Verunsicherung bei Ducati: Weiter mit 2024er-Motor?
Vor dem Auftakt der MotoGP-WM haben Aprilia, Ducati und KTM noch einen Testtag in Buriram, um ihre Motorkonfiguration bis Ende 2026 festzulegen. Pecco Bagnaia über den derzeitigen Stand bei Ducati.
Bis spätestens Donnerstag vor dem ersten Rennwochenende (28. Februar bis 2. März) müssen Aprilia, Ducati und KTM mitteilen, welchen Motor sie homologieren lassen. Da es ab 2027 ein neues technisches Reglement mit von 1000 auf 850 ccm reduziertem Hubraum gibt, wird die Entwicklung der Motoren bis dahin aus Kostengründen eingefroren. Davon ausgenommen sind Honda und Yamaha, die sich im Konzessionsrang D befinden, was ihnen mehr Freiheiten einräumt, um so den Anschluss an die Spitze zu schaffen.
Ducati-Lenovo-Werksfahrer Marc Marquez sorgte am ersten von zwei Testtagen in Buriram für die Bestzeit, Teamkollege Pecco Bagnaia landete mit 0,844 sec Rückstand auf Position 8.
Marquez äußerte anschließend, dass er dazu tendiere, mit dem 2024er-Motor weiterzumachen, anstatt das neue Triebwerk einzusetzen.
"Die Wahl ist schwierig", meinte Bagnaia. "Wir beide und das Team tendieren dazu, den 24er-Motor zu wählen. Das liegt nicht daran, dass das 25er-Aggregat nicht konkurrenzfähig ist. Aber wir straucheln mit ihm nach wie vor, die richtige Balance auf der Bremse zu finden. Es wäre wie bei einem Limbo-Tanz, mit so einem Motor in die Saison zu starten, wenn wir dieses Problem nicht lösen können. Marc hatte glücklicherweise keinerlei Probleme heute, während auf meiner Boxenseite gar nichts funktioniert hat. Wir hatten so viele Probleme, wenigstens konnte mir mein Team die Chance eröffnen, dann doch noch etwas zu fahren."
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"Die Verkleidung ist mitentscheidend, weil wir sie nur einmal in der Saison anpassen können, die 2024er hat gut funktioniert", hielt der zweifache MotoGP-Champion fest. "Ich fuhr einige Runden mit der 25er-Verkleidung, meine Eindrücke sind aber nicht eindeutig, weil ich andere Schwierigkeiten hatte. Ich konnte sie testen, wir konnten ein paar gute Eigenschaften ausmachen und ich war auch nicht so langsam. Ich muss mir das aber noch mal am Donnerstag anschauen, da müssen wir mehr oder weniger wieder bei null beginnen. Das Team braucht mehr Rückmeldungen, der erste Tag lief sehr unglücklich."
Am 19. November 2024 hat Bagnaia in Barcelona mit einem neuen Chassis getestet und sich anschließend sehr positiv darüber geäußert. Doch dieses bleibt vorerst in der Kiste. "Im Moment stehen andere Dinge im Vordergrund", betonte der Italiener. "Wir haben nur wenig Zeit und müssen wichtigere Dinge entscheiden. In Malaysia hat der neue Rahmen gut funktioniert, dann traten aber einige Probleme auf. Also entschieden wir uns, ihn zur Seite zu legen und irgendwann in der Zukunft wieder zu testen."
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