Pit Beirer nach Acosta-Debakel bitter enttäuscht: «Das schmerzte sehr»
Etliche Asse erlebten im Catalunya-GP derbe Niederlagen. Sportlich traf es Pedro Acosta am härtesten. Der schnellste MotoGP-Pilot ging schuldlos leer aus. Auch Sportchef Pit Beirer war angeschlagen.
Der Catalunya-GP hat seine Spuren hinterlassen. Auch 48 Stunden nach dem sechsten GP-Rennen 2026 ist der Gesprächsbedarf hoch. An oberster Stelle rangieren weiter die Unfälle von Alex Marquez und Johann Zarco. Auch wenn beide Topfahrer ohne schlimmste Verletzungen davonkamen, die Abflüge am Sonntag gingen an die Substanz. Dazu lieferte die Ergebniskorrektur nach einer weiteren dauerhaft umstrittenen Anwendung der Regel zum Reifenluftdruck reichlich Kraftausdrücke.
Auf dem Nullpunkt war auch die Stimmung in den Boxen der beiden KTM-Mannschaften. Statt den lang ersehnten GP-Sieg mit Pedro Acosta zu feiern, Enttäuschung pur – während die zerknüllte RC16 des jungen Spaniers vor der Garage abgeladen wurde. In der letzten Kurve war Acosta unverschuldet zu Fall gekommen, nachdem es Aprilia-Pilot Ai Ogura in der Hoffnung, dem auf verbrauchten Reifenmaterial rutschenden Acosta noch eine Position zu entreißen, übertrieben und die Nummer 37 weit geschickt hatte.
Statt wertvollen 13 Punkten für Rang 4 gab es genau null Belohnung zum Abschluss eines außergewöhnlichen Rennwochenendes. Acosta hat den Freitag beherrscht und auch am Samstag ruhig und kontrolliert weitergearbeitet. Nach seiner zweiten Pole-Position herrschte zurecht größte Zuversicht. Die war auch noch vorhanden, nachdem es beim Spint-Event «nur» zum zweiten Platz gereicht hatte.
KTM-Rennsportchef Pit Beirer vor dem Großen Preis: «Ich denke, wir können jetzt wirklich angreifen. Ich würde sagen, das Ziel ist jetzt schon recht eindeutig. Wenn die Chance da ist, dann müssen wir sie schon am Schopf packen.»
Pedro Acosta griff zu und lag wie schon im Sprint auch zur MotoGP-Prime-Time in Führung. Dann streikte die Technik. Als die RC16 in Runde 11 abschaltete, war der Gala-Auftritt zu Ende.
Racing-Boss Pit Beirer musste lange tief durchatmen und sagte schließlich niedergeschlagen: «Das muss man erst einmal hinbekommen – ein MotoGP-Wochenende nahezu zu dominieren und dann am Ende mit leeren Händen dazustehen. Das schmerzt wirklich sehr. Nicht nur bei mir. Hier steckt so viel drin, in jeder Hinsicht. In Barcelona war uns insgesamt ein weiterer Schritt gelungen, den Pedro mit einem perfekten Job umsetzen konnte. Aber – selbst dann lässt sich ein Sieg nicht planen. Wir werden weiter und noch härter dafür arbeiten.»
Trotz der schweren Niederschläge – auch Enea Bastianini sah die Flagge in Barcelona nach einem Technik-Problem nicht – gab es neben dem beeindruckenden Speed von Acosta auch frohe Botschaften. Gemeinsam mit KTM-CEO Gottfried Neumeister und dem Management des Tech3-Teams, vertreten durch Eigner Günther Steiner und Teammanager Nico Goyon, wurde am Samstag die weitere
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