Oli Bayliss nach Most-Podium erleichtert: «Gut, endlich zurückzuschlagen!»
Oli Bayliss fuhr bei der Supersport-WM in Most am Sonntag aufs Podium. Nach drei punktlosen Rennwochenenden war Rang 3 für den Triumph-Piloten vor allem eine große Erleichterung.
Oli Bayliss sorgte im zweiten Rennen der Supersport-WM in Most für eine Überraschung. Der Triumph-Pilot fuhr auf Platz 3 und stand damit erstmals seit dem Saisonauftakt in Phillip Island wieder auf dem Podium. Der Rückstand auf Sieger Valentin Debise betrug lediglich 2,1 Sekunden.
Das Resultat kam für Bayliss genau zum richtigen Zeitpunkt. Nach dem starken Saisonstart in Australien, als er beim Heimrennen bereits aufs Podium fuhr und im zweiten Lauf sogar die schnellste Rennrunde setzte, folgte eine schwierige Phase. In Portimao, Assen und im Balaton Park blieb der Australier komplett ohne Punkte. Nach fünf von zwölf Rennwochenenden liegt Bayliss nun mit 46 Punkten auf Rang 13 der WM.
Großer Befreiungsschlag nach drei Nullrunden
In Most zeigte die Formkurve wieder deutlich nach oben. «Es war ein gutes Rennen. Wir waren das gesamte Wochenende ziemlich schnell», erklärte Bayliss beim Treffen mit SPEEDWEEK.com in Most. «Am Samstag hatten wir in der zweiten Rennhälfte Probleme mit dem Grip am Vorderrad. Deshalb haben wir einige Änderungen vorgenommen und das Motorrad wurde deutlich besser.»
Ganz perfekt war das Gefühl auf der Triumph allerdings weiterhin nicht. «In den letzten Runden verloren wir wieder etwas Grip», berichtete Bayliss. Nach den den Nullrunden bei den vergangenen Rennwochenenden wollte der Australier deshalb kein unnötiges Risiko eingehen. «Nach den letzten Wochenenden dachte ich, dass es die beste Idee wäre, das Rennen einfach sicher nach Hause zu bringen.»
Bayliss ging deshalb bewusst etwas kontrollierter zu Werke und profitierte am Ende auch von den Ausfällen der Konkurrenz. «Ich fuhr einfach mein konstantes Tempo. Ich lag vielleicht eine halbe bis eine Sekunde hinter den Jungs vor mir. Dann stürzten Tom (Booth-Amos) und (Lucas) Mahias in der letzten Runde. Situationen wie diese muss man ausnutzen.»
Der Australier machte keinen Hehl daraus, wie wichtig das Podium für ihn und das Team war. «Ein großes Dankeschön an das Team. Wir hatten wirklich harte Rennwochenenden. Deshalb ist es schön, endlich zurückzuschlagen. Hoffentlich können wir dieses Selbstvertrauen jetzt in die kommenden Rennen mitnehmen.»
Was lief in Portimao, Assen und Balaton schief?
Die Gründe für die schwierige Phase nach dem starken Saisonauftakt kann Bayliss selbst nur teilweise erklären. «Phillip Island war ein unglaubliches Wochenende. Podium in Rennen 1, schnellste Rennrunde in Rennen 2», erinnerte er sich. «Die Bedingungen waren damals etwas speziell, deshalb gingen wir trotzdem mit viel Selbstvertrauen nach Portimao.»
Doch genau dort begann die Negativserie. «Portimao war für mich schon immer eine schwierige Strecke. Dort begann unsere Saison irgendwie wieder von vorne», erklärte Bayliss. «Dann hatten wir Probleme in Assen und im Balaton Park waren wir zwar schnell, aber ich stürzte mehrfach.»
Entsprechend groß war die Erleichterung nach dem Podium in Most. «Es war definitiv eine große Erleichterung», gab Bayliss offen zu. «Die letzten drei Rennwochenenden waren schwierig – nicht nur für mich, sondern auch für das Team. Es ist hart für sie, ständig zurückzukommen, wenn ich stürze oder schlechte Ergebnisse einfahre.»
Besonders dankbar zeigte sich der Australier gegenüber seinem Umfeld. «Es ist schön zu wissen, dass das Team trotzdem hinter mir steht. Auch meine Sponsoren, Darrell Healy von GSE, meine Mutter, mein Vater und meine gesamte Familie. Es ist gut, wieder zurück zu sein.»
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