Nicolò Bulega (Ducati) mit Problemen in Balaton: «Die WM ist wichtiger»
Am ersten Trainingstag der Superbike-WM 2026 auf dem Balaton Circuit musste sich Ducati-Star Nicolò Bulega mit Platz 2 zufrieden geben. Der WM-Leader gibt sich gelassen.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Mit seinem Teamkollegen Iker Lecuona scheint Nicolò Bulega beim Superbike-Meeting auf dem Balaton Park Circuit einen Rivalen zu haben, der ihm in den Rennen den Sieg streitig machen kann. In den freien Trainings am Freitag fuhren die beiden Aruba.it Ducati-Werkspiloten mindestens auf Augenhöhe, sogar mit einem kleinen Vorteil für den Spanier.
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Obwohl sich der neunfache Saisonsieger am Ende um 0,1 sec geschlagen geben musste, sieht Bulega den ersten Trainingstag durchaus positiv. «Es lief viel besser als 2025, damals hatte ich einen schlechten Freitag und hatte kein gutes Gefühl für das Motorrad», sagte der WM-Leader in kleiner Journalistenrunde. «Jetzt hoffe ich darauf, dass mir für Samstag ein weiterer Fortschritt gelingt. Balaton ist nicht meine beste Strecke, weil mein Fahrstil für das genaue Gegenteil gemacht ist. Ich muss viel überlegen und kann nicht natürlich fahren. Andererseits muss man auf jeder Rennstrecke schnell sein und muss sich schnell anpassen können. Ich bin zufrieden, wie der Tag gelaufen ist.»
Viele Schikanen, wirklich ein Problem!Nicolo Bulega
Angesichts des geringen Rückstands klagt der 26-Jährige auf hohem Niveau. Was ist genau das Problem? «In den Schikanen gelingt es mir nicht, das Bike so zu positionieren, wie ich es gerne möchte, und ich muss immer eine etwas weite Linie fahren. Dadurch verliere ich danach beim Richtungswechsel. Das ist der Bereich, mit dem wir uns beschäftigen werden. Das ist hier wirklich ein Problem, weil es hier nämlich viele Schikanen gibt! Wenn es uns gelingt, hierfür eine Lösung zu finden, kann das einen deutlichen Unterschied ausmachen.»
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Bulega hatte erwartet, dass sein erster Herausforderer sein Teamkollege sein würde. «In Assen habe ich mit Iker gekämpft, aber dort waren die Bedingungen tückisch. Wahrscheinlich ist es hier das erste Mal, dass wir beide eine vergleichbare Pace haben, vielleicht war er am Freitag sogar etwas stärker. Wie es am Ende läuft, kann ich erst nach dem ersten Rennen sagen.»
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Angesichts seiner komfortablen WM-Führung steht Bulega nicht unter Druck und könnte die Rennen ruhig angehen lassen. «70 Punkte mögen viel sein, aber es waren erst drei Meetings und es stehen noch neun aus. Es ist noch zu früh, um sich auszuruhen oder an die Meisterschaft zu denken. Momentan sind Siege mein Ziel», betonte der Vizeweltmeister der vergangenen Saison. «Aber klar: Wenn ich merke, dass der Sieg nicht möglich ist, werde ich mich mit dem zweiten Platz zufrieden geben.»
Knackt Bulega den Siegrekord von Toprak Razgatlioglu? Die spannendste Frage für Samstag ist aber, ob Bulega den ersten Lauf gewinnt und damit den Siegrekord von Toprak Razgatlioglu übernimmt. Saisonübergreifend hätte der Ducati-Pilot dann 14 Rennen gewonnen. «Wenn es mir gelingt, freue ich mich. Natürlich würde ich meinen Namen gerne an dieser Stelle der Statistik sehen, aber es ist mir auch nicht so wichtig», winkte der Italiener ab. «Defintiv werde ich keine verrückten Sachen anstellen, nur um diesen Rekord zu übernehmen. Die Weltmeisterschaft ist wichtiger.»
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