Seit diesem Jahr werden die Motorräder der Superbike-WM über die Benzindurchflussmenge balanciert. Die dadurch höheren Temperaturen bei der Verbrennung machen Ducati offenbar mehr zu schaffen als BMW.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Als die erfolgreichsten Hersteller sind BMW und Ducati gleichermaßen von der Fuel-Flow-Regel betroffen. Beide müssen mit 45,5 kg/h auskommen, zu Saisonbeginn waren es 47,5 kg/h.
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Aber während Weltmeister Toprak Razgatlioglu mit der M1000RR weiterhin von Sieg zu Sieg eilt und in Magny-Cours sein bereits viertes Triple in Folge feierte, geriet Ducati-Aushängeschild Nicolò Bulega immer mehr ins Hintertreffen und geriet in Frankreich sogar unter Druck von Alex Lowes mit der deutlich leistungsschwächeren Bimota. "Ich sehe nichts, was wir derzeit verbessern können", sagte der Italiener frustriert. "Aus meiner Sicht haben wir das Potenzial unseres Pakets voll ausgenutzt und es ist unmöglich, damit schneller zu sein." Bulega war mit seiner Kritik nicht allein: Auch Danilo Petrucci vom Kundenteam Barni Racing reklamierte, dass seine V4R so langsam wie nie war. Außerdem aufällig in Magny-Cours: Mit Yari Montella, Sam Lowes und Ryan Vickers gaben gleich drei Ducati-Piloten das Rennen vorzeitig auf. "Im zweiten Rennen waren Motorüberhitzung und Leistungsverlust eine direkte Folge der neuen Benzinbeschränkungen – einer Regelung, die uns stark bestraft", erklärte Motocorsa-Boss Lorenzo Mauri, Teamchef von Vickers. "Wir sind enttäuscht, weil diese Beschränkung die Leistung stark beeinträchtigt und nicht das wahre Potenzial von Motorrad und Fahrer widerspiegelt. Wir arbeiten weiter an technischen Lösungen."
Die Rennaufgabe seines Schützlings im Superpole-Race hatte eine andere Ursache. "Ryan entschied sich für einen weichen Reifen, doch zu starker Verschleiß verhinderte, dass er das Rennen beenden konnte", verriet Mauri. "Wir sind jedenfalls mit vollem Einsatz dabei und konzentrieren uns bereits auf die nächste Runde in Aragón."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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