorrad nicht zum Einlenken.»

Interessanterweise sieht Vinales die Ursache nicht in seiner körperlichen Verfassung. «In den Kurven, in denen ich nur bremsen und wieder ans Gas gehen muss, bin ich auf dem Niveau der anderen. Das Problem entsteht dort, wo ich Kurvengeschwindigkeit mitnehmen muss. An diesen Stellen drückt es mich immer weiter nach außen und ich verliere enorm viel Zeit.»

Auffällig ist für Vinales außerdem, dass sich das Verhalten der KTM mit zunehmendem Grip auf der Strecke verschlechtert. «Mein Gefühl ist, dass das Motorrad umso schlechter funktioniert, je mehr Grip die Strecke bekommt. Wir versuchen zu verstehen, warum das so ist. Im Sprint hatte ich starkes Chattering und konnte das Motorrad kaum kontrollieren. Bergab fiel es mir extrem schwer, den Gasgriff voll geöffnet zu lassen.»

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Vinales bleibt stur: «Muss mit niemandem reden»

Abseits der Strecke bleibt das Verhältnis zu KTM angespannt. Nachdem Motorsportchef Pit Beirer erklärt hatte, mit Vinales sprechen zu wollen, um die jüngsten Missverständnisse auszuräumen, zeigte der Spanier wenig Interesse an einem klärenden Gespräch. «Nein. Ehrlich gesagt muss ich mit niemandem reden», sagte Vinales.

«Ich möchte dieses Kapitel einfach abschließen. Ich habe verstanden, dass ich aus der MotoGP raus bin. Jetzt möchte ich nach vorne schauen, nach der Sommerpause so stark wie möglich zurückkommen und die letzten Rennen genießen. Mein Ziel ist es, wieder mein altes Niveau zu erreichen. Dafür muss ich mit niemandem über irgendetwas sprechen», erklärte Vinales.

Diese Aussage dürfte die Spekulationen über seine Zukunft weiter anheizen. Sportlich allerdings braucht Vinales derzeit dringend Antworten, um sich für einen Platz zu empfehlen.

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Pos

Fahrer

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Team

Start Nr

Runden

Zeit

Bestzeit

Punkte

01

Marc Márquez

Marc Márquez

Ducati Lenovo Team

93

30

40:53,148

1:21,088

37

02

Ai Ogura

Ai Ogura

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

79

30

+1,996

1:21,184

26

03

Raúl Fernández

Raúl Fernández

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

SuperFile Trackhouse MotoGP Team

25

30

+5,104

1:21,219

21

04

Pedro Acosta

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

37

30

+7,684

1:21,153

15

05

Jorge Martin

Jorge Martin

Aprilia Racing

89

30

+11,372

1:21,227

15

06

Francesco Bagnaia

Francesco Bagnaia

Ducati Lenovo Team

63

30

+11,495

1:21,283

13

07

Fabio Quartararo

Fabio Quartararo

Monster Energy Yamaha MotoGP

20

30

+17,560

1:21,635

10

08

Luca Marini

Luca Marini

Honda HRC Castrol

10

30

+18,683

1:21,788

8

09

Enea Bastianini

Enea Bastianini

Red Bull KTM Factory Racing

23

30

+19,140

1:21,905

7

10

Brad Binder

Brad Binder

Red Bull KTM Factory Racing

33

30

+22,137

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