Alex Marquez (2.) zurück auf dem Podest: «Fahre im Sicherheitsmodus»
Als einzig verbliebener Gresini-MotoGP-Athlet fuhr Alex Marquez im Sachsenring-Sprint hinter Bruder und Weltmeister Marc auf Platz 2 ins Ziel. Sein volles Potenzial konnte er noch nicht entfalten.
Schon im Qualifying überzeugte Alex Marquez, dass er am Sachsenring wieder vorne mitmischen kann. Mit einer Zeit von 1:19,102 min wurde er Zweiter, nur sechs Hundertstel hinter Bruder und Grand-Prix-Ikone Marc, der erwartungsgemäß die Pole holte. Dahinter komplettierte Fabio Di Giannantonio die erste Startreihe. Die Top-3 des Qualifyings überquerten in derselben Reihenfolge die Ziellinie im Sprint über 15 Runden.
Im Sprint mit der erstmals leicht entzerrten Startaufstellung behauptete Alex seinen zweiten Startplatz über die volle Distanz. Zwar lag er die gesamte Renndistanz nur wenige Zehntel hinter seinem Bruder, zu einem ernsthaften Angriff kam es aber nie. Vor allem im letzten Sektor verschaffte sich Marc dank seiner starken Technik in Linkskurven immer wieder etwas Abstand, während Alex in den Rechtskurven näher heranrücken konnte. Zum Schluss musste er zudem den heranstürmenden Fabio Di Giannantonio im Blick behalten – ein finaler Angriff auf den Weltmeister aus der eigenen Familie blieb aus.
Nach dem Rennen sprach Alex Marquez über den letzten Sprint vor der Sommerpause: «Ich habe versucht, in jeder Runde und jeder Kurve mein Bestes zu geben. Ich wollte nur überleben, weil es ziemlich rutschig war.» Körperlich sei er noch nicht in der Lage, ein ganzes Rennen zu 100 Prozent zu pushen: «Ich muss noch etwas im Sicherheitsmodus bleiben und fahre nicht ganz richtig, weil ich noch etwas zu verkrampft bin.» Dennoch zog er ein positives Sprint-Fazit: «Es war ein gutes Rennen. Zweiter hinter Marc, ganz knapp dran, in der dritten Runde bin ich sogar etwas nähergekommen. Ich bin glücklich – das ist ein Ergebnis, das ich nach dem Sturz in Barcelona gebraucht habe.»
Der Podestplatz markiert den vorläufigen Schlusspunkt eines Martyriums der vergangenen Wochen: Beim Grand Prix von Katalonien war Alex Marquez schwer gestürzt, hatte sich einen Bruch des siebten Halswirbels sowie einen Schlüsselbeinbruch zugezogen und musste Mugello und Balaton Park auslassen. In Assen feierte er mit Platz 5 sein Comeback, war aber auch hier vorab einmal kräftig von der Ducati geflogen. Nach dem Zweiten Platz im Sprint liegt er in der WM weiter auf Rang 9 mit 87 Punkten.
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