Pit Beirer zu Jonas Folger: «Seine Augen leuchteten»
KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer sprach im Rahmen der Red Bull-KTM-Teampräsentation auch über die Rolle von Jonas Folger, der den Shakedown-Test in Sepang bestreiten wird.
Seit 26. Januar laufen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya die Formel-1-Wintertests. Fans auf den Tribünen? Pustekuchen. Medien entlang der Bahn? Unerwünscht. Die Formel 1 spielt Verstecken. Wieso?
Weiterlesen
Werbung
KTM-Teammanager Francesco Guidotti hatte im Rahmen der Präsentation des Red Bull-KTM-Teams verraten, dass Jonas Folger den Shakedown-Test bestreiten wird, der ab dem 5. Februar in Sepang über die Bühne gehen wird. Auch Renneinsätze seien für den 29-jährigen Deutschen, der bereits im November 2022 drei Tage lang mit dem österreichischen Hersteller getestet hat, möglich, erklärte der Italiener ausserdem.
Werbung
Werbung
Natürlich wurde auch Pit Beirer auf die Rolle von Folger angesprochen, und der Motorsport-Direktor von KTM erklärte: "Wir können gar nicht gut genug aufgestellt sein im Testteam und natürlich müssen wir auch auf die Geburtsdaten unserer Testfahrer schauen. Jonas ist für uns einfach eine supercoole Geschichte. Das letzte Mal, als er bei uns war, hat er gesagt, dass er von Zuhause nur 35 oder 40 Minuten gefahren ist, um ins Werk zu kommen." "Er ist auf jeden Fall ein MotoGP-Spezialist, und er war schon mal sehr schnell unterwegs. Jetzt schauen wir mal, was er zu unserem Projekt beitragen kann. Er ist in erster Linie ein pfeilschneller Testpilot, kaum stieg er aufs Bike, war er ganz schnell bei der Musik mit ordentlichen Rundenzeiten. Und er hat auch gute Aussagen gemacht. Nun freuen wir uns auf die Zusammenarbeit, die in Sepang losgeht", fügte der 50-jährige Deutsche an.
Und auf die Frage eines möglichen Wildcard-Einsatz von Folger auf dem Sachsenring, auf dem er 2017 den zweiten Platz hinter Marc Márquez belegte, antwortete Beirer: "Alles ist möglich, aber wir wollten auch mit Jonas sehr vorsichtig sein. Er hat ja einmal aufgehört MotoGP zu fahren, weil ihm der Druck der Rennen vielleicht auch ein bisschen zu gross war. Und es ist eigentlich das gleiche Thema wie mit Dani (Pedrosa) oder Mika (Kallio), wir haben ihn nicht engagiert, um in erster Linie Wildcard-Rennen zu fahren. Die ganze andere Testarbeit ist viel wichtiger."
Seit 26. Januar laufen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya die Formel-1-Wintertests. Fans auf den Tribünen? Pustekuchen. Medien entlang der Bahn? Unerwünscht. Die Formel 1 spielt Verstecken. Wieso?
Weiterlesen
"Wenn er sich wohl fühlt, und Rennen fahren möchte, dann gilt das Gleiche, wie mit Dani, dann sind wir superhappy. Der Deutschland-GP wäre extrem cool fürs Marketing, aber wir müssen schauen, dass wir Wildcard-Einsätze auf jenen Strecken fahren, die bei der Entwicklung des Bikes was bringen. Der Sachsenring ist so speziell, ich weiss nicht, ob es dann wirklich Sinn macht, die Wildcard dort zu verbrauchen, ob etwa Misano mehr Sinn macht. Aber wie gesagt: So weit sind wir definitiv noch nicht. Wir haben ihn gefragt, und seine Augen leuchteten beim Thema Wildcard – er war schon mehr bereit, als wir es erwartet haben", offenbarte Beirer ausserdem.
An den starken MotoGP-Auftritt von Folger auf dem Sachsenring kann sich Beirer noch gut erinnern, wie er betont: "Natürlich, ich war ja dort. Den Marc so zu hetzen, dass er alles geben muss, um zu siegen – das war ein tolles Rennen und wenn man sich was wünschen könnte, dann wäre es sicherlich ein deutscher Fahrer auf einer KTM in dieser Position." MotoGP-WM-Endstand (nach 20 Rennen):
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.