Intercontinental GT Challenge
«Beschissenes Fahren wie immer» – Gounon tobt nach Kollision am Rennende
Ralf Aron hat bei seinem schweren Unfall bei den 12h Bathurst zwei Brüche im Rücken erlitten. Der Este möchte sich mit der Rennleitung des Rennens zusammensetzen, um zukünftige Unfälle zu verhindern.
Es war einer der großen Schockmomente der 12h Bathurst. Im letzten Rennviertel verunfallte Spitzenreiter Ralf Aron im Craft Bamboo Racing Mercedes-AMG GT3 schwer. Aron traf frontal den Tsunami RT Porsche 911 GT3 R, der sich zuvor im Forrest Elbow drehte.
Johannes Zelger traf bei einem Wave-by-Manöver im Bereich Sulman Park die Mauer und war daraufhin in langsamer Fahrt zurück in die Box unterwegs. Im Bereich Forrest Elbow wurde der Italiener schlussendlich umgedreht und stand an einer uneinsehbaren Stelle hinter einer Kurve.
Ralf Aron war im vollen Renntempo in Richtung des Porsches unterwegs, von dem er aufgrund einer mangelhaften Beflaggung der Sportwarte erst einen Augenblick vor dem Einschlag informiert werden konnte. Das Team konnte Aron ebenfalls nicht informieren, da das Fahrzeug Probleme mit dem Funk hatte. Luca Stolz und Maro Engel – die direkt hinter Aron lagen – vermieden nur mit Glück Einschläge in die verunfallten Fahrzeuge.
Seinen Mercedes-AMG GT3 konnte Ralf Aron aus eigener Kraft verlassen, doch zur genaueren Untersuchung wurde der Este in ein lokales Krankenhaus eingeliefert. Doch Mercedes-AMG und die 12h Bathurst gaben direkt Entwarnung und teilten mit, dass der Zustand vom Mercedes-AMG-Werksfahrer stabil ist.
«Zunächst einmal möchte ich mich bei allen für die unglaubliche Menge an Nachrichten bedanken, die mich erreicht haben. Die Unterstützung in den letzten Tagen hat mir wirklich sehr viel bedeutet», so Ralf Aron in einer Mitteilung in den sozialen Netzwerken. «Besonders danken möchte ich auch dem medizinischen Team vor Ort, das sich unmittelbar nach dem Unfall um mich gekümmert hat. Ihre Professionalität und schnelle Reaktion haben einen großen Unterschied gemacht.»
Im Statement teilte Aron mit, dass er zwei Brüche im Rücken erlitten hat: «Angesichts der Umstände geht es mir gut und mein Zustand ist stabil. Ich habe zwei Brüche im Rücken erlitten, aber ich habe volle Bewegungsfähigkeit und Empfindungsfähigkeit im ganzen Körper, wofür ich sehr dankbar bin. Ich werde hart daran arbeiten, so schnell wie möglich wieder hinter das Steuer zu kommen und hoffentlich nächstes Jahr einen weiteren Anlauf am Mount Panorama Circuit zu nehmen! Ich möchte mich auch bei Mercedes-AMG dafür bedanken, dass sie ein so starkes Auto gebaut haben und mir den Schutz geboten haben, der es mir ermöglichte, selbstständig auszusteigen. Vielen Dank auch für all die Unterstützung. Ein großes Dankeschön an mein Team Craft-Bamboo Racing und meine Teamkollegen Lucas Auer und Maximilian Götz, die mir in dieser schwierigen Situation zur Seite gestanden haben. Mein Aufenthalt in Australien wird etwas länger dauern als erwartet, aber ich bin sehr froh, dass meine Eltern herfliegen, um mir in dieser Zeit beizustehen.»
Die Verkettung der unglücklichen Umstände, die zu dem Unfall führten, wurden seit dem Zwischenfall stark diskutiert. Aron möchte daher ein offenes Gespräch mit der Rennleitung führen, so dass in der Zukunft ähnliche Unfälle bei den 12h Bathurst verhindert werden können: «Ich bin auf vielen Straßenrennstrecken rund um die Welt gefahren, darunter Macau, Pau, der Norisring und sogar anspruchsvolle Strecken wie die Nordschleife. Ich habe viel Erfahrung in solchen Umgebungen und bin mir der Risiken bewusst, die mit dieser Art von Rennen verbunden sind. Die Situation in Bathurst war ernst, und aus diesem Grund möchte ich mich mit der Rennleitung zu einem offenen Gespräch treffen, um meine Erfahrungen und meine Sichtweise zu teilen. Es geht mir nicht darum, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen. Es geht darum, zu verstehen, was passiert ist, und sicherzustellen, dass wir solche Situationen in Zukunft verhindern können, damit das Rennen auf dieser schönen Strecke für alle so sicher wie möglich ist.»
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