Stefan Bradl (Repsol Honda): Sturz ohne Vorwarnung
Ein Top-Ten-Resultat beim Austin-Grand Prix war für Marc Márquez-Vertreter Stefan Bradl in greifbarer Nähe. Doch dann rutschte er ohne jede Vorwarnung übers Vorderrad aus.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Stefan Bradl startete vom wenig aussichtsreichen 21. Platz, doch die Perspektiven für den Bayern wurden besser, je mehr seiner Konkurrenten im Kiesbett landeten. Schon in der ersten Runde erwischte es Jorge Martín, Aleix Espargaró und Alex Márquez, Bradl war damit schon 17. Im weiteren Rennverlauf gingen Jack Miller, Raul Fernández, Francesco Bagnaia, Takaaki Nakagami und Bradl-Teamkollege Joan Mir zu Boden, entsprechend wurde Bradl nach vorn gespült und lag an 11. Stelle, als es ihn zwei Runden vor Schluss selbst mit einem Ausrutscher übers Vorderrad erwischte.
"Ein Sturz in der vorletzten Runde ist für mich schwer zu akzeptieren vor allem, weil ich mir keines Fehlers bewusst bin", grübelte der 33-Jährige, der zu diesem Zeitpunkt des Rennens sichere Punkte für sein Repsol-Honda-Team eingefahren hätte und tatsächlich keinerlei Grund hatte, irgendein Risiko einzugehen. "Es war ein harmloser Crash in Turn 13, ein Ausrutscher, bei dem ich mich nicht verletzt habe. Wir haben die Daten am Computer angeschaut, doch auch da war nicht ersichtlich, warum das Vorderrad weggerutscht ist. Ich war auf der gleichen Linie wie auf allen Runden zuvor und fuhr nicht schneller", so der erfahrene Honda-Testpilot. "Deshalb ist der Sturz für mich so unverständlich. Es ist wirklich schade, ich war gut unterwegs, fuhr ohne Probleme auf dem elften Platz, sogar ein Top-Ten-Resultat war in Reichweite, wenn ich das Rennen einfach nur zu Ende gebracht hätte."
Das Rätselraten war groß, auch weil sich am Reifenbild kein übermäßiger Verschleiß zeigte. "Am Samstag haben wir noch eine kleine Änderung am Set-up gemacht, die sich positiv ausgewirkt hat, auch sie war kein Grund für den Sturz. Ich war gut auf der Bremse, konnte mit Fabio Di Giannantonio und Augusto Fernández mithalten. Natürlich war mein Plan, das Rennen zu Ende zu bringen. Es wäre schön gewesen. Doch das Leben geht weiter..."
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Bradl fiel auf, dass viele seiner Kollegen ebenfalls relativ unauffällig, ohne spektakuläre Rodeoritte, von der Bildfläche verschwanden. "Und genau das ist so merkwürdig und macht auch mich ein bisschen wütend. Im FP2 am Freitag bin ich ebenfalls gestürzt, doch ich drückte aufs Tempo, ich war am Pushen – in einem solchen Moment ist ein Sturz nachvollziehbar. Doch für diesen Sturz im Rennen gibt es keine entsprechende Erklärung. Um herauszufinden, was da passiert ist, müssen wir uns in eine gründliche Analyse vertiefen!"
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Ergebnisse MotoGP Austin/USA (16.4.):
1. Alex Rins (E), Honda, 2. Luca Marini (I), Ducati, +3,498 sec 3. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +4,936 4. Maverick Viñales (E), Aprilia, +8,318 5. Miguel Oliveira (P), Aprilia, +9,989 6. Marco Bezzecchi (I), Ducati, +12,049 7. Johann Zarco (F), Ducati, +12,242 8. Franco Morbidelli (I), Yamaha, +20,399 9. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +27,981 10. Augusto Fernández (E), KTM, +28,217 11. Michele Pirro (I), Ducati, +32,370 12. Jonas Folger (D), KTM, +1:08,065 min 13. Brad Binder (ZA), KTM, +1:23,012 – Stefan Bradl (D), Honda, 2 Runden zurück – Takaaki Nakagami (J), Honda, 9 Runden zurück – Joan Mir (E), Honda, 12 Runden zurück – Pecco Bagnaia (I), Ducati, 13 Runden zurück – Jack Miller (AUS), KTM, 14 Runden zurück – Raúl Fernández (E), Aprilia, 14 Runden zurück – Aleix Espargaró (E), Aprilia, 1. Runde nicht beendet – Jorge Martin (E), Ducati, 1. Runde nicht beendet – Alex Márquez (E), Ducati, 1. Runde nicht beendet MotoGP-Ergebnis Sprint, Austin (15.4.):
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