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Der erste Superbike-Lauf in Jerez wurde von Nicolò Bulega gewonnen, der eine Armada von sieben Ducati anführte. Während Bimota, Honda, Yamaha und Kawasaki Punkte holten, verpasste BMW die Top-15.
Zum elften Mal in der Superbike-WM 2026 startete Nicolò Bulega von der Pole-Position in den ersten Lauf. Die erste Startreihe auf dem Circuito de Jerez komplettierten seine Ducati-Markenkollegen Sam Lowes und Iker Lecuona. Mit acht V4R in den Top-9 dominierte Ducati, nur Bimota-Pilot Alex Lowes störte auf der fünften Position.
Yamaha-Pilot Xavi Vierge (11.) und Honda-Ass Jake Dixon (12.) qualifizierten sich noch vor BMW-Pilot Miguel Oliveira (13.). Für Kawasaki-Einzelkämpfer Garrett Gerloff sprang nur Startplatz 16 heraus.
Bei Rennstart um 15:30 Uhr herrschten 27 Grad Celsius bei einem Sonne-Wolken-Mix. 20 Runden hatten die Piloten zu überstehen. In der Gesamtwertung kann Yari Montella (Ducati) den dritten WM-Rang gegen Alex Lowes absichern.
Den Sprint zur ersten Kurve entschied Bulega für sich. Der Weltmeister bog vor Sam Lowes, Lecuona, Montella und Alex Lowes in die erste Kurve ein. Das Feld kam ohne Zwischenfälle durch die ersten Kurven. Die Top-8 kamen innerhalb von 2 sec aus der ersten Runde. Vierge auf Platz 10 vor Dixon und Loris Baz (Ducati), dem ein Blitzstart gelang. Oliveira auf 14.
Mit der schnellsten Rennrunde in 1:38,195 min setzte sich Bulega nach nur zwei Runden bereits um 0,9 sec von Lowes und Lecuona ab. Der viertplatzierte Montella hatte bereit s2 sec Rückstand.
Mit Vorwärtsdrang war Álvaro Bautista unterwegs: Der 41-Jährige hatte Baldassarri und Bridewell überholt und war an siebter Stelle.
Nach fünf Runden hatten sich die Rundenzeiten der Top-3 angenähert, wobei Bulega ein Polster von 1,5 sec aus Lowes herausgefahren hatte. Lecuona (3.) war nicht in unmittelbarer Schlagdistanz und schien Probleme zu haben, die Pace mitzugehen. Bester Fahrer eines japanischen Fabrikats war Jake Dixon auf Platz 11. Kurz darauf stellte Vierge seine brennende Yamaha ab.
Bei Halbzeit führte Bulega um 2 sec vor Lowes. Lecuona hatte sich einen Rückstand von 4 sec eingehandelt und stand unter massivem Druck von Montella. Sein Barni-Teamkollege Bautista hatte sich derweil den aufstrebenden Alberto Surra geschnappt und war Sechster. Zu diesem Zeitpunkt gab Oliveira das Rennen in der Boxengasse auf.
In der zweiten Rennhälfte brachen bei vielen Teilnehmern die Rundenzeiten ein. Schnellster Mann auf der Strecke war Bautista, der sich in Runde 12 den fünften Platz von Alex Lowes einverleibte. Um weiter nach vorn zu kommen, musste der Spanier jedoch eine Lücke von 2,5 sec zu Montella (4.) zufahren.
Nach dem Ausfall von Vierge war Andrea Locatelli auf der 13. Position bester Yamaha-Pilot. Hinter dem 30-Jährigen folgten Danilo Petrucci (BMW) und Garrett Gerloff (Kawasaki).
Fünf Runden vor dem Ende stabilisierten sich die Abstände in den Top-5. Eng ging es weiterhin zwischen Lecuona und Montella um Platz 3 zu, ansonsten war die Piloten von 2 sec oder mehr getrennt. Alex Lowes verlor eine Position an Surra und war als Siebter bester Nicht-Ducati-Pilot – aber von hinten kam Lorenzo Baldassarri mit Riesenschritten näher!
In den verbliebenden Runden spulten Bulega, Sam Lowes und Lecuona routiniert ihr Programm ab und kreuzten in dieser Reihenfolge die Ziellinie. Es ist der 30. Sieg des Italiener in diesem Jahr.
Yari Montella hatte jedoch immer mehr mit nachlassenden Reifen zu kämpfen. Drei Runden vor dem Ende hatte Bautista die Lücke zum 26-Jährigen geschlossen und machte kurzen Prozess. Als Vierter feierte der zweifache Superbike-Weltmeister das beste Finish seit Balaton Park Anfang Mai. Platz 5 reichte Montella, um als WM-Dritter festzustehen.
Hinter sieben Ducati kreuzte Bimota-Aushängeschild Alex Lowes mit 13 sec Rückstand auf Platz 8 die Ziellinie.
Für Jake Dixon (11./Honda) und Andrea Locatelli (13./Yamaha) und Garrett Gerloff (14.) endete der erste Lauf immerhin in den Punkten. BMW-Pilot Danilo Petrucci (17.) wurde in der letzten Runde von Remy Gardner (Yamaha) aus den Top-15 geworden.
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