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Ergonomie kritisch: Toprak Razgatlioglu zu groß für die MotoGP-Yamaha?

Mit 1,85 Metern ist Toprak Razgatlioglu der größte Fahrer im Feld. Yamaha entwickelte spezielle Lösungen, die bisher nicht richtig funktionieren. Noch hat der Rookie kein gutes Gefühl für die Front.

Im Artikel erwähnt

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Die Umstellung vom Superbike zur MotoGP-Yamaha bereitet Toprak Razgatlioglu weiterhin einige Schwierigkeiten. Beim Auftakt des regulären Sepang-Tests reihte sich der Rookie mit 1,869 Sekunden Rückstand auf der 20. Position ein und wirkte etwas ernüchtert. Probleme bereiten die Ergonomie sowie das Gefühl für die Front der Yamaha M1.

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Mit 1,85 Metern ist Razgatlioglu der größte Fahrer im Feld. Das spitzte die Situation in Sachen Ergonomie zu. Razgatlioglus Yamaha wirkt deutlich gestreckter und höher als die anderen Yamahas. Um ihn möglichst tief im Motorrad zu positionieren, entwickelte Yamaha eine niedrige Sitzeinheit ohne Aero-Elemente. Mit Flügeln lässt sich ein niedriger Sitz nicht realisieren, weil dann das Reglement nicht mehr eingehalten wird. Doch ohne die Flügel auf dem Höcker ist Razgatlioglu nicht schnell genug.

«Am Ende nutzte ich den hohen Sitz, die ältere Version mit der Aero. Damit hatte ich ein besseres Gefühl. Es war damit einfacher, das Motorrad zu verzögern. Ich konnte das Heck besser kontrollieren. Auch in einigen Kurven war es unter Last besser. Morgen werde ich wohl von Beginn an mit dem alten Heck loslegen. Die Flügel sind sehr wichtig», hat Razgatlioglu gelernt.

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Der vergleichsweise hohe Lenker ermöglichte ebenfalls keinen Durchbruch. «Bei den Lenkerstummeln bin ich mir noch nicht sicher. Mit den neuen Lenkerstummeln bin ich soweit zufrieden, doch in einigen Kurven ist es damit in Schräglage schwierig, weil sie zu hoch sind», grübelte der Türke.

Am Limit: Kein weiterer Spielraum beim Sitz

Bereits in der Superbike-WM bevorzugte Razgatlioglu sehr tiefe Sitze. Das führte im Rahmen des Rennwochenendes in Donington vor eineinhalb Jahren zu einer Kontroverse, als Ducati gegen den damaligen BMW-Sitz protestierte. «Für mich ist ein möglichst tiefer Sitz sehr wichtig. Das Gefühl ist sehr wichtig», betonte Razgatlioglu, der sich gleichzeitig bewusst ist, dass es nicht mehr Spielraum gibt: «Wir können den Sitz wegen dem Tank nicht noch niedriger machen.»

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Neben der Ergonomie hat Razgatlioglu auch in Sachen Fahrstil noch Herausforderungen vor sich. «Ich habe heute einige kleine Dinge gelernt. Es fällt mir nach wie vor schwer, hohe Kurvengeschwindigkeiten zu fahren. Ich versuche, meinen Fahrstil zu ändern. Das ist nicht einfach, doch ich muss es machen. In einigen Kurven muss man wie in der Moto2 fahren. Das fällt mir nicht leicht, es ist sehr schwierig», gestand der türkische Ausnahmekönner.

Schrecksekunde am ersten Tag des Sepang-Tests

Das Limit der Front kündigt sich in der MotoGP nicht so gut an wie in der Superbike-WM. Die harten Fahrgestelle und die härtere Reifenkonstruktion erschwert das Feedback. «Das Heck spüre ich sehr gut. Doch am Morgen rutschte mir in Kurve 5 das Vorderrad weg. Ich verwendete den Medium-Reifen.»

«Ich zog eine schöne schwarze Linie, die richtig lang war. Ich drückte mich sehr hart mit dem Knie ab, um das Motorrad aufzurichten. Bei einem Sturz hätte ich das Motorrad komplett zerstört. Ich hatte also Glück. Kurve 5 ist ein bisschen gefährlich», beschrieb Razgatlioglu eine Schrecksekunde.

Zeiten MotoGP Sepang-Test, Tag 1:

Pos.

Fahrer

Hersteller

Zeiten

1.

Marc Marquez (E)

Ducati

1:57,018 min

2.

Fabio Di Giannantonio (I)

Ducati

+0,256 sec

3.

Maverick Vinales (E)

KTM

+0,277

4.

Alex Marquez (E)

Ducati

+0,469

5.

Marco Bezzecchi (I)

Aprilia

+0,506

6.

Luca Marini (I)

Honda

+0,551

7.

Joan Mir (E)

Honda

+0,675

8.

Francesco Bagnaia (I)

Ducati

+0,702

9.

Fabio Quartararo (F)

Yamaha

+0,851

10.

Franco Morbidelli (I)

Ducati

+1,050

11.

Johann Zarco (F)

Honda

+1,122

12.

Enea Bastianini (I)

KTM

+1,143

13.

Brad Binder (ZA)

KTM

+1,176

14.

Jack Miller (AUS)

Yamaha

+1,234

15.

Pedro Acosta (E)

KTM

+1,295

16.

Alex Rins (E)

Yamaha

+1,302

17.

Ai Ogura (J)

Aprilia

+1,595

18.

Raul Fernandez (E)

Aprilia

+1,641

19.

Diogo Moreira (BR)

Honda

+1,664

20.

Toprak Razgatlioglu (TR)

Yamaha

+1,869

21.

Lorenzo Savadori (I)

Aprilia

+1,890

22.

Andrea Dovizioso (I)

Yamaha

+3,663

23.

Augusto Fernandez (E)

Yamaha

+4,036

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