Zeittraining, Catalunya: Acosta gewann Zeitenschlacht, Martin Crash Nr.2
Wieder einmal ging ein spannendes MotoGP-Zeittraining über die Bühne. KTM-Pilot Acosta schlug Alex Marquez um Tausendstel. WM-Leader Bezzecchi auf Platz 7, Bagnaia muss ins Q1. Martin stürzte wieder.
Passend zum Zeittraining der Königsklasse ließ sich erstmals am Freitag die Sonne blicken. Die Temperaturen stiegen zum Start der einstündigen Session auf knapp 20 Grad – gute Bedingungen für die Jagd nach den zehn besten Positionen mit Blick auf das entscheidende Qualifying am Samstagmorgen.
Große Augen gab es bereits nach vier Minuten, als Marco Bezzecchi seine erste gezeitete Runde beendet hat. Der WM-Leader wurde mit 1:39,0 min gestoppt und war damit sofort fast eine Sekunde schneller als Alex Marquez im FP1. Doch auch der Gresini-Pilot verbesserte sich und lag nach seinem ersten Versuch mit weniger als einem Zehntel Rückstand auf Position 2.
Wieder gut in Fahrt kam auch Fabio Di Giannantonio (VR46) mit der drittschnellsten Runde vor Bastianini, Aldeguer und Teamkollege Morbidelli. Pedro Acosta, im FP1 ebenso wie Teamkollege Binder und Le-Mans-Sieger Jorge Martin hart zu Boden gegangen, kam zunächst nur auf Position 12. Im Schlepptau der KTM-Hoffnung fuhr Rückkehrer Maverick, der das FP1 mit einer Sekunde Rückstand auf Rang 19 beendet hatte.
Geteilt das Bild nach dem ersten Schlagabtausch bei den MotoGP-Neulingen. Während Diogo Moreira schnell auf eine 1:39,722 min und Platz 10 kam und damit bester Honda-Pilot war, kämpfte Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu mit über zwei Sekunden Rückstand gemeinsam mit Wildcard-Pilot Augusto Fernandez am Ende des Felds.
Nach gut zwanzig Minuten des Zeittrainings folgt das erste Lebenszeichen von Jorge Martin. Der Sieger des letzten Rennens hatte im FP1 die zweite geschafft und war dann schwer gestürzt, war mit sehr guten Sektorzeiten unterwegs, musste dann nach einem Fahrfehler abdrehen.
Kurz vor der Halbzeit war auch Pedro Acosta auf einer guten Runde, doch der junge Spanier patzte im letzten Sektor und blieb weiter außerhalb der Top 10. Bezzecchi, vor Marquez, vor Di Giannantonio, so die Kräfteverhältnisse an der Spitze kurz vor der Halbzeit Wenig später griff die zweite Aprilia unter Ai Ogura mit in den Kampf ein. Der Japaner schob sich hinter Bezzecchi und vor Marquez auf 2.
Beim Versuch, nochmals nachzulegen, übertrieb es der Trackhouse-Pilot, Ogura flog im ersten Sektor ab. Während Oguras Crew das Ersatzmotorrad in Gang brachte, machte sich Teamkollege Raul Fernandez ebenfalls auf den Weg an die Spitze, blieb nach einem schlechten Schlusssektor auf Rang 8.
Noch gar nichts zu sehen war von Pecco Bagnaia. Der Italiener, der in Le Mans Startplatz 1 geholt hatte, kämpfte mit 1,2 sec Rückstand auf verlorenem Posten (19.).
Maverick Vinales fand nach der langen Pause noch nicht zu einer richtig schnellen Runde. Bei seinem Heim-Event verlor der Katalane im Zeittraining sec und muss damit am Samstag im Q1 antreten. Gut erledigte diesmal seine Aufgabe Brad Binder. Mit dem weichen Hinterreifen verbesserte sich «BB33» auf Platz 5 und war 15 Minuten vor der Flagge bester KTM-Vertreter. Dann wurde es turbulent. Während Alex Rins zu Boden ging, steigerte sich Binder weiter, landete bei 1:38,970 min und war damit Schnellster. Clever – Toprak Razgatlioglu, der sich Fabio Quartararo als Lok suchte, ihn fand und damit auf Platz 11 vorfuhr.
Es folgte Begeisterung in der KTM-Ecke. Denn auch Enea Bastianini und Pedro Acosta hatten nun entscheidend Zeit gefunden. Zwölf Minuten vor Schluss lagen nun drei KTM-Fahrer an der Spitze: Acosta, Binder, Bastianini. Dahinter das Aprilia-Duo Bezzecchi-Ogura und erst dann die Ducati-Piloten Alex Márquez und Fabio Di Giannantonio.
«Diggia» konnte seine Zeit verbessern – 1:39,905 min, Platz 2 für den bis dato erfolgreichsten Ducati-Athleten. Doch der Schlagabtausch ging weiter. Derweil beriet sich Bagnaia in der Box, die Nummer 63 stand immer noch auf Rang 19. Als Nächstes legte Alex Márquez nach. Doch es reichte nur für Platz 2 hinter Acosta. Für P1 am Freitag fehlten dem Vorjahressieger 0,018 sec. Brad Binder konnte überraschend Position 3 halten, Bastianini rutschte dagegen bis auf Position 11 ab.
Und Pecco Bagnaia? Der verbliebene Ducati-Pilot verbesserte sich im letzten Umlauf, verpasste als 12. aber den direkten Einzug. Dann: gelbe Flaggen! Mir stürzte in Sektor 3, Jorge Martin in Sektor 1. – der nächste Abflug für den «Martinator», diesmal in Kurve 2. Damit wurden viele Versuche der MotoGP-Belegschaft, sich zu verbessern, sabotiert.
Einen großen Sprung nach vorne schaffte noch LCR-Pilot Johann Zarco. Für den Franzosen ging es im Schlusssprint noch auf Position 4. Zarco war dabei nur 0,079 sec langsamer als Pedro Acosta. Mit der Flagge ging es für Zarco zurück auf 5 – Raul Fernandez war nochmals 0,001 sec schneller. Damit waren die Top 8 nur durch 0,136 sec getrennt.
Mit Acosta und Binder auf 1 und 3 für KTM und WM-Leader auf Platz 7 ergibt sich eine interessante Ausgangslage. Am Freitag in Barcelona wurden die Aprilia-Festspiele vorübergehend beendet. Mit Ogura und Martin müssen zwei RS-GP-Piloten, die zuletzt in Frankreich auf dem GP-Podest standen nun im ersten Qualifying um einen guten Startplatz bangen.
Einen Lichtblick erlebte Yamaha. Mit Miller und Quartararo zogen gleich zwei M1-Piloten nach gelungenn Schlussattacken direkt weiter. Toprak Razgatlioglu halbierte seine Rückstand, landete nach einer Stunde vor Maverick Vinales auf Platz 20.
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