Iker Lecuona will Nicolo Bulega herausfordern: «Muss um den Titel kämpfen!»
Exklusiv-Interview mit Ducati-Neuzugang Iker Lecuona: Der Spanier bezeichnet die Superbike-WM 2026 als «wichtigstes Jahr» seiner Karriere und will mindestens WM-Zweiter werden.
Iker Lecuona steht in diesem Jahr vor einer riesigen Chance: Der 26-Jährige erhält bei Ducati das wohl beste Motorrad im Feld und startet neben Vizeweltmeister Nicolo Bulega für das erfolgsverwöhnte Aruba-Team. Die Erwartungen sind riesig, doch der Testwinter hielt kaum Runden auf trockener Strecke bereit. Beim Treffen mit SPEEDWEEK.com sprach Lecuona über seine Ziele und seine Herangehensweise.
«Ich versuche, ruhig zu bleiben», bemerkte Lecuona in Portimao. «Beim ersten Test im Oktober war ich etwas aufgeregter, ich wollte es gut machen, ich wollte schnell sein. Und gegen Ende des Winters sagte ich mir dann: 'Okay, ich muss ruhig bleiben. Ich habe genug Erfahrung, genug Speed, genug Leistungsniveau, um so zu fahren.’»
Keine Erkenntnisse in Portimao – oder etwa doch?
Der finale Test in Europa fiel komplett ins Wasser. Ducati hatte den Test in Portimao organisiert, fuhr aber nur am zweiten Tag ein paar Runden, um die neue Saison vorzubereiten. Lecuona ist überzeugt, dass er die Lücke zu Bulega weiter schließen konnte. «Ich bin näher an meinen Teamkollegen herangekommen. Das zeigen die Daten. Und ich freue mich wirklich sehr über die Fortschritte.
«Mein Ziel in Australien ist unverändert», erklärte Lecuona, der sich bewusst ist, dass Phillip Island eine spezielle Strecke ist und die Kräfteverhältnisse dort oft nicht mit denen in Europa zu vergleichen sind. «Das Wichtigste ist also, in Australien nicht zu viele Punkte zu verlieren, um beim Europaauftakt in Portimao eine gute Situation vorzufinden», hielt Lecuona fest.
Wichtigste Saison seiner Karriere und große Ziele
Dass 2026 ein wegweisendes Jahr für Lecuona ist, steht außer Frage. «Für mich ist es das wichtigste Jahr meiner Karriere», betonte der ehemalige HRC-Pilot und erklärte: «Es ist das erste Mal, dass ich ein Team und ein Bike habe, mit dem man gewinnen und um Siege kämpfen kann. Aber auch der Zeitpunkt ist wichtig für meine Karriere. Ich habe viel Erfahrung, ich habe viel Vertrauen in mich selbst. Deshalb bin ich wirklich glücklich über diese Chance. Ich arbeite mehr als je zuvor.»
Was muss vor dem Saisonstart noch verbessert werden? «Im Moment ist das schwer zu sagen, weißt du. Die Bedingungen waren bereits im Oktober schwierig. Ich brauche Zeit. Ich weiß nicht, ob ich in Australien schon bereit bin. Die Ducati war komplett neu für mich. Und nach dem, was ich verstanden habe, muss man diese Ducati auf eine andere Art fahren.»
Während die Honda Fireblade laut Lecuona einen sehr aggressiven Stil erforderte, muss die Ducati sanfter pilotiert werden, was
Lecuonas Ziel für die Superbike-WM 2026 ist klar definiert: «Ich muss um den Titel kämpfen. Ich weiß, dass ich das kann. Mein schlechtestes Szenario muss Platz zwei sein, weil mein Team gewinnen kann. Natürlich hat Nicolo gute Chancen, die Meisterschaft zu gewinnen. Aber ich will mit ihm kämpfen!»
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