Superbike WM • Neu
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Es ist lange her, dass wir im Paddock der seriennahen Weltmeisterschaft einen starken Belgier gesehen haben. Mit dem Sieg im zweiten Lauf der Sportbike-WM fuhr Ferre Fleerackers ins Rampenlicht.
Nur gut informierte Superbike-Fans kannten Ferre Fleerackers, bevor der Belgier am 28. März beim ersten Rennen der neuen Sportbike-WM in Portimão als Dritter auf das Podium stieg. Am vergangenen Wochenende in Assen das nächste Glanzstück des erst 19-Jährigen: Im zweiten Rennen fuhr der Suzuki-Pilot den Sieg ein.
Das Rennen war spannend und umkämpft, zeitweise bestand die Spitzengruppe aus zwölf Piloten. Fleerackers taktierte klug, führte sechs von zwölf Runden an und war nie schlechter als Sechster. Auf der Ziellinie trennten die Top-3 nur 0,2 sec.
«Ich habe einfach immer wieder versucht, so schnell wie möglich wieder an die Spitze zu kommen, denn ich wusste, dass es im Feld mit all den Überholmanövern etwas schwieriger ist», erzählte der Belgier. «Am Samstag habe ich gelernt, dass ich in den letzten Kurven nicht vornbleiben kann, also habe ich versucht, mich vor der letzten Runde so gut wie möglich zu positionieren.»
«Der erste Sieg, wirklich unglaublich – ich habe nicht damit gerechnet», sagte der Teenager im Gespräch mit SPEEDWEEK.com-Chefredakteur Ivo Schützbach. «Am ersten Rennwochenende stand ich bereits auf dem Podium und auch Assen begann sehr gut. Ich konnte mich sukzessive steigern und hielt ein Top-3 für möglich. Im ersten Lauf habe ich das Podest knapp verpasst, aber ich habe daraus gelernt.»
Übrigens: Der letzte belgische Sieger war Xavier Siméon, der in Portimão 2009 das Rennen der 2018 abgeschafften Superstock-1000-Serie gewann. Auch Simeon war damals nur ein Jahr älter als Fleerackers bei seinem Assen-Triumph.
Fleerackers stammt aus der Kleinstadt Lier, etwa zehn Kilometer südöstlich der Provinzhauptstadt Antwerpen, und fuhr zuletzt in der britischen Sportbike-Serie. «Aber mit einer Aprilia – 2025 war ich Zweiter», verriet der WM-Dritte. «Die Suzuki ist ein neues Motorrad für mich. Ich musste zwar meinen Fahrstil nicht wesentlich umstellen, aber die vielen Fahrer aus der 300er-WM sind wahnsinnig schnell und haben viel Erfahrung. Deshalb habe ich auch keine großen Erwartungen für dieses Jahr. Ich möchte mich einfach Schritt für Schritt verbessern und möglichst weit vorn mitfahren.»
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