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Startplatz 3: Bringt Aprilia die Power auf den Boden?
Drei Tage vor dem Start der MotoGP-Saison blicken wir in die erste Startreihe der Hersteller. Aprilia Racing hat hart an der RS-GP gearbeitet – und geht doch geschwächt und ohne Weltmeister ins erste Match des Jahres.
MotoGP
Im Artikel erwähnt



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Der frisch gekrönte Weltmeister Jorge Martin hatte seinen Titelgewinn in Barcelona noch nicht final realisiert, da saß Martin erstmals auf seinem neuen Arbeitsgerät aus Noale. Mit ihm in der Box des Aprilia-Werksteams feierte Marco Bezzecchi ebenfalls sein Debüt auf der Aprilia RS-GP. Beide Spitzenfahrer kannten bislang nur die Ducati-Konstruktion und waren doch sofort begeistert von der sensationellen Rückmeldung der Frontpartie ihres neuen Bikes.
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Trotz eines harmlosen Ausrutschers für Martin wurde der Erstkontakt in Catalunya von beiden Seiten als positiv abgehakt. Der Speed, der in erster Instanz von Lorenzo Savadori entwickelten 2025er-Spezifikation, ließ sich nur erahnen. Mitte Januar entlud sich die geballte Positiv-Energie des Teams aus Noale dann in einer glaubwürdigen Teamvorstellung. Allen Beteiligten war spätestens jetzt klar, dass Aprilia mit mehr als nur frischem Wind agiert. Für das von Massimo Rivola verantwortete Projekt geht es um nichts anderes als um die Spitze des Sports. Kurzfristig soll KTM vom zweiten Platz unter den Herstellern verdrängt werden, mittelfristig steht der Konkurrent aus Bologna im Fokus. So mitreißend die Dynamik bei Aprilia, so dramatisch die weiteren Geschehnisse, in deren Zentrum Weltmeister Jorge Martin die tragische Hauptrolle eingenommen hat. Mit dem ersten Testtag in Sepang wurde das fulminante Projekt in zwei Stücke gerissen. Während Marco Bezzecchi ohne Schwierigkeiten in den Testfluss kam und sich mit jeder Runde besser mit der RS-GP verstand, war ausgerechnet für den per Definition aktuell besten MotoGP-Piloten nach nicht einmal fünf Runden Schluss.
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Die Geschichte ist bekannt – und sie wird auch noch in vielen Jahren wieder erzählt werden: In seiner ersten freien Runde flog die Startnummer 1 von der Aprilia, rappelte sich wieder auf, um nach einem kurzen Check in der Box das Spiel mit dem gleichen Bike und auf dem identischen Reifensatz zu wiederholen. Nur mit dem Unterschied, dass die Rückfahrt nach dem zweiten Crash in vier Runden mit vier frischen Brüchen im Krankenwagen erfolgte.
Um die Katastrophe für sich und Aprilia komplett zu machen, wies sich der Spanier unmittelbar vor dem geplanten Comeback – am gestrigen Montag – erneut in die chirurgische Notfallambulanz ein. Das Verletzungsfiasko des Weltmeisters überschattet die andere, positive Seite des Aprilia-Projekts.
Denn Marco Bezzecchi ließ sich von seiner Rolle als Solist nicht verunsichern. Im Gegenteil: "Bezz" steigerte sich in Sepang bis auf Position 8. Noch runder lief es beim Abschlusstest in Buriram. An beiden Testtagen brillierte der Italiener mit konstantem und auch maximalem Biss. Als die Sonne in Thailand unterging, stand Bezzecchi auf Platz 3, vor Pedro Acosta (KTM) und Pecco Bagnaia (Ducati). Heruntergebrochen auf die reine Konkurrenzfähigkeit bestätigte Aprilia damit die Ambitionen, 2025 als zweitstärkste Kraft aufzutreten. Gestützt wird die gute Ausgangslage auch von einer scheinbar sehr gut funktionierenden Dreiecksverbindung mit dem neuen Technik-Chef Fabiano Sterlacchini, dem sehr erfahrenen Teammanager Paolo Bonora und dem umsichtigen Strategen Massimo Rivola. Neuankömmling Sterlacchini, der als großer Analytiker gilt, scheint verstanden zu haben, wie sich das Potenzial der Aprilia-Konstruktion am besten auf der Strecke umsetzen lässt.
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Doch – der vielversprechende Ansatz hängt derzeit an nur einem Piloten, Bezzecchi. Denn neben dem Vollausfall des Champions Martin leidet Aprilia auch unter einer suboptimalen Situation bei Trackhouse Racing. Dort spiegelte sich das Piloten-Schicksal, wenn auch in weniger extremem Ausmaß. Während Rookie Ai Ogura eine sehr vielversprechende Eingewöhnung zeigte, blieb der erfahrenere Raul Fernandez in Sepang ebenfalls nicht von einer Verletzung verschont. Den Thailand-Test konnte der Spanier mit einer frisch operierten Hand bestreiten. Dass Fernandez bei der finalen Zeitenjagd als 13. auch langsamer als der Rookie aus Japan war, verdeutlichte seine noch eingeschränkte Schlagkraft. Das Fazit aus Aprilia-Sicht vor dem Startschuss in Buriram: Man besitzt die womöglich besten Bausteine aus Fahrern und Technik seit dem Start des MotoGP-Engagements. Der perfekte Zusammenbau über den Winter gelang aber nur zu maximal 50 Prozent. Den Lichtblicken Bezzecchi und Ogura stehen die düsteren Seiten mit Martin und Fernandez gegenüber. Bei Aprilia wird viel davon abhängen, wann alle vier Piloten in bester Verfassung auf Angriff fahren können.
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Aprilia Racing
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2
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Aprilia Racing
45
3
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Red Bull KTM Factory Racing
42
4
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Pertamina Enduro VR46 Racing Team
37
5
Marc Márquez
Ducati Lenovo Team
34
6
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Trackhouse MotoGP Team
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Trackhouse MotoGP Team
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