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In einem unglaublich spannenden Duell in Lauf 1 des Superbike-Events in Donington konnte sich Iker Lecuona (Ducati) gegen Nicolo Bulega durchsetzen. Es war der erste WM-Sieg für den Spanier.
Im Qualifying der Superbike-Klasse in Donington holte WM-Leader Nicolo Bulega mit einem Rundenrekord die Pole-Position. Aruba.it-Teamkollege Iker Lecuona landete wieder einmal auf Rang 2. Barni-Ducati-Pilot Yari Montella fuhr die drittschnellste Zeit.
Die drei Ducati-Piloten, die auch in der WM-Tabelle auf den Positionen 1 bis 3 liegen, starteten somit in Lauf 1 in England am Samstag aus Reihe 1. Aus der zweiten Startreihe gingen Sam Lowes (Ducati), Xavi Vierge (Yamaha) und Lorenzo Baldassarri (Ducati) ins Rennen. Die dritte Startreihe bildeten Alex Lowes (Bimota), Axel Bassani (Bimota) und Thomas Bridewell (Ducati).
Wildcard-Fahrer Jonathan Rea (Honda) eroberte in der Superpole Startplatz 10. Die beiden BMW-Piloten Miguel Oliveira und Danilo Petrucci gingen von den Positionen 12 und 13 ins Rennen. Alvaro Bautista musste von Platz 15 starten.
In der Startaufstellung fehlen an diesem Wochenende zwei Ducati. Tarran Mackenzie hatte im FP2 am Freitag einen schweren Crash, wobei er sich schwere Verletzungen zuzog. Bei Alberto Surra wurde nach dem FP3 am Samstag eine leichte Schleimbeutelentzündung festgestellt. Der Italiener und Motocorsa-Teammanager Lorenzo Mauri einigten sich einvernehmlich darauf, den Rest des Rennwochenendes auszulassen, um unnötige Risiken zu vermeiden.
Bei Nicolo Bulega ging es in Lauf 1 in Donington darum, ob er seinen 26. Sieg in Folge holen könnte. Den besten Start erwischte Lecuona. Bulega und Montella reihten sich auf 2 und 3 ein. Wenige Kurven danach konnten die beiden Lowes-Brüder an Montella vorbeigehen. Bridewell ging an Vierge vorbei und war Sechster. Einen sensationellen Start erwischte Miguel Oliveira – der Portugiese preschte auf Rang 8 nach vor. Für Jonathan Rea ging es nach hinten auf Position 14.
In Runde 2 von 23 hatten die beiden Ducati-Werksfahrer bereits einen Vorsprung von über einer Sekunde herausgefahren. Bulega machte Jagd auf seine Teamkollegen, konnte vorbeigehen, doch Lecuona konterte umgehend.
In Runde 3 blieb der Vorsprung der beiden Aruba.it-Piloten konstant, Sam Lowes wiederum konnte eine kleine Lücke auf Bruder Alex herausfahren. Iker Lecuona fuhr die schnellste Rennrunde, die je mit einem Superbike in Donington gefahren wurde – er unterbot die alte Bestmarke von Toprak Razgatlioglu aus dem Jahr 2024.
Im fünften Umlauf lieferten sich Lecuona und Bulega einen harten Kampf um die Führung. Der Spanier wehrte sich gegen seinen starken Teamkollegen mit allem, was er hatte. Montella konnte sich in der Zwischenzeit auf Position 4 vorarbeiten. Oliveira fiel auf Platz 11 zurück. Gerloff (Kawasaki) konnte sich auf Position 10 verbessern.
In Runde 6 betrug der Vorsprung der beiden Spitzenreiter schon über zwei Sekunden. Lecuona lag immer noch in Führung – er wollte sich nicht schon wieder mit Platz 2 zufriedengeben. Doch Bulega machte Druck.
In der siebten Runde konnte sich Gerloff auf Platz 9 verbessern, indem er Xavi Vierge überholte. Montella ging an Sam Lowes vorbei und war Dritter. Mit der neuen Suter-Schwinge an seiner Panigale V4R hatte der Italiener ein gutes Gefühl.
In Runde 9 hatte Montella fast vier Sekunden Rückstand auf das Führungsduo.
Zu Beginn von Runde 11 betrug der Vorsprung von Lecuona und Bulega auf Montella bereits fast fünf Sekunden. Die beiden waren wieder einmal in einer eigenen Liga unterwegs.
Die Reihenfolge zur Hälfte des Rennens: Lecuona, Bulega, Montella, Sam Lowes, Thomas Bridewell, Alex Lowes, Lorenzo Baldassarri, Garrett Gerloff, Axel Bassani und Xavi Vierge. Oliveira lag auf Platz 11, Danilo Petrucci auf 13.
Bulega klebte seinem Teamkollegen am Hinterrad. Der Italiener blieb ruhig und wartete ab.
Acht Runden vor Schluss hatte das Führungsduo bereits fast sechs Sekunden Vorsprung auf Montella. Dieser wiederum hatte ein Polster von zwei Sekunden auf Sam Lowes herausgefahren.
Weiter hinten im Feld verteidigte Gerloff seinen achten Platz gegen Bimota-Pilot Axel Bassani. Vor ihnen kämpften Alex Lowes und Baldassarri um Position 6. Sam Lowes und Bridewell waren auf den Positionen 4 und 5 unterwegs.
Vier Runden vor Schluss konnte Baldassarri an Alex Lowes vorbeigehen. Der Abstand zwischen Lecuona und Bulega betrug nur eine Zehntelsekunde. Es deutete alles auf einen Showdown in den letzten Runden hin. Jonathan Rea steuerte mit seiner Honda die Box an – er gab auf.
In den letzten drei Runden wechselten Lecuona und Bulega ständig die Positionen. Lecuona warf alles in den Ring, das er hatte. Es war ein unglaublicher Kampf um den Sieg.
In der letzen Runde versuchte Buelga noch einmal alles, doch Lecuona überquerte die Ziellinie mit 0,165 sec Vorsprung auf seinen Teamkollegen. Auf Platz 3 landete Yari Montella. Sam Lowes, Bridewell, Baldassarri, Alex Lowes, Gerloff, Bassani und Vierge komplettierten die Top-10. Elfer wurde BMW-Pilot Miguel Oliveira. Alvaro Bautiste belegte Rang 14, Danilo Petrucci wurde 15.
Iker Lecuona gewann in Donington sein erstes WM-Rennen überhaupt. In der Moto2-WM wurde er einmal Zweiter und einmal Dritter. In der Superbike-WM erzielte er 2026 18-mal Platz 2 in Folge.
Lecuona beendete mit seinem Sieg auch die unglaubliche Serie von Nicolo Bulega. Zuvor hatte der WM-Leader 25 Siege in Folge erzielt.
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