Pedro Acosta gereift: Pol Espargaro bescheinigt «unmenschliches Talent»
Pedro Acosta erlebte 2026 einen deutlich besseren Start in die Saison als im Vorjahr. KTM-Testpilot Pol Espargaro erklärt, warum sein Landsmann heute deutlich reifer und konstanter auftritt.
Pedro Acosta hat in der MotoGP binnen kurzer Zeit eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt. Nach seinem starken Debütjahr 2024 waren die Erwartungen an den jungen Spanier als enorm – doch die Saison 2025 begann alles andere als nach Plan. Nach den ersten drei Rennwochenenden lag Acosta nur auf WM-Rang 13 und war lediglich drittbester KTM-Pilot. Der Grund: zu viel Risiko, zu viel Ehrgeiz, zu viele Fehler.
Erst im weiteren Verlauf der Saison fand Acosta zurück in die Spur. Die Ergebnisse stabilisierten sich, das Gesamtbild wurde klarer – und 2026 präsentiert sich der 21-Jährige nun als gereifter Topfahrer. Nach den ersten drei Rennwochenenden liegt er auf einem starken dritten WM-Rang und ist erster Verfolger der Aprilia-Werksfahrer. Vor allem seine Konstanz sticht heraus.
Pedro Acosta 2026: Schnell und erwachsen
KTM-Testpilot Pol Espargaro hat diese Entwicklung direkt beobachtet und bringt sie auf den Punkt. «Letztes Jahr hatte er den gleichen Speed, doch ihm fehlte die Reife, die er in diesem Jahr zeigt», erklärte der Spanier gegenüber der Publikation Sport.
Tatsächlich sei es weniger eine Frage der reinen Geschwindigkeit gewesen, sondern vielmehr des Umgangs damit. «In diesem Jahr weiß er, wie er seinen Speed managen muss – wann, wie und in welchem Teil einer Strecke er attackieren muss. Er weiß, wann er sich mit einer Position zufrieden geben muss, die ihn nicht happy macht. Er weiß, wo er steht und dass noch mehr Einsatz zu einem Sturz und einem Nuller führt.»
Gerade diese neu gewonnene Kontrolle macht den Unterschied. Während Acosta 2025 noch häufig über das Limit ging und dafür bestraft wurde, agiert er nun kalkulierter – ohne dabei an Schnelligkeit einzubüßen. Es ist eine Entwicklung, die Espargaro besonders beeindruckt: «Er ist richtig gut und verfügt über ein unmenschliches Talent. Das hat ihm letztes Jahr einen üblen Streich gespielt. In diesem Jahr versteht er das Motorrad deutlich besser.»
KTM allgemein besser aufgestellt als vor einem Jahr
Parallel dazu scheint auch KTM selbst einen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Nach den finanziellen Turbulenzen und Zukunftsängsten im Vorjahr präsentiert sich der österreichische Hersteller in diesem Jahr stabiler und konkurrenzfähiger. «Wir sind etwas weiter als im vergangenen Jahr. Das Motorrad ist schneller und wir kämpfen konstant an der Spitze mit den Ducatis», so Espargaro.
Dass diese Einschätzung nicht nur auf Acosta zurückzuführen ist, zeigen auch die Ergebnisse innerhalb der Marke. Vor allem die starken Auftritte von Enea Bastianini zuletzt in Austin unterstreichen den positiven Trend. «Enea Bastianinis Resultate zeigen, dass sich das Motorrad auf einem guten Level befindet.»
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