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Exklusiv: Warum YART laut Marvin Fritz gestärkt in die EWC 2026 geht
YART-Yamaha geht mit viel Selbstvertrauen und einem neuen Fahrer in die EWC 2026. Marvin Fritz erklärt im Exklusiv-Interview mit SPEEDWEEK.com, warum er Suzuki stärker einschätzt als BMW.
Endurance-WM
Im Artikel erwähnt



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Als amtierender Weltmeister startet YART-Yamaha mit klaren Ambitionen in die Endurance-WM 2026. Das Team aus Österreich hält am bewährten Duo Marvin Fritz und Karel Hanika fest, ersetzt jedoch Jason O’Halloran durch Leandro Mercado. Für Fritz ist die Zielsetzung eindeutig: Titel verteidigen – mit einem weiterentwickelten Paket und einer neuen Herangehensweise.
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Im Exklusiv-Interview mit SPEEDWEEK.com sprach Fritz vor dem Auftakt in Le Mans über die bevorstehende Saison. Die Vorbereitung für 2026 begann früh. «Im November bin ich in Buriram noch ein Rennen in der Thailändischen Meisterschaft mitgefahren. Dort bin ich zwei Mal Dritter geworden. Mit YART haben wir bereits im Januar die Testarbeit aufgenommen. Wir hatten drei Testtage in Jerez und vier Tage in Almeria», berichtete Fritz. Der Winter stand ganz im Zeichen intensiver Testarbeit – auch bedingt durch den Fahrerwechsel. «Wir haben mit Tati einen neuen Fahrer im Team und haben deshalb etwas mehr getestet. Das war sehr positiv, denn er fuhr gleich annähernd so schnell wie Karel und ich. Die Tests waren wirklich gut. Mitte März hatten wir in Rijeka auch noch drei Tage und dann später den Pre-Test in Le Mans. Das ist alles wirklich richtig positiv verlaufen. Wir sind sehr viele Longruns gefahren, so viele wie noch nie. Das ist gut für das Gefühl, um zu verstehen, wie sich das Motorrad über eine komplette Renndistanz verhält.» YART will nicht Test-Weltmeister werden Genau hier liegt der entscheidende Unterschied zur Vergangenheit. YART hat seine Teststrategie angepasst und den Fokus klar verschoben. «In der Vergangenheit haben wir uns immer darauf konzentriert, jeden Test zu gewinnen. Wir haben uns teilweise sehr stark auf die Performance über eine Runde konzentriert, was wir nicht mehr machen. Jetzt schauen wir stärker auf das Renntempo», erklärte Fritz.
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Und zieht dabei auch die Lehre aus 2025: «Häufig waren wir pro Runde eine halbe bis ganze Sekunde schneller als SERT. Im Rennen selbst, wenn es entscheidend wurde und die meisten Punkte zu holen waren, war jedoch SERT schneller. Vom Renntempo waren wir beim Test die Schnellsten. Deshalb denke ich, dass wir im Winter gut gearbeitet haben.»
Wie viel Leben steckt noch in der aktuellen Yamaha R1? In der Superbike-WM kann Yamaha das Alter der R1 nur noch bedingt kaschieren. Doch in der Langstrecken-WM zählt das Superbike aus Iwata noch zu den besten Maschinen im Feld und ist trotz des Alters konkurrenzfähig. «Die Basis des Motorrads geht auf 2015 zurück – es ist das älteste Motorrad im Feld, die Suzuki ist von 2016. Doch es gibt in jedem Jahr einige Änderungen. Aus der Superbike-WM erhalten wir immer etwas, hauptsächlich Elektronik-Updates. Yamaha arbeitete über den Winter sehr intensiv mit dem Testteam», sagte Fritz. Die Liste der Anpassungen ist lang: «Es gibt viele Detailverbesserungen am Motorrad. Wir haben eine neue Gabelbrücke, eine geänderte Schwinge und viele Kleinigkeiten. Auch beim Motor haben wir etwas Leistung gefunden, vor allem im mittleren Drehzahlbereich, der uns zuvor einige Probleme bereitete.»
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Dass die Fortschritte real sind, zeigte sich bereits im Winter. «Wir sind dieses Jahr bei den Tests in Almeria so schnell gefahren wie im Vorjahr, doch dieses Mal erreichten wir die Zeiten mit Rennreifen anstatt mit Qualifyingreifen. Das zeigt natürlich, dass wir unser Paket ordentlich verbessert haben.» Ein wichtiger Faktor bleibt dabei die enge Zusammenarbeit mit Yamaha: «Das Motorrad wird komplett bei YART aufgebaut. Bei der Elektronik nutzen wir die gute Verbindung zu Yamaha Europa. Wir tauschen alle Daten aus und sehen dann gemeinsam, was noch optimiert werden kann.» Neuer Fahrer bei YART: Fritz spricht von «riesiger Steigerung» Mit Neuzugang Leandro Mercado hat YART laut Fritz das Fahreraufgebot gestärkt. «Wir werden durch Mercado eine riesige Steigerung sehen. Er kennt die Langstrecke und ist bereits in der Nacht gefahren. Er kennt alle Strecken», betonte Fritz.
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Gerade dieser Faktor sei entscheidend: «Mit Jason im vergangenen Jahr war das anders, weil er überall zum ersten Mal fuhr und keine Erfahrungen in der Nacht hatte. Das erfordert Zeit, um sich daran zu gewöhnen, vor allem in Le Mans, wenn man sich die Strecke mit 60 anderen Teams teilt. Das Überholen ist nicht einfach, man verliert schnell zwei oder drei Sekunden pro Runde. Das addiert sich dann im Laufe eines Stints.» BMW ist für Fritz nicht der große Favorit Trotz starker Wintertests der Konkurrenz bleibt Fritz realistisch, was die Kräfteverhältnisse betrifft. «BMW war bei den Tests stark. Doch SERT sind für mich die Stärksten. BMW wird vielleicht bei einigen Stints oder Rennen stark sein, doch SERT schätze ich als am konstantesten ein. Zudem muss man auch Honda auf der Rechnung haben. Jetzt haben sie durch die Verpflichtung von McPhee drei sehr gute Fahrer», analysierte Fritz vor dem Saisonstart. Die eigene Stärke sieht Fritz vor allem in der Fahrbarkeit der Yamaha R1 – auch wenn es zu den moderneren Bikes von BMW und Honda klare Defizite gibt. «Beim Topspeed sind wir sicher nicht die Schnellsten. Das zeigt sich vor allem beim Bol d’Or. Wir sind jetzt dreieinhalb Jahre sehr gut durchgekommen mit der Ausnahme von Suzuka, als wir den Motor von Yamaha Japan verwendet haben. In diesem Jahr werden wir wieder unseren Motor verwenden», erklärte er. Am Ende könnte erneut die Konstanz den Ausschlag geben – wie schon im Vorjahr, als YART den Titel mit minimalem Vorsprung holte. «Unterm Strich denke ich, dass unser Motor und das gesamte Motorrad sehr fahrbar ist. In Le Mans, Spa und Suzuka haben wir Chancen auf den Sieg. Beim Bol d’Or ist es schwieriger. Wichtig ist durchkommen. Bei vier Rennen wirkt sich ein Ausfall sehr stark aus. Im letzten Jahr haben wir den Titel mit einem Punkt Vorsprung geholt. Jeder Punkt ist wichtig, auch die im Qualifying. Wir müssen schauen, überall das Maximum herauszuholen», so der 32-jährige Mosbacher.
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