Klien zur neuen Formel 1: «Aufpassen, dass es nicht zu kompliziert wird»
Die ehemaligen österreichischen Formel 1-Asse Christian Klien und Patrick Friesacher diskutierten in «Sport und Talk aus dem Hangar-7» über die Adaptionen rund um das aktuelle Formel 1-Reglement.
Im Rahmen einer Sonderausgabe von «Sport und Talk aus dem Hangar-7» vom Red Bull Ring in Spielberg wurde bei ServusTV auch die Formel 1 genau unter die Lupe genommen. Mit dabei waren neben dem 13-fachen Grand Prix-Sieger David Coulthard (55) auch die ehemaligen österreichischen Formel 1-Fahrer Christian Klien (43) und Patrick Friesacher (45).
Klien meinte zur aktuellen Lage: «Ich glaube, dass man vom Reglement den Bogen etwa überspannt hat. Als Zuschauer finde ich die Rennen ganz interessant. Ich habe China auf der Couch gesehen, es war unterhaltsam. Aber da haben wir dann die Stimmen an der Strecke und auch ich denke mir: Das hat nichts mit Autofahren am Limit zu tun. Man versucht aus der Misere zu kommen, aber ob das gelöst wird, weiß ich nicht.»
Zum Thema einer Steigerung des fossilen Anteils bei den Aggregaten gibt Klien zu bedenken: «Das heißt, du brauchst einen größeren Tank. Aber die Chassis sind auf die kleinen Tanks ausgerichtet. Das ist also nichts, was von heute auf morgen geht oder von einem Jahr auf das andere. Dann kommt die politische Sache. Für Mercedes läuft es im Moment gut, die wollen es beibehalten. Aber es geht ja um alle – die FIA und die Teams.»
«Es ist ja alles nicht greifbar», gibt Klien zu bedenken. «Man muss aufpassen, dass man es für den Zuschauer nicht zu kompliziert macht. Vielleicht muss man das alles auch nicht so genau erklären.»
Patrick Friesacher gab zu bedenken: «Die Rennen sind schon sehr spannend. Aber als Rennfahrer willst du so schnell fahren wie irgendwie möglich. Du willst zeigen, was du kannst und was das Auto kann. Das sind Dinge, wo ich nicht im Moment klarkomme.»
Zu den Adaptionen sagt Friesacher in Bezug auf den Colapinto-Unfall: «Es ist zwar für den Zuschauer etwas kompliziert, auch das mit der aktiven Radaufhängung. Sie mussten aber was ändern, mussten eingreifen. Vor allem nach dem, was da passiert ist. Nicht auszudenken, wenn das auf Stadtkursen passiert in Baku oder Las Vegas.»
Friesacher erklärte auch noch: «Ich glaube, wenn du vom Verbrenneranteil 200 PS mehr hättest – das wär´s. Aber jetzt geht das nicht mehr!»
Und der Lavanttaler erinnert sich: «Max Verstappen hat das Thema schon vor eineinhalb Jahren angesprochen. Du musst aber die Fahrer mit einbeziehen, die sitzen im Auto!»
Zu Lewis Hamilton sagte der ehemalige Minardi-Fahrer: «Ich denke, er tut sich nun leichter als im Vorjahr. Er hat ja den Renningenieur ausgetauscht. Aber er ist glücklicher als im Vorjahr. Für Miami bringen jetzt alle Updates, Red Bull Racing bringt ein großes Update. Mercedes wird aber natürlich auch weiter tun.»
Zu WM-Aspirant Kimi Antonelli sagt Friesacher: «Kimi ist extrem gereift. Toto hilft ihm – er ist früher ja selbst Rennen gefahren. Kimi hat 2025 Prügel einstecken müssen, aber daraus hat er gelernt – Hut ab.»
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