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MotoGPKolumne
Red Bull Ring: Die Lehren für den MotoGP-Event 2026
Obwohl das MotoGP-Spektakel auf dem Red Bull Ring in Spielberg gewohnt unterhaltsam, hochklassig und in vielen Bereichen einmalig war, fiel der Zuschauerzuspruch geringer aus als erhofft.
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Auf dem Red Bull Ring war viel los – aber deutlich weniger als in den VorjahrenAuf dem Red Bull Ring war viel los – aber deutlich weniger als in den VorjahrenFoto: Gerhard Schiel
Auf dem Red Bull Ring war viel los – aber deutlich weniger als in den Vorjahren© Gerhard Schiel
MotoGP-Promoter Dorna kommuniziert grundsätzlich die kumulierte Zuschauerzahl über das Wochenende, zählt also die Besucher vom Freitag, Samstag und Sonntag zusammen. Nach Spielberg kamen dieses Jahr vergleichsweise magere 117.560 Fans. Im Rekordjahr 2016, bei der MotoGP-Premiere, waren es 215.850 und seither (mit der Ausnahme der Geisterrennen in der Covid-Saison 2020) immer über 150.000.
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In einem Punkt sind sich alle Besucher einig: An der Qualität der Veranstaltung liegt das geschwundene Interesse dieses Jahr nicht, nirgendwo sonst wird dem Fan so viel geboten. Neben spektakulärer Action auf der Rennstrecke, einer atemraubenden Flugshow, Motocross-Freestyle-Artisten und vielem mehr, gab es am Samstagabend Livekonzerte von Coverbands von Bryan Adams, Kiss und Falco. Beim "Hero Walk am Styrian Green Carpet" kamen die Fans ihren Idolen so nahe wie sonst nie. Zahlreiche prominente Gäste mischten sich unter die MotoGP-Gemeinde, unter ihnen Skisprungidol Thomas Morgenstern, Dakar-Sieger Matthias Walkner und Eisspeedway-Gigant Franky Zorn. Bei der Legenden-Parade am Sonntagmittag gab es nicht nur bewundernswerte Motorräder aus der Vergangenheit zu sehen – wie Casey Stoner, Andrea Dovizioso, Loris Capirossi, Luca Cadalora, Tom Lüthi, Giacomo Agostini und weitere am Gasgriff drehten, ließ die Herzen zusätzlich höherschlagen.
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Die Analyse, weshalb der Zuschauerzuspruch nicht wie erhofft ausfiel, läuft auf Hochtouren – die Gründe sind vielfältig. Deutschland und Österreich stecken seit 2023 in der Rezession, die Wirtschaftsleistung schrumpft. Hinzu kommt die Inflation, also steigende Preise. Diese beiden Faktoren allein reichen aber nicht als Erklärung für den Zuschauerrückgang, denn auf dem Sachsenring und in Brünn gab es eine prächtige Kulisse.
Insgesamt ist die MotoGP ein kostspieliges Erlebnis: Ein Platz auf der überdachten Tribüne auf der Start-Ziel-Geraden kostete in der Steiermark für die drei Tage 265 Euro. Zum Beispiel in Portimao ist ein solches Ticket für 195 Euro zu haben, also 26 Prozent günstiger. 25 bis 30 Prozent günstiger sind die Tickets auch auf dem Sachsenring, aber nicht in Brünn oder Balaton.
Der Campingplatz Rot, eine Wiese mit Strom, sauberen Sanitäranlagen und Security, kostete für einen Maxiplatz mit dem Wohnmobil für zwei Erwachsene und vier Nächte 450 Euro. Zusammen mit den Tribünenkarten sind die ersten 1000 Euro weg, für viele Menschen ein Haufen Geld. Ein Indikator für die Preise ist für viele Fans, was ein Bier kostet. Erstaunlich: Auf dem Red Bull Ring wurde der Preis für den halben Liter von 2024 auf 2025 um einen Euro auf 6,50 Euro gesenkt. Am Balaton Park Circuit in Ungarn kostet das Bier 5,50 Euro, in einem Land mit einer gänzlich anderen Einkommens- und Kostenstruktur.
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Auf was der Veranstalter keinen Einfluss hat, sind die Essens- und Getränkepreise außerhalb des Areals, etwa auf den Campingplätzen. Was die Stell- und Parkplätze kosten, legen die jeweiligen Vermieter fest. Gleiches gilt für die Preise in den externen Partyzelten. Stark spürbar für den Red Bull Ring waren die wirtschaftlichen Schwierigkeiten von Hersteller KTM. Dieser hatte in der Vergangenheit eine komplette Tribüne gemietet mit über 10.000 Plätzen, dieses Jahr blieb diese leer. Allein durch diesen Umstand schrumpfte die Gesamtbilanz um über 30.000 Besucher. Es hilft auch nicht, dass wir keinen Österreicher oder Deutschen in einer der vier WM-Klassen haben, während die Veranstalter in anderen Ländern auf starke Lokalmatadore bauen können. Und die immer ausgefeiltere Aerodynamik sowie Fahrhilfen wie das höhenverstellbare Fahrwerk sorgen dafür, dass Überholmanöver immer schwieriger werden und die Rennen dadurch an Spannung verlieren. Eine Katastrophe für den Red Bull Ring war, dass Promoter Dorna das GP-Comeback von Brünn – für die Teams logistisch sinnvoll – im Kalender direkt davor und die MotoGP-Premiere in Ungarn direkt danach platzierte. Beide Rennstrecken sind für Fans aus Österreich leicht erreichbar und auch bei deutschen Besuchern beliebt – das Umfeld dort ist kostengünstiger.
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Im MotoGP-Kalender 2026 wird den Wünschen des Red Bull Rings Rechnung getragen, der Event wurde neu im September (18.–20.) positioniert. Damit wird ein größerer zeitlicher Abstand zu Balaton (5.–7. Juni) und Brünn (19.–21. Juni) geschaffen. Dann fällt der Österreich-GP auch nicht mehr mitten in die Urlaubszeit, was sicher auch Zuschauer gekostet hat. Der Vorverkauf auf dem Red Bull Ring für die MotoGP 2026 läuft bereits, zum ersten Mal seit 2016 gibt es keine Preiserhöhung.
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