Donington: Kriegsbeil ist begraben, Fans oben ohne
Summiert über 50.000 Fans kamen zur Superbike-WM nach Donington Park – so viele wie seit Jahren nicht mehr. Daran hatte nicht nur das Spitzenwetter seinen Anteil.
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Leider ist es zur Mode geworden, Zuschauerzahlen summiert über das Wochenende auszuweisen. Die Besucher vom Freitag, Samstag und Sonntag werden zusammengezählt, als wären es lauter verschiedene Menschen gewesen, was offensichtlich Blödsinn ist.
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Es lässt sich von außen nicht nachvollziehen, wie viele der insgesamt 51.831 Fans in Donington Park an den einzelnen Tagen da waren. Doch die Tribünen und weitläufigen Wiesen der spektakulären Rennstrecke waren gut gefüllt, das in der Superbike-WM offene Fahrerlager ebenso. Und bei der unterhaltsamen Paddock-Show, Herz und Seele der seriennahen Weltmeisterschaft, herrschte zeitweise Stimmung wie bei einem Rockkonzert. In Donington Park, dort wurde 1988 das erste Superbike-WM-Rennen überhaupt ausgetragen, litten die Zuschauerzahlen lange unter dem Konkurrenzkampf mit der Britischen Meisterschaft. In den fünf Jahren seit 2014 kamen am Sonntag zwischen 15.000 und 18.000 Fans, über drei Tage in Summe nie mehr als 38.000. 2020 fielen die Rennen wegen der behördlichen Corona-Verbote aus, für 2021 gab es restriktive Auflagen.
Obwohl die BSB ebenso wie der SBK-Event in Donington Park von Promoter MSV vermarktet wird, ließ BSB-Boss Stuart Higgs keine Chance aus, seine Serie über den Klee zu loben und SBK schlecht zu reden. Erst als MSV, das Kürzel steht für Motorsport Vision, im Januar 2017 nach den Rennstrecken in Brands Hatch, Oulton Park, Snetterton und Cadwell Park auch Donington Park kaufte, besserte sich die Situation deutlich.
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Für mittel- und südeuropäische Verhältnisse herrschte am vergangenen Wochenende in Großbritannien schönes Hochsommerwetter. Britische Medien berichteten hingegen, als hätte es 60 Grad im Schatten. Sie rieten den Menschen zu Kopfbedeckungen und dem Gebrauch von Sonnencreme, am besten wäre es überhaupt, wenn sie zuhause blieben, alle Vorhänge zuziehen und die Rollläden herunterließen, um die Hitze draußen zu halten. Die Fans an der Rennstrecke genossen das Traumwetter, nicht wenige (Männer) waren nur in Badehose unterwegs.
"Während Covid gab es sehr viele Einschränkungen in England, die Fans haben die Superbike-WM vermisst", nannte Kawasaki-Werksfahrer Alex Lowes einen Grund für den guten Fanzuspruch. Und fügte schmunzelnd hinzu: "Viele nutzten das Wetter als Entschuldigung, um oben ohne am Hang zu sitzen und ein paar Bier zu trinken. Das Wetter hat sicher geholfen. Und die Tatsache, dass einige Briten vorne mitfahren. Wir wissen, dass viele Fans in England verfolgen, was wir machen. Die Unterstützung dann aber vor Ort zu bekommen, ist besonders schön."
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