MotoGP-Test in Barcelona: Bulega beeindruckte – auch Max Biaggi mischte mit
Superbike-WM-Leader Nicolo Bulega war beim privaten Test der MotoGP-Hersteller in Barcelona klar der Schnellste. Erstaunlich, wenn man sich die derzeitige Belastung des Ducati-Könners anschaut.
Während die Stammfahrer in der MotoGP nach dem Sachsenring-Wochenende in die Sommerferien abgetaucht sind, arbeiten die Testteams weiter an den Maschinen für die neue Ära ab 2027 mit von 1000 auf 850 ccm reduzierten Motoren, beschnittener Aerodynamik und ohne höhenverstellbares Fahrwerk. In den vergangenen Tagen übten mehrere Hersteller bei Privattests auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya in Montmelo.
Einzig Yamaha fehlte dieses Mal in Katalonien. Für die Honda Racing Corporation, zuständig für alle Werksauftritte des größten Motorradherstellers, arbeitete der Japaner Takaaki Nakagami, bei KTM saß Edeltester Dani Pedrosa im Sattel der neuen RC16. Der Spanier ließ sich auf seiner Hausstrecke eine persönliche Bestzeit von 1:39,99 min notieren und war damit schneller als Nakagami.
Ducati hinterließ den besten Eindruck
Den besten Eindruck hinterließ die Truppe von Ducati Corse, wo der
Bulega hatte die vergangenen Wochen einen vollgepackten Terminkalender: Vor den Rennen der Superbike-WM in Donington Park, die zeitgleich mit dem Sachsenring-GP stattfanden, war er am Donnerstag beim Goodwood Festival of Speed und am Wochenende davor bei der World Ducati Week. Neben regelmäßigen Tests mit der 850er-MotoGP-Ducati absolviert Bulega auch noch Superbike-Tests mit Michelin-Reifen.
Gegenüber SPEEDWEEK.com bestätigte der 26-Jährige, dass er etwas ausgelaugt ist: «In den vergangenen Wochen war ich mehr bei Events und beim Motorradfahren als zuhause. Okay, es gibt härtere Dinge im Leben als Motorräder zu fahren. Aber nach ein paar Tagen braucht der Körper etwas Entspannung, weil das ein sehr anstrengender Sport ist. Nach diesem Test möchte ich mir 15 oder 20 Tage abseits von Bikes gönnen.»
Max Biaggi fuhr über 100 Runden
Auch bei Aprilia gibt es noch keine Ferien: Das Werk aus Noale war in Barcelona mit Testpilot Lorenzo Savadori aktiv, er kam auf eine Zeit von 1:40,17 min. Aprilia-Ikone Max Biaggi, der zuletzt auch auf dem Sachsenring zu Besuch war, saß auf einer RSV4 in Stockausführung. Der 55-Jährige fuhr über beide Tage mehr als 100 Runden und ließ sich eine Bestzeit von 1:44 min notieren. Wichtig für Aprilia: Biaggi verfügt aus seinen Jahren in der Superbike-WM, 2010 und 2012 wurde er Weltmeister, über viel Erfahrung mit Pirelli-Reifen, die ab 2027 in der MotoGP zum Einsatz kommen.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach


