Toprak Razgatlioglu betont: Für Izan Guevara wird es leichter als für ihn
Fast ein Viertel der Stammfahrer wird für die MotoGP-WM 2027 ausgetauscht, vier der fünf Zukünftigen kommen aus der Moto2. Superbike-Champion Toprak Razgatlioglu (Yamaha) zieht einen Vergleich.
Von 2025 auf 2026 änderten sich lediglich zwei Namen in der MotoGP-Startaufstellung: Moto2-Weltmeister Diogo Moreira stieg auf, hinzu kam der dreifache Superbike-Champion Toprak Razgatlioglu. Für Miguel Oliveira und Somkiat Chantra war Feierabend, sie wechselten in die Superbike-WM in die Werksteams von BMW und Honda.
Für die Saison 2027 wird fast ein Viertel der Stammfahrer ausgetauscht: Aus der Moto2 kommen Izan Guevara (22), Daniel Holgado (21), David Alonso (20) und Senna Agius (21), außerdem Superbike-Seriensieger Nicolo Bulega. Während
Dass seine erste Saison in der MotoGP kompliziert werden würde, war Razgatlioglu bewusst. Mit einer derart schwachen Yamaha M1 und so großen Umstellungsschwierigkeiten hat der Türke aber nicht gerechnet: Als WM-21. liegt er vor den Rennen in Aragonien am kommenden Wochenende mit 14 Punkten direkt hinter seinen Markenkollegen Alex Rins (21 Punkte) und Jack Miller (23), lediglich Fabio Quartararo ragt als 14. mit 55 Zählern aus dem blauen Quartett heraus. Unter 22 Stammfahrern ist nur der dauerverletzte Maverick Vinales (Red Bull KTM Tech3) mit zehn Punkten hinter Razgatlioglu platziert.
Toprak traut Guevara sehr viel zu
«Er verdient einen Sitz in der MotoGP», sagt Toprak (29) über seinen nächstjährigen Teamkollegen bei Prima Pramac Yamaha. «Außerdem ist er jung, das ist gut. Wir brauchen die junge Generation für die Zukunft. Er fuhr in der Moto3 und Moto2 und macht den Wechsel in die MotoGP, er hat schon jetzt den richtigen Stil für diese Klasse. Deshalb glaube ich, dass er in Zukunft sehr erfolgreich sein wird. Für ihn wird es einfacher wegen der Reifen, hinzu kommen die neuen Motoren, die nahe an einem Moto2-Aggregat dran sind. Sein Wechsel erfolgt zur richtigen Zeit.»
Razgatlioglu hingegen wählte mit der Premierensaison 2026 den ungünstigsten Zeitpunkt: Die aktuelle Yamaha ist nicht konkurrenzfähig, er musste sich für eine Saison von Pirelli- auf Michelin-Reifen umgewöhnen und zudem den Umgang mit Hilfen wie dem höhenverstellbaren Fahrwerk lernen, das nach dieser Saison verboten wird. Hinzu kommt, dass der Hubraum für die Spanne von 2027 bis Ende 2031 von 1000 auf 850 ccm gesenkt wird.
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