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SportwagenKolumne
Peter Falk (1932-2026): Trauer um einen großen Porsche-Strategen
Die Reihen der frühen Mitbegründer des Porsche-Motorsports lichten sich immer mehr. Von den legendären Strategen der 60er-Jahre sind heute nicht mehr viele am Leben.
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Peter Falk 1932-2016 Peter Falk 1932-2016 Foto: Porsche
Peter Falk 1932-2016 © Porsche
Nun ist auch Peter Falk im Alter von 93 Jahren gestorben. Einst bildete er mit Entwicklungs-Vorstand Helmuth Bott (1994 verstorben) die Doppelspitze bei allen wichtigen Porsche-Renneinsätzen.
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Peter Falk war nie ein Mann großer Worte und Gesten. Mit beneidenswerter Ruhe und schwäbischer Gründlichkeit erledigte er seit 1959 seinen Job bei Porsche: Zuerst im Fahrversuch, dann als Renn-Ingenieur, und ab 1982 schließlich als Chef der Rennabteilung. Er fand seine berufliche Erfüllung bei Porsche und im Motorsport, assistierte Porsche-Baron Huschke von Hanstein.
Alle Höhen und Tiefen in Le Mans 30 Mal erlebte Falk die 24 Stunden von Le Mans mit allen Höhen und Tiefen des Stuttgarter Rennstalls an vorderster Front. In seine Amtszeit als Rennleiter fielen vier Le Mans-Siege, vier Team-WM-Titel, fünf Fahrer-WM-Titel und unzählige Einzelsiege mit dem fast unschlagbaren Porsche-Sportwagen 956/962.
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Eigentlich war er sogar in allen möglichen Funktionen an 16 Le Mans-Erfolgen von Porsche beteiligt. Persönlichkeiten wie Jacky Ickx, Derek Bell, Stefan Bellof, Jochen Mass oder Hans-Joachim Stuck unterstanden Falks strengem Kommando.
Noch heute ist der Porsche-General besonders stolz auf den Dreifachsieg des nagelneuen Porsche 956 gleich beim ersten Le Mans-Antritt 1982. Das Kunststück, alle drei gestarteten Neukonstruktionen eines Sportwagens bei einer Premiere in Le Mans auf die ersten drei Plätze zu dirigieren, gelang danach nur noch Audi beim Debütrennen des R8 im Jahr 2000. Toller Erfolg bei der Dakar Zwei weitere Ereignisse stufte Falk zu seinen Lebzeiten als „besonders wertvoll“ ein: Der Sieg im ersten Antritt bei der Paris-Dakar 1984 mit dem 911er („unerprobtes Auto auf unbekanntem Terrain“), und sein fünfter Gesamtrang bei der Rallye Monte Carlo 1965 als Co-Pilot von Herbert Linge im Werks-911 – auch das ein Premierenerfolg, denn Porsche trat damals mit dem Elfer zum ersten Mal in der Rallye-WM an.
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Aber Falk musste in seiner Porsche-Zeit auch Negativ-Erlebnisse verarbeiten – „leider viel zu viele. Wir haben so manchen guten Piloten verloren, vor allem der Tod von Stefan Bellof hat mich sehr mitgenommen.“ In Tamm bei Ludwigsburg, gleich um die Ecke des Porsche-Motorsport-Heiligtums Weissach, genoss Falk seit seiner Pensionierung 1992 eine Art fröhlichen Unruhestand. „Topfit und immer in Bewegung“, so beschrieb seine Frau Ruth bei meinen Telefonaten zu seinen Geburtstagen gern den aktuellen Status ihres Mannes. Die beiden waren ein Herz und eine Seele und sind 64 Jahre lang gemeinsam durchs Leben gegangen. Ruth war immer an seiner Seite, auch an den vielen Renn-Wochenenden. Reisen und die Lust am Wandern haben Peter Falk gerade im hohen Alter fit gehalten. Elf Jahre lang hat er sich zum Beispiel um die Planung des sportlichen Teils der „Silvretta Classic“ gekümmert. Und dann entdeckte Falk auch noch relativ spät seine Leidenschaft für den Computer – seine PC-Erkundungs-Sitzungen sollen laut seiner Frau oft stundenlang gedauert haben. Einmal im Monat traf sich Peter Falk mit seinen ebenfalls schon längst pensionierten Porsche-Mitstreitern aus der Rennabteilung zum Stammtisch in Stuttgart. Dazu gehörten so legendäre Porsche-Urgesteine wie Herbert Linge (2024 verstorben) oder Hans Mezger (2020 verstorben). Auch die glücklicherweise noch lebenden Porsche-Legenden Norbert Singer, Valentin Schäffer (Spitzname „Turbo-Valerntin“), Helmut Flegl und Roland Kussmaul repräsentieren die letzten Verbliebenen der alten Garde. Sie alle und viele andere standen und stehen für Porsches grandiose Sportwagen-Erfolgsgeschichte.
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