IBPM in Brünn: Wasserfeste BMW-Pilotin und Folger als Überraschungsgast
Das erste Rennen der diesjährigen Internationalen Bike Promotion Meisterschaft IBPM fand auf der MotoGP-Strecke in Tschechien statt und überzeugte mit vollen Teilnehmerfeldern.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Im tschechischen Brünn erfolgte am letzten Wochenende der Startschuss für die IBPM 2026. Wie schon in den letzten Jahren darf sich die Meisterschaft für ambitionierte Hobby-Fahrer über guten Zuspruch und ein hohes sportliches Potenzial freuen, wie Veranstalter MAXX Adrenalin im Vorfeld feststellte. Einen Grund dafür dürfte der ausgesprochen reisefreundliche Kalender mit vier Events in Deutschland und zweien in der Tschechischen Republik darstellen, der die Fahrer nicht zu endlos langen Anreisen zwingt. Im Programm der IBPM finden sich die Klassen Superbike open (1000ccm), Supersport open (600ccm) und Supersport Next Generation, die jeweils zwei Rennen pro Veranstaltung bestreiten.
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Superbiker geben den Ton an Das erste Rennen der Saison absolvierten die Superbiker. Zusammengefunden hatte sich ein Feld von 37 Startern, nach dem Zeittraining angeführt vom 3-maligen IBPM-Supersport open-Champ Norick Tschauder. Mit einer Rundenzeit von 2:03,369 min legte er die Latte auf eine sehr sportliche Höhe, hatte aber mit dem zweitplatzierten André Krüger einen lästigen Verfolger dicht auf den Fersen. Komplettiert wurde die erste Startreihe von Pro Superstock-Pilot Luca Felde. Im Rennen verlor Norick die Führung nach nur einer Runde und fuhr ab da am Hinterrad eines stark auftrumpfenden André Krüger auf Rang 2. Sämtliche Angriffsversuche scheiterten, weil sich Krüger immer wieder als zu harte Nuss zeigte und so überquerte man die Ziellinie im Doppelpack mit Krüger in Front. Im Vorfeld hatte man eher mit einem Zweikampf zwischen Tschauder und Danijel Peric gerechnet, dieser haderte aber mit der Reifenwahl und diversen absonderlichen Verhaltensweisen seines Bikes und wurde mit 13 Sekunden Rückstand Dritter. Im Rennen 2 am Sonntag sah es erst nach einem anderen Verlauf aus, bis sich Norick Tschauder mit einem kapitalen Highsider von der Führungsposition verabschiedete und den Weg für Krüger freimachte. Der nutzte die Chance und zog das Rennen mit konstant schnellen Rundenzeiten durch. Im Nachgang gab der Vorjahres-BMW Cup-Sieger zu Protokoll: «Ich hatte noch nie ein Motorrad, das mich in so kurzer Zeit so schnell und so konstant hat werden lassen. Ich bin selbst ein bisschen überrascht, freu mich aber wie ein Schneekönig.» Danijel Peric gelang der Sprung auf den zweiten Podestplatz, gefolgt vom Österreicher August Wernig, der nach einigen Jahren Abstinenz den Weg in die IBPM zurückgefunden hat.
Supersportler stark besetzt Die Startaufstellung der Supersport open war ähnlich stark besetzt. Klarer Favorit war Tim Holtz, der schon in den letzten Jahren seine Klasse unter Beweis gestellt hatte, regelmäßig aber von Stürzen oder technischen Problemen ausgebremst worden war. Folgerichtig stellte er seine Yamaha R6 auf die Pole, hinter sich den Blitzstarter Stefan Andersen und Gastfahrer Timo Suos. Der Start ins erste Rennen musste allerdings abgebrochen werden, weil sich Andersen in der Warmup-Runde heftig langmachte und seine Bergung längere Zeit in Anspruch nahm. Das Rennen wurde demzufolge auf Sonntag verlegt. Mit Rennbeginn fing es an, ganz leicht zu nieseln, was die Bewertung des Grip-Niveau für die Fahrer extrem schwierig machte. Der Däne Martin Simonsen nutzte dann auch seine in der Heimat erworbenen Erfahrungen und machte Tim Holtz das Leben schwer. Beide fighteten im Dreierpack mit Timo Suos bis zur fünften Runde, in der das Rennen wegen stärker werdendem Regen abgebrochen wurde. Glück für Simonsen, der nach Runde 4 an der Spitze gelegen hatte und damit den Sieg einfuhr. Tim Holtz wurde als Zweiter und Nico Busch als Dritter gewertet.
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Rennen 2 fand dann unter komplett nassen Bedingungen statt. Holtz und etliche weitere Fahrer traten nicht an, was den verbleibenden Piloten die Chance auf reiche Punkteausbeute bescherte. Simonsen konnte nach acht Runden einen Doppelsieg verbuchen, wobei er zum Schluss noch einmal ordentlich Druck von Nico Busch bekam. Der feierte seinen zweiten Platz im Rennen vor Rennsport-Urgestein Billy Hilpert und seinen aktuell zweiten Gesamtrang.
Alan Kreimes hatte 2025 die Supersport Next Generation gewonnen und demonstrierte im Training seine diesjährigen Ambitionen mit der schnellsten Rundenzeit der IBPM-Stammfahrer. Vor ihm nahmen im Grid lediglich die drei Gäste aus der Euro Moto Jonas Folger, Filip Novotny und Bruder Marvin Kreimes Aufstellung. An denen gab es für ihn keinen Weg vorbei, allerdings auch für keinen anderen Fahrer an ihm. Er gewann souverän vor Yamaha-Pilot Simon Knispel und Tristan Brokat. Rennen 2 war ebenso nass wie im Rennen der Open-Klasse und so fehlten auch hier einige Fahrer in der Startaufstellung. Simon Knispel kam mit den Bedingungen am besten klar, setzte sich schon in der ersten Runde an die Spitze und brummte dem zweitplatzierten Kreimes knappe 14 Sekunden auf. Als Dritter wurde IBPM-Neuzugang Manfred Klincksiek abgewunken.
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Die Ladies Challenge erlebte eine Jennifer Lehmann ‚on fire‘, die BMW RR Cup-Pilotin gewann beide Umläufe der klassenübergreifenden Ladies Wertung vor jeweils Patricia Kok aus den Niederlanden und Diana Weber. Die Ergebnisse und Meisterschaftsstände sind auf maxx-adrenalin.de einsehbar. Nächstes IBPM-Event: 22.-24. Mai Nürburgring GP
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