KTM-Pilot Pedro Acosta sprach nach dem MotoGP-Zeittraining auf dem Red Bull Ring darüber, wie sich ein lang erwartetes Update bei seiner RC16 anfühlt und weshalb er gerade in Spielberg gefordert ist.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Das MotoGP-Event in Spielberg ist traditionell ein Besonderes für KTM – schließlich handelt es sich um das Heimrennen der Marke und des Hauptsponsors Red Bull. Zudem tauchen auf der KTM-Tribüne tausende Fans die Ränge in Orange. Es ist eine besondere Konstellation – auch für die Piloten, wie Pedro Acosta: "Alle Hauptsponsoren sind vor Ort und ab Samstag kommen die Chefs dazu. Das sind meine Chefs, seit ich 14 Jahre alt bin, sie sind nur bei wenigen Rennen dabei. Das macht Druck!"
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Druck gibt es auch, weil die Mattighofener im ersten Rennen nach der Sommerpause ein umfangreiches Update-Paket für die RC16 geschnürt haben. Acosta hatte in der ersten Saisonhälfte bei zahlreichen Gelegenheiten Verbesserungen an seinem Arbeitsgerät eingefordert, nun hat KTM zum Red Bull Ring ein neues Aerodynamik-Paket mitgebracht. Zu viel Bedeutung will der Spanier den neuen Teilen jedoch noch nicht beimessen. Man dürfe nicht zu viel erwarten. Dennoch: "Wir haben mit dem Paket in mehreren Bereichen einen großen Schritt nach vorne gemacht, in denen wir uns verbessern mussten, vor allem beim Einlenken." Die Agilität in Kurven sei seit jeher eine Schwäche von KTM im Straßenrennsport – vom Moto3- bis zum MotoGP-Motorrad. Bei diesem Problem merkliche Verbesserungen zu erzielen, sei außerordentlich wichtig: "Wir haben einen sehr guten Motor, sind stark in den Bremszonen und die Traktion aus den Kurven heraus ist mehr als ordentlich. Aber unser Motorrad ist in der Vergangenheit zu rabiat mit dem Hinterreifen umgegangen, weil wir in Kurven die Schwächen am Vorderrad mit dem Hinterreifen ausgleichen mussten. Jetzt können wir einen viel flüssigeren Fahrstil anwenden und müssen das Motorrad nicht so stark in die Kurve hineindrücken." Das Ergebnis sei ein geringerer Reifenverschleiß und für die Piloten ein leichter vorhersehbareres Fahrverhalten. Eine Verbesserung, die der Fahrer mit der Nummer 37 auch der Arbeitsmoral in der Motorsportabteilung von KTM in Munderfing zuschreibt: "Harte Arbeit zahlt sich aus. Und die Mannschaft hat im Sommer hart gearbeitet, um ein gutes Paket auf die Räder zu stellen. Ich habe seit Aragon nach dem Update gefragt, aber es brauchte Zeit, bis es fertiggestellt war." Ob die Verbesserungen an der RC16 schon ausreichen würden, um die KTM-Piloten auf dem Red Bull Ring, und in der Folge dauerhaft, zu MotoGP-Primus Ducati aufschließen zu lassen? Immerhin war Pedro Acosta am Ende des Zeittrainings am Freitag auf Rang 2 zu finden und führte die Session eine Weile lang an. Aber: "Zuerst müssen wir am Samstag ein erfolgreiches Qualifikationstraining schaffen. Erst dann sehen wir, welche Ziele wir uns für das Sprint- und das Sonntagsrennen setzen können. Ducati wacht in der Regel erst in den Samstagssessions richtig auf. Aber im Zeittraining waren wir in der Lage, Marc Marquez zu folgen. Noch vor zwei Rennwochenenden wäre das nicht möglich gewesen. Wir machen Fortschritte!"
Mit einem erfolgreichen Rennwochenende und Glück könnte der 21-Jährige in der WM-Tabelle zu den VR46-Piloten aufschließen. Auf Franco Morbidelli fehlen Acosta 15 Punkte, auf dessen Teamkollege Fabio Di Giannantonio, Fünfter der WM-Wertung, hat der Spanier 18 Zähler Rückstand.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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