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Galinski (MGM Ducati) exklusiv: Über Ducati, Redding und Mackenzie
Teamchef Michael Galinski spricht exklusiv bei SPEEDWEEK.com über den Umbruch bei MGM Ducati nach Scott Reddings Abschied – und über die finanzielle Lage seines Teams in der Superbike-WM.
Superbike WM
Im Artikel erwähnt


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Die vergangene Saison wurde für Michael Galinskis Mannschaft zur Bewährungsprobe. Nach dem Wechsel von BMW zu Ducati im Winter 2024/2025 und einer umfassenden Neuausrichtung sollte Scott Redding zurück an die Spitze geführt werden. Doch nach einem vielversprechenden Start in Australien geriet das Projekt ins Stocken: Redding verlor die Motivation und verabschiedete sich im Laufe der Saison in Richtung BSB. Galinski musste reagieren – und improvisieren.
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Mit viel Einsatz brachte der Norddeutsche sein Team durch die Saison. Und das mit Erfolg: Ersatzfahrer Tarran Mackenzie stürmte beim Finale in Jerez in die Top-7. Für 2026 steht der nächste Neustart an. Mit neuem Hauptsponsor, der neuen Ducati Panigale V4R und Mackenzie als Stammfahrer will das MGM-Team regelmäßig in die Top 10 fahren. Stabiles Fundament dank neuem Hauptsponsor Der neue Hauptsponsor Optical Express nimmt Galinski zumindest einen Teil des finanziellen Drucks. «Mit dem neuen Hauptsponsor ist das Projekt realistischer darzustellen. Ich sehe in dieser Kooperation eine Zukunft – und das ist für mich entscheidend. Jetzt können wir das Team so aufstellen, dass wir langfristig arbeiten können», erklärte der MGM-Chef im Vieraugengespräch mit SPEEDWEEK.com.
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Für die Ducati-Teams bringt die Saison 2026 jedoch zusätzliche Herausforderungen. Mit der neuen Panigale V4R musste nahezu das komplette Material ersetzt werden. «In der Superbike-WM gibt es aktuell kein Ducati-Team, das ‘Hurra!’ schreit. Viele Jahre lang mussten keine neuen Motorräder angeschafft werden, das Material konnte lange genutzt werden. Für eine volle Saison benötigt man rund 1,6 Millionen Euro, wenn man es richtig machen will», so Galinski. «Aktuell ist es für alle hart – im zweiten und dritten Jahr wird es dann günstiger.»
Trotzdem blickt der Teamchef optimistisch nach vorn. «Wir haben eine mittelfristige Planung. Natürlich weiß man nie, wie sich alles entwickelt, aber inzwischen sind viele Menschen im Projekt, die zukunftsorientiert denken und etwas aufbauen wollen.» Material: Was anders ist als bei der Werks-Ducati Technisch sieht sich das Team gut aufgestellt. «Bis auf die Lichtmaschine entsprach unser Motorrad im Vorjahr der Werksmaschine – und das wird auch 2026 so sein. Die Werkslichtmaschine ist extrem teuer und aktuell nur begrenzt verfügbar. Das Besondere: Sie schaltet sich ab, wenn sie nicht benötigt wird. Abgesehen davon ist unser Bike baugleich.»
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Die Wintertests in Jerez und Portimão fielen größtenteils ins Wasser. Galinski nutzte die Gelegenheit und schaute sich die Werksmaschinen genau an. «Ich konnte keine Unterschiede erkennen. Ducati hat einfach die Stärke, Motorräder zu bauen, die auch in Privatteams siegfähig sind. Andere Hersteller könnten sich davon etwas abschauen», meinte der langjährige Teamchef, der zuvor mit Yamaha und BMW arbeitete. Auch Ducati selbst stand zuletzt unter Druck: Neben der Superbike-WM mussten zahlreiche Teams in nationalen Serien mit 2026er-Material versorgt werden. «Das sorgt zwangsläufig für Engpässe zu Jahresbeginn», zeigte Galinski Verständnis. Rückblick 2025: Der Bruch mit Redding und der Neustart mit Mackenzie Im Sommer 2025 spitzte sich die Situation im Team zu, als sich Reddings Abschied abzeichnete. «Scott hat enorm viel Talent, das steht außer Frage. Das hat man etwa in Australien gesehen. Doch sein Umfeld mit Manager und Familie war zuletzt nicht ideal», ließ Galinski durchblicken.
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Redding lebte an den Rennwochenenden zeitweise mit Frau und Baby im Team-Lkw. Das erschwerte die Situation zusätzlich und baute Druck auf. «Früher war vieles einfacher, damals wurde ein Wohnmobil bezahlt, er hatte mehr Komfort. Zuletzt kam viel Druck von außen dazu – von Manager und Familie. Am Ende haben sich unsere Wege getrennt.» Die Verpflichtung von Tarran Mackenzie brachte die Wende. «Er hat das Team aus einem Loch geholt», erinnert sich Galinski. «Wenn es läuft, ist alles leicht. Wenn nicht, wird es schwierig. Tarran kam und brachte vom ersten Tag an eine unglaublich positive Energie.» Dem Briten war bewusst, dass sich ihm bei MGM Ducati eine große Chance bietet. Zuvor kämpfte der ehemalige BSB-Champion jahrelang mit unterlegenem Material. «Bei Honda musste er vor einigen Jahren noch mit einer seriennahen Supersport-Maschine fahren. Ich erinnere mich, wie in Australien sogar noch Kabelbaum und Lichtanlage entfernt wurden. Er ist extrem leidensfähig und hat neue Energie ins Team gebracht. Was er in nur fünf Rennwochenenden gezeigt hat, bestätigt mir: Er ist ein sehr guter Fahrer. Wir wollen mit ihm weitermachen.»
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Auch menschlich passt es. «Ich schätze Tarran – und seinen Vater Niall – sehr. Tarran weiß, was die Dinge kosten. Früher wurde viel gefordert, heute wird viel gegeben. Das freut mich.» Ein weiterer Vorteil: Mackenzie ist deutlich kleiner und leichter als Redding. «Das hilft uns auf den Geraden. Außerdem schont er die Reifen stärker. Er liegt mit Ausrüstung knapp unter dem Limit von 80 Kilogramm. Den Unterschied gleichen wir am Motorrad aus – ein, zwei Kilogramm. Das Bike selbst liegt am Mindestgewicht.» Verbesserungspotenzial sieht Galinski vor allem in der Streckenkenntnis mit der Ducati. «Er ist noch nicht jede Strecke mit diesem Motorrad gefahren. Die ersten sechs Rennwochenenden werden für ihn neu sein. Das ist aber keine Schwäche, sondern schlicht ein Umstand.»
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Das Ziel für die Superbike-WM 2026 ist klar formuliert. «Wir wissen, was unser Fahrer kann, was das Motorrad kann und wozu das Team in der Lage ist. Wir streben Top-10-Ergebnisse an – auch in der Gesamtwertung. Das ist ambitioniert, aber machbar, wenn man sieht, was Tarran beim Finale in Jerez gezeigt hat.»
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