BMW kämpferisch: «Ducati wird nicht für immer vorn sein!»
Ducati dominiert die Superbike-WM 2026 nach Belieben. BMW glaubt trotz schwieriger Monate weiter an die Rückkehr an die Spitze – und kündigt den Kampf gegen die Panigale V4R an.
BMW blickt trotz schwieriger Monate in der Superbike-WM entschlossen nach vorne. Nach zwei erfolgreichen Jahren mit Toprak Razgatlioglu kämpfen die Münchner aktuell gegen die Ducati-Übermacht – wollen die Italiener aber bald wieder herausfordern.
Die neue Ducati Panigale V4R gibt in der Superbike-WM 2026 klar den Ton an. Selbst
Während Ducati die Meisterschaft aktuell kontrolliert, erlebt BMW nach zwei erfolgreichen Jahren schwierigere Zeiten. Mit Toprak Razgatlioglu verlor die Münchner Marke ihren überragenden Superstar an die MotoGP. Trotzdem herrscht innerhalb des Projekts Zuversicht – und vor allem Kampfgeist.
Sven Blusch stärkt Chris Gonschor den Rücken
BMW-Motorsport-Direktor Sven Blusch nutzte das Rennwochenende in Most, um die
«Ich denke, wir haben in den vergangenen Jahren bewiesen, wie groß unsere Ingenieurskunst ist und welch unglaubliche Arbeit das Team rund um Chris Gonschor leistet», erklärte Blusch. «Wie wir bereits in Balaton gesagt haben, könnt ihr euch sicher sein, dass wir jeden Tag hart arbeiten, um das Motorrad wieder auf Platz 1 zu bringen.»
Trotz der aktuell schwierigen Situation sieht Blusch keinen Grund, warum potenzielle Fahrer und Satellitenteams nicht weiterhin Interesse an BMW zeigen sollten. «Wir hören nicht auf. Wir arbeiten kontinuierlich am Motorrad weiter. Für mich stellt sich überhaupt nicht die Frage, warum ein Fahrer nicht zu BMW wechseln sollte. Wir haben in den vergangenen Jahren gezeigt, welche starken Seiten wir besitzen», betonte der BMW-Motorsportchef.
BMW will Ducati-Dominanz schnellstmöglich beenden
Auch BMW-Technikchef Chris Gonschor zeigte sich überzeugt davon, dass die aktuelle Ducati-Übermacht nicht von Dauer sein wird. Der Deutsche verweist dabei auf das vorhandene Potenzial der M1000RR und die wechselnden Kräfteverhältnisse im Motorsport.
«Abgesehen von Ducati stand in dieser Saison keine andere Marke häufiger mit uns auf dem Podium», erklärte Gonschor. «Das zeigt klar, dass weiterhin großes Potenzial im Motorrad steckt. Die Saison läuft noch und eine Meisterschaft mit nur einem Hersteller wäre sicher nicht im Interesse aller Beteiligten.»
Für Gonschor gehören wechselnde Dominanzphasen zum Rennsport dazu. «Vor einigen Jahren war jeder überzeugt davon, dass nur eine andere Marke vorne fahren würde. Jetzt hat sich das verändert. Das passiert auch in anderen Meisterschaften», erklärte er. «Aber es gibt keinen Grund zu glauben, dass diese Situation für immer bestehen bleibt.»
Der BMW-Technikchef kündigte deshalb eine klare Kampfansage an Ducati an: «Es ist ein Wettbewerb. Wir müssen kämpfen und wir werden kämpfen. Wir werden definitiv wieder auf dem Podium stehen und um Rennsiege kämpfen.»
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