Jorge Martin adelt Marc Marquez: «Nur mit ihm zu kämpfen, wäre schon gut»
Mit 31 Punkten Vorsprung rollt Jorge Martin ins 13. MotoGP-Wochenende im MotorLand. Dort fährt er das erste Rennen auf der Aprilia und zeigt viel Respekt gegenüber Aragon-Spezialist Marc Marquez.
Für Jorge Martin ist es Aragon-Heimspiel und Premiere zugleich: Weil ihn 2025 eine Verletzungsserie monatelang ausbremste, sitzt der Weltmeister von 2024 im MotorLand erstmals auf der Aprilia. Nach Pole, Sprintsieg und GP-Platz 2 in Silverstone, führt er die WM mit 240 Punkten an. Ob Silverstone der Wendepunkt seiner Saison war, wollte ein Journalist in der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag wissen. «Ja, auf jeden Fall», antwortete Martin. «Ich kann es kaum erwarten, dieses Wochenende zu starten und unser Tempo zu bestätigen.»
Von Euphorie hält der 28-Jährige wenig. «Wir haben viel Arbeit vor uns, denn die letzten Rennen waren ein Auf und Ab», analysierte der Aprilia-Pilot. «Es ist wichtig, erneut zu bestätigen, dass wir konkurrenzfähig sind und uns das, was wir in Silverstone getan haben, auch hier hilft.» Sein Fazit fällt zuversichtlich aus: «Das Paket ist gut und ich mag die Strecke.»
Dass Marc Marquez in Aragon der Favorit ist, tangiert Martin nicht. «MM93» gewann dort siebenmal in der Königsklasse und ist seit seinem Wechsel von Honda zu Ducati 2024 auf dieser Piste ungeschlagen. «Aprilia macht einen großartigen Job, das Motorrad wird mit jedem Rennen besser. Wir sehen im Training, wie das Niveau ist. Nur im Kampf mit Marc zu sein, wäre schon gut.»
Was ist das Rezept, um Marc Marquez zu schlagen?
Auf die Frage nach einem konkreten Plan, den Aragon-Rekordsieger zu stoppen, wich Martin aus: «Marc ist hier stark, das wissen wir alle. Für mich geht es darum, mich auf das zu konzentrieren, was ich kontrollieren kann. Ich kann nicht kontrollieren, ob er schnell ist oder nicht. Ich kann kontrollieren, was ich tue und wie ich arbeite. Ich werde versuchen, das maximal mögliche Tempo zu finden. Wenn ich die Chance auf einen Sieg habe, werde ich sie nutzen – und wenn nicht, nehme ich das Maximum mit.»
Verschoben wird die Tabellenspitze durch den Ausfall von Ai Ogura: Der WM-Dritte zog sich im Training eine Daumenverletzung zu, wurde operiert und fehlt in Aragon. «Ich hoffe, dass es ihm nach der Operation gut geht und er bald zurückkommt», sendete der WM-Führende an den Trackhouse-Piloten Genesungswünsche. «Wir wollen immer alle Fahrer auf der Strecke haben.»
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