Yamaha-Pilot Dominique Aegerter blickt auf ein enttäuschendes Rennwochenende zurück: Bei der Superbike-WM in Aragon kämpft der Schweizer mit bekannten Problemen und einem übermotivierten Yari Montella.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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"Schlecht, sehr schlecht", bilanzierte Dominique Aegerter beim Treffen mit SPEEDWEEK.com das Rennwochenende der Superbike-WM in Aragon und zählte auf: "Gestern Platz 11, heute Platz 13, zudem wurde ich im Sprintrennen abgeschossen. Im Qualifying war ich nur 14., mein Renntempo war aber gut. Wir kämpften hier mit bekannten Problemen."
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Was meint der ehrgeizige Schweizer damit? "Wir holen nicht das Maximum aus der Elektronik heraus. Deshalb ist es sehr schwierig, mit den anderen Herstellern zu kämpfen", erklärte Aegerter, der ohne Vorbereitung ins Aragon-Wochenende ging. Während andere Hersteller vor dem Rennwochenende einen Test absolvierten, glänzte Yamaha mit Abwesenheit. Der Tiefpunkt des Sonntags war der verpatzte Sprint. Barni-Pilot Yari Montella verschätzte sich in der Anfangsphase und beförderte Aegerter aus dem Rennen. "Er fuhr viel zu schnell in die Kurve, wo kein Platz war. Dann berührte er mich und ich flog via Highsider ab. Ich habe mir keine Verletzung zugezogen, spüre aber im ganzen Körper Schmerzen", schilderte Aegerter. Montella erhielt eine doppelte Long-Lap-Penalty. Doch das war für Aegerter ein schwacher Trost.
Durch Aktion wurde Aegerter um die Chance gebracht, sich mit einem Top-9-Ergebnis im Sprint in eine bessere Ausgangslage für Lauf 2 zu bringen. "Man beendet das Rennen weit hinten, wenn man nicht in den ersten beiden Startreihen steht, einen guten Start hat und in den ersten Runden die Position halten kann. Es geht nicht, von hinten nach vorne zu fahren", stöhnte er.
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Am Potenzial der Yamaha R1 zweifelt Aegerter nicht: "Wir haben eine sehr starke Basis. Wenn man mit unserem Motorrad freie Fahrt hat, dann sind die Rundenzeiten gut und der Reifenverbrauch niedrig. Doch Zweikämpfe sind kaum möglich."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Das Kapitel GRT-Yamaha nähert sich für Aegerter dem Ende. Unterm Strich verliefen die zurückliegenden drei Jahre nicht wie erhofft, auch wenn Aegerter hin und wieder starke Leistungen zeigte und Meilensteine wie die erste Startreihe oder das Podium feierte.
"Es war viel Pech dabei, das kann ich sicher so sagen. Ich wurde heute erneut abgeschossen, bereits in Misano wurde ich abgeschossen. Zudem gab es einige technische Defekte. In meiner Debütsaison wurde ich ebenfalls mehrfach abgeschossen", blickt Aegerter zurück und hofft auf mehr Glück bei den ausstehenden Events in Estoril und Jerez.
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