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Superbike-WM Assen, Grid Lauf 2: Danilo Petrucci (BMW) größter Verlierer
Die Entscheidung im zweiten Lauf der WorldWCR 2026 in Assen fiel in der letzten Schikane. Mit einem starken Überholmanöver holte sich Beatriz Neila den Sieg und verwies Maria Herrera auf Platz 2.
Die Startaufstellung für den zweiten Lauf der Women's Circuit Racing World Championship – kurz WorldWCR – wird nach einem anderen Verfahren ermittelt. Für die ersten neun Positionen wird die schnellste Rennrunde vom Samstag herangezogen, ab Platz 10 die Reihenfolge der Superpole.
Lauf-1-Siegerin Maria Herrera musste mit der zweitschnellsten Runde die Pole-Position an Beatriz Neila abtreten, die am Samstag mit nur 0,083 sec Rückstand Zweite wurde. Neben den beiden Spanierinnen komplettierte Roberta Ponziani als Dritte die erste Reihe. Die im ersten Rennen gestürzte Paola Ramos verzichtete nach dem Warm-up auf das zweite Rennen.
Die zweite Startreihe war mit der Thailänderin Muklada Sarapuech, der Engländerin Chloe Jones und der Spanierin Sara Sanchez interessant besetzt. Die Deutsche Lucy Michel ging als 23. in das Rennen.
Das Rennen über zwölf Runden wurde um 12:00 Uhr gestartet. Bei schattigen 11 Grad Celsius hingen dunkle Wolken über dem TT Circuit Assen und vereinzelt tröpfelte es.
Herrera gewann den Start und bog als Führende in die erste Kurve ein. Hinter der GRT-Pilotin reihten sich Neila und Sarapuech ein. Einen Frühstart fabrizierte Sanchez, die dafür eine doppelte Long-Lap-Penalty aufgebrummt bekam. Herrera und Neila kamen mit 1,5 Sekunden Vorsprung auf Ponziani, Sarapuech und Boudesseul aus der ersten Runde. Lucy Michel lag hinter Gaststarterin Birgit Scheffer auf Platz 25.
Vorn setzten sich die beiden Spanierinnen immer weiter ab und führten nach vier Runden bereits 5 sec. Neila folgte der Weltmeisterin dabei wie ein Schatten, ohne einen Überholversuch zu wagen. Wesentlich unterhaltsamer ging es in der Kampfgruppe um Platz 3 zu. Die Französin Lucie Boudesseleul, Sarapuech und Ponziani überholten sich bei jeder Gelegenheit, was sich jedoch negativ auf die Rundenzeiten auswirkte.
In Runde 5 wurden Flaggen geschwenkt, die Regen signalisierten. Nun ergriff Neila die Initiative, um bei einem möglichen Abbruch vorn zu liegen. Es folgten mehrere gegenseitige Überholmanöver, während die Rundenzeiten um zwei Sekunden einbrachen. In der Verfolgergruppe setzte sich in dieser Phase Boudesseul ab.
Vier Runden vor dem Ende führte Herrera mit 0,9 sec etwas deutlicher vor Neila und 3,9 sec vor Boudesseul. Angeführt von Sarapuech kämpften fünf Fahrerinnen um Platz 4. Derweil drohte Michel (25.) die Überrundung.
In den letzten zwei Runden wurde es noch einmal spannend. Neila fuhr mit der schnellsten Rennrunde in 1:47,132 min wieder ans Hinterrad von Herrera. Es lief auf die Entscheidung in der Schikane hinaus – und es klappte! Neila gewinnt den zweiten Lauf vor Herrera und Boudesseul!
Den Kampf um Platz 4 entschied Ponziani für sich. Als Bereicherung für die Frauen-Weltmeisterschaft bestätigte sich Sarapuech als Fünfte. Chloe Jones kreuzte als Sechste die Ziellinie.
Mit einer Runde Rückstand kam Lucy Michel als 25. in die Wertung.
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