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Der Bann ist gebrochen: Razgatlioglu wieder der Alte

Nach seinen drei Siegen in Donington Park macht sich Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu keine Illusionen, dass es so weitergeht. Aber er wertet es als sehr positiv, dass er wie im Vorjahr fahren kann.

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In den ersten zwölf Rennen des Jahres stand Weltmeister Toprak Razgatlioglu zwar zehnmal auf dem Podium, in Assen krachte er mit Jonathan Rea zusammen und stürzte und im ersten Hauptrennen in Misano stoppte ihn die Technik, aber gewinnen konnte er nur einmal im Sprintrennen in Italien.

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In Donington Park sahen wir Toprak wie im Vorjahr: souverän, ultrastark auf der Bremse, gnadenlos. Der Türke gewann alle drei Rennen, das erste mit überragenden 6,4 sec Vorsprung. Seinen Rückstand in der Weltmeisterschaft reduzierte er gegenüber dem Führenden Alvaro Bautista (Aruba.it Ducati) innerhalb eines Wochenendes von 79 auf 43 Punkte.

"Jetzt fühlt sich mein Bike wieder wie letztes Jahr an und ich kann im typischen Toprak-Stil fahren", grinste der Türke. "Hart bremsen und andere Fahrer überholen ist jetzt wieder sehr einfach. Das liegt daran, weil ich wieder Grip habe – keine Ahnung, was sie an der Abstimmung geändert haben. Noch lässt sich aber nicht sagen, ob das jetzt immer so sein wird, das war nur ein Rennwochenende. Nach Most werden wir mehr wissen. Wenn sich mein Motorrad dort gleich anfühlt, dann werden wir wieder schöne Kämpfe sehen – und ich bin wieder im Spiel."

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Toprak präsentierte sich in England tiefenentspannt, obwohl die Erwartungen an ihn hoch sind. Während der Paddock-Show spendierte er den begeisterten Fans eine Stunt-Show mit einem Roller und hatte stets einen lockeren Spruch auf den Lippen.

"Mein Start in die Saison war nicht gut", hielt der Mann mit der Nummer 1 fest, der nach 15 Rennen vier Siege und 13 Podestplätze hat. "Das hat mich überrascht, damit habe ich nicht gerechnet. Von Misano auf Donington wurde das Motorrad erneut verändert, am Freitag war ich nicht glücklich. Doch seit Samstag ist es super, wir haben uns deutlich verbessert. Ich konnte sehr entspannt fahren, es ging mir leicht von der Hand. Ich genieße es wieder und kann ganz einfach kämpfen. Auch Kenan Sofuoglu war überrascht, wir telefonieren vor und nach jedem Rennen, wenn er nicht dabei ist. Er hat auch nicht gedacht, dass ich in Donington dreimal gewinne. Hoffentlich ist das in Most auch so, dann ist Kenan wieder dabei."

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