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SandbahnKolumne
Wirbelbrüche: Keine voreiligen Schlüsse ziehen
Dirk Fabriek stürzte am Sonntag in Scheessel schwer. Im Krankenhaus wurden zwei gebrochene Lendenwirbel und ein Halswirbelbruch erfolgreich stabilisiert. Zuschauer gaben Bernd Diener vorschnell die Schuld.
Im Artikel erwähnt


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Fabriek stürzt, vorne Diener Fabriek stürzt, vorne Diener Foto: Hagen
Fabriek stürzt, vorne Diener © Hagen
Bahnsport ist ein gefährlicher Sport, da beißt die Maus keinen Faden ab. Der Kampf auf einer minimal zehn Meter breiten Sand- oder Grasbahn mit hoch drehenden aggressiven Einzylindermotoren endet oft in der umgrenzenden Holzplanke. In Deutschland sind die Kurven glücklicherweise seit einigen Jahren mit Airfences gesichert.
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Aber auch die schützen nicht vor bösen Verletzungen, wie man am Sonntag in Scheessel leider wieder gesehen hat. Was war passiert? Im Lauf 8 gewann Dirk Fabriek den Start vor Bernd Diener und Jörg Tebbe. Auf der Gegengeraden fuhr der Niederländer innen, Diener wich außen fahrend dem Strahl des Führenden aus. Vor der Haupttribüne ließ sich Fabriek etwas nach außen treiben, Diener wählte die kluge innere Linie. Schon hier schien der Gengenbacher etwas schneller unterwegs zu sein.
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Dann folgte die Entscheidung. Fabriek blieb außen, aber Diener zog länger am Gas und nutzte die Lücke, die Fabriek nach innen ließ. Der Niederländer fuhr eine andere Linie und wollte eingangs der Kurve ebenfalls nach innen ziehen. Dabei kam er ins Straucheln und schlug in die Airfence ein.
Vor Ort waren einige Augenzeugen sofort überzeugt davon, dass Bernd Diener dem Verunglückten keinen Platz gelassen hätten. Der Oldie aus dem Schwarzwald wurde lauthals beschimpft, selbst DMSB-Sportkommissar Ludger Spils wurde unter Druck gesetzt, den vermeintlichen Übeltäter zu bestrafen.
Wie immer in solchen Fällen ist es besser, erstmal die Ruhe zu bewahren und sich nicht vorschnell leiten zu lassen von Hektik und Stress. Sieht man sich im Internet Videos des Geschehens an, dann wird man feststellen, dass Diener zwar mit einem gewissen Risiko fuhr, aber durchaus legitim den Platz nutzte, den Fabriek ihm ließ. Beide fuhren unterschiedliche Linien. Diener ist definitiv weit innen gefahren, als er an Fabriek vorbei fuhr. Der Niederländer schien überrascht von der Attacke und verlor die Kontrolle über sein Bike. Erst danach wurde Diener weit nach außen getrieben.
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Sicher kann man einwenden, der Ältere müsste der Klügere sein, der weiß, was passieren kann. Man könnte auch sagen, der Andere hätte eine bessere (innere) Linie wählen sollen. So oder so, der Unfall musste nicht sein, aber (auch) das ist Rennsport.
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