Enea Bastianini: Entscheidung zur MotoGP-Zukunft steht unmittelbar bevor
Gerne denkt KTM-Tech3-Pilot Bastianini an den letzten Catalunya-GP und Platz 3 – vor Pedro Acosta, zurück. In Barcelona sprach der Italiener auch über die Pläne für 2027 – und die nahe Entscheidung.
Sechster in den USA, Achter beim Jerez-GP, Siebter vor wenigen Tagen auf dem Traditionskurs von Le Mans – Enea Bastianini hat nach sehr langer Anlaufphase wieder in den vorderen Teil der Königsklasse zurückgefunden. Eine deutliche Verbesserung zu 2025, als sich der GP-Sieger aus Rimini erst in der zweiten Saisonhälfte einige Akzente setzte. Letztes Highlight der Premierensaison mit der KTM RC16 war der Catalunya-GP im vergangen September. Bereits im Sprintrennen machte «La Bestia» Druck auf KTM-Ass Pedro Acosta. Im GP-Event ließ er dem Youngster keine Chance. Mit seinem überlegenen Reifenmanagement macht sich Bastianini auch auf die Verfolgung der führenden Marquez-Brüder. Am Ende blieb es Rang 3.
«Damals hatte ich ein sehr gutes Rennen, das Motorrad hat richtig gut funktioniert – aber es war zugleich auch mein letztes MotoGP-Podium», blickte Bastianini wehmütig zurück. Um dann anzufügen: «Eigentlich sollten wir dieses Jahr noch besser aufgestellt sein – aber eine Prognose ist dennoch sehr schwierig. Es hat sich seitdem wieder sehr viel verändert – eigentlich ist jedes Rennen komplett anders. Hier habe ich jetzt erstmals die neue Verkleidung im Einsatz, es wird spannend zu sehen, wie das Update funktioniert.»
Mit 28 Jahren ist Enea Bastianini im besten MotoGP-Alter – doch die Zukunft des KTM-Piloten und ehemaligen Ducati-Werksfahrers ist weiter ungewiss. Neben einem Verbleib bei der nun im Besitz von Günther Steiner befindlichen Tech3-Mannschaft ist der Moto2-Weltmeister von 2020 auch wieder mit seinem ersten MotoGP-Team, Gresini-Ducati, im Gespräch. Bastianini zum Stand der Dinge: «Die Lage ist nicht einfach, was natürlich auch an den neuen Rahmenbedingungen für 2027 liegt. Für die Fahrer ist es zum jetzigen Zeitpunkt nicht leicht zu verstehen, wie die Motorräder sein werden – und welches Bike vorne sein wird.»
Der derzeitige Zehnte der WM-Tabelle weiter: «Idealerweise geht es mit einem Werksvertrag und einem konkurrenzfähigen Motorrad weiter, aber am Ende ist es dem Fahrer am wichtigsten, ein Paket zu haben, mit dem er richtig schnell ist. Doch ich muss mich entscheiden – und es dürfte schon sehr bald so weit sein.»
Bemerkenswert: Erstmals liegt die vertragliche Zukunft von Enea Bastianini nicht mehr in den Händen von Manager-Urgestein Carlo Pernat. Ende 2025 trennte man sich – ohne Reibereien, auch aufgrund der angeschlagenen Gesundheit Pernats. Die Verhandlungen für Bastianini führt nun MSM und damit eine etablierte Agentur, die allerdings bislang vorwiegend im Vierrad-Rennsport aktiv war.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach