Portimao-Test Tag 1: Rinaldi vorn, Rekorde unterboten
Am ersten Testtag in Portimão sorgte etwas überraschend Michael Rinaldi mit der neuen Ducati V4R für die Bestzeit. Sechs Superbike-Piloten unterbieten alle Rekorde. Öttl (Ducati) und Aegerter (Yamaha) nicht in Top-10.
Der Portimão-Test am Dienstag und Mittwoch dieser Woche wird von Ducati organisiert, gemäß den Bestimmungen musste diese Testmöglichkeit allen anderen Teams der seriennahen Weltmeisterschaft angeboten werden, wovon diese gerne Gebrauch machen: Bis auf Oliver König (Orelac Kawasaki) ist das Teilnehmerfeld der Superbike-WM 2023 beim zweitägigen Portimão-Test vollzählig. Auf der Strecke herrschte bei blauem Himmel und Sonnenschein Hochbetrieb, denn neben den 22 Superbikes testen außerdem elf Piloten der Supersport-WM.
An der Spitze der Zeitenliste fanden sich am ersten Testtag Weltmeister Álvaro Bautista (Ducati) und Toprak Razgatlioglu (Yamaha), die die Führung mehrmals wechselten. Gut unterwegs waren auch, wie zuletzt in Jerez, Michael Rinaldi (Ducati) und Andrea Locatelli (Yamaha). Jonathan Rea (Kawasaki) war ebenfalls weit vorn dabei. Die Werkspiloten wechselten regelmäßig zwischen zwei Motorrädern hin und her, um Vergleiche durchzuführen und schnellere Fortschritte zu erzielen.
Gefahren wurde bis zur letzten Minute, als sich die Top-Piloten ein Duell um die Tagesbestzeit lieferten. Am Ende sorgte Rinaldi in 1:39,639 min für eine bemerkenswerte Zeit. Zum Vergleich: Die schnellste Rennrunde in Portimão fuhr Rea 2019 in 1:41,272 min, den Pole-Rekord hält seit 2021 Razgatlioglu mit 1:40,219 min. Unwesentlich langsamer waren Rea und Bautista, die 0,061 und 0,068 sec auf den Italiener verloren. Razgatlioglu wurde Vierter mit 0,2 sec Rückstand.
Bei kühleren Bedingungen als am Rennwochenende unterboten auch Locatelli und Honda-Pilot Xavi Vierge die bestehenden Rekorde.
Grundsätzlich darf man den Zeiten bei einem Test nicht zu viel Bedeutung beimessen. Welchen Reifen ein Fahrer bei seinem Run verwendet hat, und ob das Motorrad vollgetankt oder im Quali-Trimm war, wissen nur die Teams und Fahrer.
Auffällig jedoch, dass BMW, nachdem man bereits in Jerez im Hintertreffen schien, auch in Portimão mit keinem Piloten in den Top-9 vertreten ist. Bonovo-action-Neuzugang Garrett Gerloff (10.) fuhr in 1:40,698 min die schnellste Runde mit einer M1000RR.
Bester Rookie wurde Remy Gardner auf Platz 9, während sein GRT-Yamaha-Teamkollege Dominique Aegerter 16. wurde. Beim Jerez-Test sorgte der Schweizer als Sechster mit Qualifyer noch für eine Sensation. Philipp Öttl (Go Eleven Ducati) verlor 1,2 sec auf die Bestzeit und reihte sich als 13. ein.
Am Dienstag wenig zu sehen war von Axel Bassani vom Ducati-Team Motocorsa. Der beste Privatier der Superbike-WM 2022 reihte sich in 1:41,985 min nur auf Position 18 ein, Portimão ist aber sein erster Test in diesem Jahr. Selbiges gilt für Rookie Bradley Ray (19./MotoXracing Yamaha).
Bitter: Die MIE Honda-Piloten Eric Granado und Hafizh Syahrin waren langsamer als mehrere Supersport-Piloten. Schnellster der mittleren Kategorie war Nicolo Bulega (Aruba.it Ducati) in 1:43,282 min.
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