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Das schlechte Wetter bei den Wintertests der Superbike-WM bremst Ducatis Entwicklungsarbeit: Marco Zambenedetti gesteht, dass es mit der neuen Panigale V4R noch zu wenige Erfahrungswerte gibt.
Regen beim Jerez-Test und Regen beim Portimao-Test: Die Vorbereitungen für die Superbike-WM 2026 fielen buchstäblich ins Wasser. Besonders für Ducati ist das keine gute Nachricht, denn als einziger Hersteller bringen die Italiener ein grundlegend neues Motorrad an den Start. Wir haben uns exklusiv mit Technikkoordinator Marco Zambenedetti unterhalten, wo Ducati bei der neuen Panigale V4R steht.
«Ich würde sagen, dass das Bike noch ziemlich neu ist und wir bei weniger als 80 Prozent stehen, was das Wissen und das Verständnis dieses Bikes betrifft – sowohl beim Basis-Setup als auch generell bei der, sagen wir, Dynamik des Motorrads», erklärte Zambenedetti im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.
«Leider hatten wir bei den Tests kein gutes Wetter. Deshalb ist es sehr schwierig, unter diesen Bedingungen einige Bereiche des Bikes zu verstehen und zu verbessern. Wir hoffen daher, dass die Testtage in Australien sehr positiv sein werden und dass wir so viele Informationen wie möglich sammeln können», schaute Zambenedetti auf den finalen Test auf Phillip Island vor dem Saisonstart.
Besorgt ist man in Borgo Panigale nicht, auch wenn die Testrunden auf trockener Strecke sehr überschaubar waren. «Wir haben alles unter Kontrolle, es gibt keinen Grund zur Panik. Australien ist für uns normalerweise eine gute Strecke, aber wir müssen auf jeden Fall noch viele weitere Kilometer fahren, um das Verhalten dieses Bikes wirklich zu verstehen und die richtige Balance und so weiter zu finden», verriet der Ducati-Ingenieur.
Und wo steht die 2026er-Maschine im direkten Vergleich zum sehr konkurrenzfähigen 2025er-Modell? «In einigen Bereichen sehen wir sehr großes Potenzial, in anderen Bereichen gibt es, sagen wir, ein paar leichte Schwächen. Aber es ist viel zu früh, um das korrekt zu beurteilen», so Zambenedetti.
«Wir haben noch nicht genügend Erfahrung mit Werksfahrern, also schnellen Fahrern, die wirklich ans Limit gehen und versuchen können, das gesamte Potenzial des Bikes herauszuholen. Außerdem hatten wir nicht genug Kilometer unter trockenen Bedingungen», wiederholte Zambenedetti.
Die auffälligste Änderung an der neuen Ducati ist die Zweiarmschwinge. Das Bauteil erinnert stark an die Schwinge, die Ducati bei der V21L, dem MotoE-Prototyp, verwendete. Sind die gesammelten Erfahrungen mit dem Elektrobike eine Hilfe?
«Wir verwenden tatsächlich eine ähnliche Technologie, nämlich eine spezielle Guss-Technologie, die wir in der MotoE entwickelt haben, die wir aber auch in der Serienproduktion einsetzen. Außerdem behalten wir sozusagen ein familiäres Design bei, weil die Entwicklung der OEM-Schwinge ebenfalls von Ducati Corse begleitet wurde. Daher haben wir dieses vertraute Design, und im Moment sind wir damit ziemlich zufrieden», kommentierte Zambenedetti bezüglich der neuen Schwinge des Superbikes.
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