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Dominique Aegerter vor Supersport-Comeback: «Das Feuer brennt noch!»

Nach drei Jahren Superbike-WM gibt Dominique Aegerter in diesem Jahr sein Comeback in der Supersport-WM. Mit der Kawasaki ZX-6R will er an die Erfolge von 2021 und 2022 anknüpfen.

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Nach drei Jahren in der Superbike-WM schlägt Dominique Aegerter 2026 ein vertrautes, aber dennoch neues Kapitel auf: Der zweifache Supersport-Weltmeister kehrt in jene Kategorie zurück, in der er 2021 und 2022 seine größten Erfolge feierte. Doch der Neustart mit Kawasaki fällt ihm schwerer als erwartet – nicht zuletzt wegen der völlig anderen Technik, dem neuen Team und einer schwierigen Vorbereitung.

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«Der Fahrstil in der Supersport-WM ist komplett anders, man hat 100 PS weniger und keine Elektronikhilfen», beschrieb der 35-jährige Schweizer im Exklusiv-Interview mit SPEEDWEEK.com die Umstellung von der Yamaha R1 zur Kawasaki ZX-6R.

«Das Fahrgefühl ist komplett anders, genau wie die Sitzposition. Ich muss mich erneut an die Linien gewöhnen, die man mit dem Supersport-Bike fährt. Man muss viel flüssiger fahren und später bremsen.» Den Stop-&-Go-Stil der Superbike-WM hat Aegerter in den zurückliegenden Jahren bei GRT-Yamaha verinnerlicht und muss sich «noch besser an das Supersport-Bike gewöhnen».

Wo steht Kawasaki im Vergleich zu Yamaha?

Erste Eindrücke sammelte Aegerter bereits im November 2025 bei einem Test mit der Kawasaki ZX-6R. Wirklich aufschlussreich waren diese Runden allerdings nicht. «Ich musste mich bei den ersten Tests an das Bike gewöhnen. Das Team war auf meiner Seite neu», erklärte er. «Für die Tests in Jerez und Portimao waren wir besser vorbereitet, doch das Wetter hat gar nicht mitgespielt.» Beide Januar-Tests gingen nahezu komplett im Regen unter, sodass kaum Erkenntnisse im Trockenen möglich waren.

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Der Vergleich zu seiner früheren Erfolgsmaschine fällt ihm deshalb schwer. «An die R6 kann ich mich nicht mehr so gut erinnern nach drei Jahren mit dem Superbike», gibt Aegerter zu. «Aktuell fällt es mir noch schwer, in die Kurven hineinlaufen zu lassen. Ich denke, das gelang mir mit der R6 ein bisschen besser.» Auch die Technik verlangt Eingewöhnung: «Wir verwenden einen elektronischen Gasgriff und die Elektronik von Mectronik. Noch habe ich kein perfektes Gefühl für das Gas. Es ist noch nicht richtig natürlich.»

Entsprechend vorsichtig formuliert Aegerter seine Ziele für die Saison 2026. «Schwierig zu sagen im Moment. Wir haben noch nicht richtig angefangen», gestand er offen. «Bei den bisherigen Testrunden war ich noch zu langsam.»

Hohe Erwartungen an den Weltmeister von 2021 und 2022

Der Erwartungsdruck sei dennoch hoch: «Natürlich haben alle große Erwartungen. Ich hatte zwei richtig starke Jahre in der Supersport-WM und deshalb gehen alle davon aus, dass ich nach drei Jahren in der Superbike-WM einfach zurückkehre und da anknüpfe, wo ich aufgehört habe. Doch das ist nicht so einfach, denn die Motorräder sind neu. Es hat sich vieles geändert.»

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Nach schwierigen Jahren in der Superbike-WM steht für Aegerter zunächst etwas anderes im Vordergrund. «Ich muss zuerst einmal das Vertrauen aufbauen, weil die letzten Jahre für mich schwierig waren. Ich muss wieder Freude am Fahren haben», betonte er. «Wenn ich mit dem Team gut harmoniere, dann kann ich auch wieder Leistung zeigen.»

Am grundsätzlichen Ehrgeiz hat sich jedoch nichts geändert. «Das Feuer brennt immer noch in mir. Ich habe Benzin im Blut. Ich habe den Biss und will an der Spitze fahren.» Rückenwind bekommt er dabei auch von Teamkollege Jeremy Alcoba. «Er stand bei den beiden letzten Rennen auf dem Podium. Das Bike kam erst im vergangenen Jahr raus. Ich denke, wir können es zusammen weiterentwickeln.»

Warum die Rückkehr zu Ten Kate nicht möglich war

Eine Rückkehr zu Ten Kate Yamaha, mit denen Aegerter seine Titel feierte, kam letztlich nicht zustande. «Ich wollte schon zu Ten Kate zurückkehren. Sie meinten, sie würden mich mit offenen Armen empfangen. Doch das wäre nur möglich gewesen, wenn ich ein paar große Taschen mit Geld mitbringe», erzählte er.

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«Das habe ich erst ziemlich spät herausgefunden, was schade ist.» Dennoch blickt er nach vorne: «Klar, wäre es schön gewesen, auf Blau zu bleiben. Doch manchmal kann man sich als Fahrer nicht aussuchen, für welches Team man fahren möchte. Auch wenn ich ehemaliger Supersport-Weltmeister bin, konnte ich es mir nicht aussuchen. Ich habe bei Kawasaki einen Werksvertrag unterschrieben und bin froh, wie es jetzt ist.»

Mit wenig Vorbereitung, aber ungebrochener Motivation reist Dominique Aegerter nun zum Saisonauftakt nach Australien – und hofft, Schritt für Schritt wieder dort anzukommen, wo er sich selbst sieht: an der Spitze der Supersport-WM.

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