Tommy Bridewell (10.) schwärmt: Deshalb funktioniert das Ducati-System
Tommy Bridewell erreichte bei der Superbike-WM in Most starke Top-10-Resultate. Der Brite lobte vor allem Ducatis offenen Datenaustausch zwischen den Teams und die Schlagkraft der Panigale V4R.
Tommy Bridewell setzt seine positive Entwicklung in der Superbike-WM 2026 fort. Der Brite, der erst beim zweiten Saisonwochenende mit dem neuen Advocates-Team in die Meisterschaft einstieg, überzeugte in Most mit seinen ersten Top-10-Ergebnissen auf der neuen Ducati Panigale V4R.
Für Bridewell ist der Fortschritt kein Zufall. Neben der Erfahrung von Technikdirektor Mick Shanley sieht der Brite vor allem das Material aus Borgo Panigale als entscheidenden Faktor. Nach schwierigen WM-Einsätzen mit Honda, bei denen Bridewell meist hinterherfuhr und häufig stürzte, erlebt der ehemalige BSB-Champion mit Ducati nun eine völlig andere Situation.
«Ich bin definitiv glücklich mit dem Fortschritt», erklärte Bridewell in Most. «Und ehrlich gesagt ist das auch ein Beweis dafür, wie Ducati arbeitet. Die Wahrheit ist: Wäre ich in dieser Position, wenn ich nicht auf einer Ducati sitzen würde? Das glaube ich nicht.»
Deshalb ist Ducati der Konkurrenz voraus
Besonders beeindruckt zeigt sich der Brite von der offenen Datenpolitik innerhalb der Ducati-Struktur. «Die Erfolge sind hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass Ducati die Daten offen teilt», erklärte Bridewell. «Ich war zuvor noch nie in Most und auch nicht im Balaton Park. Ich hatte diese Strecken nicht einmal gesehen, bevor ich dort angekommen bin.»
Die Möglichkeit, direkt auf die Daten der etablierten Ducati-Piloten zugreifen zu können, beschleunigt seinen Lernprozess enorm. «Nach dem ersten Training kann ich sofort die Daten von Yari (Montella), (Lorenzo) Baldassarri, Iker (Lecuona) oder Nicolo (Bulega) anschauen und sehe direkt, wo ich in Kurve 4, 12 oder 15 Zeit verliere – und auch warum», schilderte Bridewell.
Genau darin sieht der Brite den Schlüssel für seine schnellen Fortschritte. «Das ist unser Muster, wie wir uns verbessern. Ich lerne ständig dazu, indem ich analysiere und verstehe. Natürlich sind wir im Moment immer noch leicht im Rückstand, weil ich auf das Wissen der anderen angewiesen bin. Ich komme sehr unerfahren in dieses Projekt.»
Trotzdem nähert sich Bridewell Schritt für Schritt dem Niveau an, das er von sich selbst erwartet. «Ich versuche, so schnell wie möglich von null auf das Level zu kommen, auf dem ich sein möchte. Das ist nicht einfach», erklärte der Ducati-Pilot. «Aber ich glaube, dieses Wochenende beginnt langsam zu zeigen, was wirklich in uns steckt. Ich verstehe jetzt einfach immer mehr.»
Die starken Ergebnisse in Most unterstreichen, wie konkurrenzfähig die Ducati Panigale V4R aktuell ist. Während Bridewell mit Honda bei seinen früheren Gaststarts meist nur um hintere Positionen kämpfte, gelang ihm mit der Ducati nun direkt der Sprung in die Top 10.
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