Maria Herrera und Beatriz Neila meinen: Frauen-WM gehört ins MotoGP-Paddock
Seit 2024 haben die Frauen auf der Rundstrecke ihre eigene Weltmeisterschaft, kurz WorldWCR. Diese findet im Rahmen der Superbike-WM statt – was nicht für immer so sein muss.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Als im Herbst 2025 klar wurde, dass die bei den Fans unpopuläre MotoE zum Saisonende eingestampft wird, konnte sich manch ein Verantwortlicher vorstellen, stattdessen die Frauen-Weltmeisterschaft ins Programm zu nehmen. Diese wird seit 2024 ausgetragen und findet bei ausgewählten Events im Rahmen der Superbike-WM statt. Doch der neue Promoter Liberty hatte andere Ideen und einigte sich mit Hersteller Harley-Davidson auf die Austragung eines Weltcups mit schweren, kofferbestückten, optisch gewöhnungsbedürftigen und beeindruckend lauten Road-Glides.
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Maria Herrera hat nur zwei Gegner Die Frauen-WM, in englischer Kurzform WorldWCR, bietet guten Sport, auch wenn das Feld weiterhin in drei Gruppen zerrissen ist und in dieser Saison Weltmeisterin Maria Herrera außer Vize Beatriz Neila und Rookie Paola Ramos keine Gegner hat. Im Fahrerlager ist die Klasse in einer ansehnlichen Zeltstadt untergebracht, die sich auch bei den Fans großer Beliebtheit erfreut, weil die meisten Damen zugänglich, offen und gerne bereit für Selfies oder einen kurzen Plausch sind. «Für uns ist sehr wichtig, dass wir eine professionelle Meisterschaft haben, hoffentlich kommen wir mit dieser Kategorie ins MotoGP-Paddock», formulierte Herrera ihre Wünsche.
Bea Neila: «In der MotoGP ist das unmöglich» «Ich sehe das genau gleich», unterstrich Neila im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Unsere Meisterschaft ist spitze, das Superbike-Fahrerlager ist wie Familie. Alle Menschen hier sind unglaublich und ich liebe sie, sie geben uns die Möglichkeit der Welt zu zeigen, was wir leisten können. Es stimmt aber trotzdem, dass der Wechsel zur MotoGP für viel größere Sichtbarkeit sorgen würde. Ich weiß nicht, weshalb das so ist, für mich ist SBK die Nummer 1, aber es ist so.»
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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«Bleiben wir hier, bin ich trotzdem sehr glücklich», hielt die 24-Jährige fest. «Dieses Paddock ist wie mein zweites Zuhause. Ich sehe hier alle Fahrer, in der MotoGP ist das unmöglich. Jeder kann hier im Fahrerlager herumlaufen und ich kann mit den Fans reden. Zuschauer, die zur Superbike-WM kommen, lieben diese Klasse. In der MotoGP sind dafür viel mehr Leute von großen Firmen mit viel Geld im Paddock oder Influencer. Dort ist es einfacher Sponsoren zu finden und sich zu vermarkten.»
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