Siege mit beiden Fahrern: Yamaha definiert Ziel für die Superbike-WM 2026
Yamaha-Teammanager Paul Denning geht mit breiter Brust in die Superbike-WM 2026 und hofft, dass die Stabilität des R1-Projekts dabei hilft, sich gegen die anderen Teams durchzusetzen.
In der Superbike-WM 2026 zeichnen sich mehrere neue Konstellationen ab – bei einem klaren Fixpunkt: Nicolo Bulega ist der Mann, den es zu schlagen gilt. Wer sich als sein größter Herausforderer etabliert, ist dagegen völlig offen. Beim Weltmeister-Team BMW beginnt mit Miguel Oliveira und Danilo Petrucci eine neue Ära. Alvaro Bautista musste bei Ducati den Schritt vom Werksteam zur Barni-Mannschaft machen, während Iker Lecuona bei Aruba vor der wohl größten Chance seiner Karriere steht.
Auf Kontinuität setzt Yamaha: Die R1 bietet zahlreiche Referenzen, und mit Andrea Locatelli steht ein bewährter Leistungsträger im Team. Zusätzliche Hoffnung ruht auf Neuzugang Xavi Vierge, der bereits bei den ersten Tests einen starken Eindruck im Zusammenspiel mit der Yamaha hinterließ. Doch wo steht Yamaha in der neuen Saison?
Wir haben exklusiv bei Teammanager Paul Denning nachgehakt und gefragt, womit er am Saisonende zufrieden wäre. «Eine gute Saison für uns wäre, wenn beide Fahrer ein Rennen gewonnen hätten. Es wäre dann Xavis erster Sieg in der Superbike-WM. Zudem hoffen wir, dass beide innerhalb der Top 3 der Meisterschaft kämpfen», nannte Denning die Zielsetzung.
Das sind durchaus ambitionierte Ziele für die neue Saison. «Wir müssen unsere Ziele dieses Jahr hoch ansetzen. Das ist absolut nicht leicht zu erreichen, aber es gibt einige Veränderungen bei Teams und Fahrern, und die Stabilität unserer Plattform sollte uns eine Chance geben – zusammen mit der sehr guten Abstimmung, die Xavi offenbar sofort mit der R1 gefunden hat. Deshalb müssen wir uns höhere Ziele stecken als 2025», rechtfertigte Denning bei SPEEDWEEK.com seine Erwartungen.
Sollte Nicolo Bulega seiner Favoritenrolle gerecht werden, dann rückt der Kampf um Silber in den Fokus. «Nicolo ist ganz klar der absolute Favorit, aber es ist Racing und alles kann passieren. Unser Fokus wird darauf liegen, so nah wie möglich an ihm dran zu sein und immer um das Podium zu kämpfen», erklärte Denning.
«Voller Respekt gegenüber all unseren Konkurrenten – das ist das Ziel. Aber es wird auch Tage geben, an denen man diesem Ziel nicht nahekommt. Das ist die Realität des Sports. Trotzdem müssen wir sehr fokussiert bleiben und versuchen, diesem Ziel so nahe wie möglich zu kommen», schilderte Denning zweieinhalb Wochen vor dem Auftakt in Australien.
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