MotoGP, FP1: Bestzeit für Alex Marquez – Jorge Martin mit schwerem Crash
Alex Marquez (Ducati) fuhr im FP1 der MotoGP-Klasse in Barcelona die schnellste Zeit. Jorge Martin (2.), Pedro Acosta (4.) und Brad Binder (12.) mit heftigen Abflügen. Di Giannantonio 3., Bagnaia 17.
Beim Großen Preis von Katalonien feiert KTM-Pilot Maverick Vinales sein Comeback. Er musste sich nach dem US-GP eine verschobene Schraube in seiner Schulter operativ entfernen lassen. Der Spanier verpasste deswegen die Grands Prix in Jerez und Le Mans. In Frankeich sprang Jonas Folger im Tech3-Team für ihn ein. Der Deutsche ist auch in Barcelona mit dabei – für den Fall, dass «Top Gun» aufgrund seiner Schulter das Handtuch werfen muss. In Barcelona tritt zudem Yamaha-Testfahrer Augusto Fernandez mit einer Wildcard an. Er wird an diesem Wochenende bei der M1 wichtige Testarbeit verrichten.
Der große Abwesende in Barcelona ist Marc Marquez (Ducati Lenovo). Der Champion erholt sich derzeit von seiner Fußverletzung, die er sich bei seinem Crash im MotoGP-Sprint in Le Mans zugezogen hat. Der 33-Jährige wurde zudem erneut an seiner Schulter operiert. Wann er wieder zurückkehrt, ist derzeit ungewiss.
Am Freitagvormittag fand auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya das 45-minütige FP1 der MotoGP-Klasse statt. Der Himmel über der spanischen Rennstrecke war bewölkt, die Lufttemperatur betrug gerade einmal 13 Grad Celsius. Die Streckentemperatur betrug 30 Grad.
Für die erste Bestzeit sorgte Pedro Acosta mit 1:42,017 min. Beim nächsten Umlauf setzte sich Jorge Martin (Aprilia) mit 1:40,480 min an die Spitze. Zum Vergleich: Den Rundenrekord hatte Alex Marquez (Gresini Ducati) 2025 mit 1:37,536 min aufgestellt. Aufgrund der kühlen Temperaturen am Freitagvormittag waren die Fahrer weit entfernt vom Rundenrekord.
Die Top-5 nach zehn Minuten: Acosta (1:40,388 min), Marco Bezzecchi, Enea Bastianini, Alex Marquez und Jack Miller.
Kurz danach legte Martin nach und er setzte sich mit 1:40,331 min an die Spitze. Dann folgte der große Moment: Der «Martinator» legte seine Schulter in der berühmten Kurve 5 auf den Asphalt. Die Fans warten jedes Jahr auf diesen Moment. Martin verbesserte seine Bestzeit auf 1:40,299 min.
Die Top-5 zur Hälfte der Session: Martin, Di Giannantonio, Acosta, Bezzecchi und Bastianini. Toprak Razgatlioglu (Pramac Yamaha) lag zu diesem Zeitpunkt an der letzten Stelle.
19 Minuten vor dem Ende hatte Jorge Martin in Kurve 12 einen heftigen Abflug. Er rutschte in die Airfences – es war ein schmerzhafter Crash, Martin war sichtlich benommen und fasste sich an seinen linken Arm. Kurz danach rutschte Acosta in Kurve 2 das Vorderrad weg. Der KTM-Pilot sprang sofort wieder auf und sprintete von der Strecke, um möglichst schnell in seine Box zurückzukommen.
Jorge Martin verzog sich nach seiner Rückkehr umgehend in seinen Truck – begleitet wurde er von MotoGP-Arzt Dr. Angel Charte.
Die Reihenfolge zehn Minuten vor dem Ende der Session: Martin, Di Giannantonio, Acosta, Bezzecchi, Bastianini, Aldeguer, Alex Marquez, Miller, Zarco und Moreira. Pecco Bagnaia war zu diesem Zeitpunkt nur 16. Brad Binder hatte, wie sein Teamkollege zuvor, einen Abflug in Kurve 2. Somit stürzten beide KTM-Werksfahrer im ersten freien Training – die Mechaniker hatten über den Mittag viel zu tun.
Dann folgte die Entwarnung: Fünf Minuten vor dem Ende der Session kam Jorge Martin wieder aus seinem Truck – er hob den Daumen, womit der Weltmeister von 2024 signalisierte, dass er okay war.
Aprilia-Teammanager Paolo Bonora erklärte danach in der Aprilia-Box, dass Martin bei seinem Crash von seiner RS-GP getroffen wurde. Er sei soweit okay, habe aber Schmerzen in seinem linken Unterarm.
Drei Minuten vor dem Ende fuhr Alex Marquez mit 1:40,021 min eine neue Bestzeit. Danach verbesserte AM73 seine Bestzeit auf 1:39,950 min.
An die Zeit von Alex Marquez kam niemand mehr heran. Hinter ihm komplettierten Martin, Di Giannantonio, Acosta, Bezzecchi, Bastianini, Aldeguer, Miller, Morbidelli und Zarco die Top-10. Pecco Bagnaia belegte Rang 17, Toprak wurde 22.
Maverick Vinales beendete die erste Session bei seinem Comeback mit einer Sekunde Rückstand auf Position 19.
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