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Misano: Bujosa gewinnt, Kratochwil vom letzten auf den vierten Platz
Im MotoGP-Sprintmatch von Misano konnte Jorge Martin Platz 3 einfahren und wenigstens über Nacht die WM-Führung behalten. Vor dem entscheidenden Manöver steckte der Aprilia-Pilot sechs Runden fest.
Den ersten Angriff auf Fabio Di Giannantonio musste Jorge Martin im Getümmel kurz nach dem Start des Sprintrennens in Misano noch abbrechen, erst nach Halbzeit des Sprintrennens konnte der Aprilia-Pilot den letzten Podiumsplatz am Samstag sichern.
Der weiterhin WM-Führende gab im Rahmen der Podiumszeremonie zu: «Ich wollte kein zu großes Risiko eingehen, um Fabio Di Giannantonio zu überholen.» Die richtige Stelle für die Attacke auf den Römer zu finden sei herausfordernd gewesen: «Ich hatte mit meinem mittelharten Hinterreifen Probleme, Diggia auf der weichen Mischung anzugreifen.» Vom Start an hing Martin sechs Umläufe lang hinter dem VR46-Piloten fest, ohne erfolgreich angreifen zu können.
Erst in der siebten Runde presste sich der Spanier am Italiener vorbei, eines der wenigen Überholmanöver im Sprintrennen vor den Toren Riminis. Den vom dritten Startplatz gestarteten Fermin Aldeguer konnten beide schon in der ersten Runde passieren.
Der Podiumsplatz war zum Auftakt des Rennwochenendes noch nicht absehbar gewesen. Nach dessen direktem Einzug ins zweite Qualifying erklärte Martin, «komplett am Limit gewesen» zu sein, im Q2 reichte es dann für Startplatz 5 – wobei sich der 2024er-Champion von Teamkollege Bezzecchi eine halbe Sekunde einfing. Nach dem Sprintrennen erklärte er, er «verbessere sich mit jeder Runde.» Martin erlebe jedoch ein «insgesamt sehr schwieriges Wochenende.» Luft nach oben sieht die Speerspitze der Italiener aus Noale: «Ich hoffe, wir verbessern uns weiter.»
Vor dem Grand Prix am Sonntag liegt Jorge Martín mit 263 Punkten vor Marc Marquez mit 249 Zählern. Aprilia-Kollege Marco Bezzecchi folgt mit weiteren 8 Zählern Rückstand. Die ersten drei Piloten liegen damit nach dem Sprintrennen an der Adria innerhalb von 22 Punkten.
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